taku
Trankgasse 5, 50667 Köln, Deutschland
Asiatisches Restaurant Gourmetrestaurant Restaurant
8.2 (751 Bewertungen)

Das "taku" in der Trankgasse in Köln präsentiert sich als anspruchsvolles Restaurant mit klarer kulinarischer Handschrift: asiatisch inspirierte Fine-Dining-Küche, die handwerkliche Präzision mit moderner Kreativität verbindet. Gäste, die ein mehrgängiges Degustationsmenü suchen, finden hier ein konsequent durchdachtes Konzept, das sowohl begeistert als auch polarisieren kann.

Seit Anfang der 2000er-Jahre gilt das taku als ostasiatische Gourmetadresse im Excelsior Hotel Ernst und wurde über viele Jahre hinweg mit einem Michelin-Stern und hohen Bewertungen in bekannten Gastronomieführern ausgezeichnet. Diese Auszeichnungen spiegeln die Erwartungshaltung wider, mit der viele Gäste das Haus betreten: Sie rechnen mit einer Küche voller Finesse, in der jeder Gang aufeinander aufbaut und ein klares kulinarisches Statement setzt.

Kulinarisches Konzept und Küchenstil

Die Küche des taku konzentriert sich auf Degustationsmenüs mit vier bis sechs Gängen, ergänzt durch Grüße aus der Küche, die den Abend strukturieren und die Aromatik des Menüs vorbereiten. Typisch sind Kombinationen aus japanischen, chinesischen, thailändischen und weiteren ostasiatischen Einflüssen, die mit europäischen Techniken und Produkten verbunden werden.

Auf den Tellern begegnen den Gästen etwa Hamachi mit Räuchersud und Wildkräutern, konfierter Kabeljau mit Yuzu und Forellenkaviar, Trüffel-Wan-Tan mit Kalbstafelspitz oder Brust von der Challans-Ente mit Shiitake und Roter Bete. Solche Gerichte zeigen, dass der Fokus klar auf einer modernen, fein austarierten Aromenküche liegt, die Präzision, Textur und Temperatur bewusst inszeniert. Besonders positiv hervorgehoben wird von vielen Gästen die Klarheit der Aromen: Nichts wirkt überladen, jede Komponente hat eine Funktion, und die Dramaturgie des Menüs steigert sich von Gang zu Gang.

Daneben bietet das Haus auch vegetarische Varianten der Menüs an, die nicht als Kompromiss wahrgenommen werden sollen, sondern als eigenständige Kompositionen mit intensiven Geschmacksbildern. Für Feinschmecker, die Wert auf einen längeren Abend mit vielen unterschiedlichen Eindrücken legen, kann dieses Menükonzept sehr attraktiv sein, verlangt allerdings Offenheit gegenüber einer festen Menüführung und dem Verzicht auf klassische à-la-carte-Strukturen.

Stärken: Qualität, Service und Weinbegleitung

Viele Gäste berichten von durchweg positiven Erfahrungen mit dem Service: Das Team gilt als aufmerksam, freundlich und gleichzeitig angenehm unaufdringlich. Der Service erklärt Speisen und die Weinbegleitung nachvollziehbar, geht auf Fragen ein und bleibt über den ganzen Abend präsent, ohne den Ablauf zu stören. Dies trägt maßgeblich dazu bei, dass sich Besucher vom Empfang bis zur Verabschiedung gut betreut fühlen.

Ein häufig gelobter Aspekt sind die Weinbegleitungen, die sowohl klassische als auch weniger bekannte Positionen beinhalten können, etwa ungewöhnliche Weißweine oder Pairings, die bewusst mit der Würze und Säure der Küche spielen. Events wie das Sommelier-Battle, bei dem verschiedene Weinbegleitungen zu einem Menü gegeneinander antreten, unterstreichen den Anspruch, nicht nur kulinarisch, sondern auch önologisch ein anspruchsvolles Erlebnis zu bieten. Für Gäste, die gerne neue Kombinationen zwischen Speisen und Getränken testen, ist dies ein deutlicher Pluspunkt.

Kulinarisch überzeugt das taku viele Besucher durch die hohe Produktqualität und sorgfältige Zubereitung: Von Lachsforelle und Thunfisch über Wagyu-Beef bis hin zu Desserts mit Passionsfrucht oder Mango und weißer Schokolade werden hochwertige Zutaten eingesetzt und meist sehr präzise verarbeitet. Wer feine Texturen, genaue Gargrade und eine elegante, zurückhaltende Würzung schätzt, findet hier ein Umfeld, das diesen Ansprüchen gerecht wird.

Ambiente und Atmosphäre

Das Interieur des taku ist bewusst reduziert gehalten: ein eher minimalistisches Design, klare Linien, gedämpftes Licht und Akzente durch Effektbeleuchtung. Diese Gestaltung unterstützt den Fokus auf das Menü und soll eine ruhige Umgebung schaffen, in der Gespräche und das Essen im Mittelpunkt stehen. Einige Gäste beschreiben den Stil als elegant und modern, andere verweisen darauf, dass bestimmte Elemente mit der Zeit eine Auffrischung vertragen könnten.

Die Atmosphäre wird häufig als gelassen und entspannt beschrieben, ohne Förmlichkeit, die den Abend steif wirken lässt. Wer einen langen Abend mit mehreren Gängen einplant, dürfte diese Mischung aus Professionalität und Lockerheit schätzen, während Gäste, die schnelle Abläufe bevorzugen, die Dauer eines Degustationsmenüs als Herausforderung empfinden könnten.

Kritikpunkte: Preisniveau und Menüzwang

Trotz der vielen positiven Stimmen gibt es auch kritische Rückmeldungen, die für eine realistische Einordnung wichtig sind. Immer wieder wird das Preisniveau angemerkt, das im oberen Segment angesiedelt ist und von manchen Gästen als hoch im Verhältnis zur Erwartung oder zum Umfang empfunden wird. Für ein mehrgängiges Degustationsmenü inklusive Weinbegleitung muss man mit einem erheblichen Budget rechnen, was das taku klar in die Kategorie gehobenes Fine Dining einordnet.

Ein weiterer Punkt ist das Menükonzept selbst: In einigen Bewertungen wird der Eindruck beschrieben, dass die Bindung an ein vier- oder sechsgängiges Menü – teilweise einheitlich für den gesamten Tisch – als Einschränkung wahrgenommen wird. Wer spontane Auswahl einzelner Gerichte oder kürzere Aufenthalte bevorzugt, könnte sich durch die fixe Struktur und die Dauer von mehreren Stunden gebunden fühlen. Manche Gäste sprechen davon, dass sich die Menüdramaturgie nicht immer vollkommen stimmig anfühlte oder geschmacklich klarer hätte definiert sein können.

Einige ältere Kritiken bemängeln zudem, dass bestimmte Gerichte früher zu wenig authentisch asiatisch gewirkt hätten oder der dekorative Anspruch der Teller überbetont gewesen sei. Auch wenn sich der Stil der Küche im Laufe der Jahre entwickelt hat, zeigt dies, dass die Fusion aus ostasiatischer Inspiration und europäischer Technik nicht für jede Erwartungshaltung passt – insbesondere dann, wenn man eine sehr traditionelle, strikt regionale asiatische Küche sucht.

Für wen eignet sich das taku?

Das taku richtet sich klar an Gäste, die ein gehobenes kulinarisches Erlebnis suchen und bereit sind, Zeit und Budget in einen sorgfältig inszenierten Abend zu investieren. Paare, Feinschmecker und Geschäftsreisende, die ein stilvolles Feinschmeckerrestaurant mit asiatischem Einfluss bevorzugen, finden hier einen passenden Rahmen für besondere Anlässe oder einen ausgedehnten Genussabend.

Positiv zu bewerten ist, dass auch Vegetarier und teilweise Veganer Optionen finden, die im Konzept verankert sind und nicht nur als improvisierte Alternative fungieren. Zudem gibt es durch spezielle Events und saisonale Menüs immer wieder neue Anlässe, auch für Stammgäste zurückzukehren und die Entwicklung der Küche zu verfolgen. Wer dagegen ein zwangloses, schnelles asiatisches Restaurant mit großer Auswahl an Einzelgerichten sucht, wird sich in einer anderen Art von Betrieb besser aufgehoben fühlen.

Gesamtbild und Abwägung

In der Gesamtschau präsentiert sich das taku als konsequent geführtes Sternerestaurant mit asiatischer Prägung, dessen Stärken in der präzisen Küche, der strukturierten Menüführung und dem professionellen Service liegen. Die Kombination aus hochwertigen Produkten, fein austarierten Aromen und passender Weinbegleitung erfüllt für viele Gäste die Erwartungen an ein modernes Fine-Dining-Erlebnis.

Dem stehen ein deutliches Preisniveau, der Verzicht auf eine flexible à-la-carte-Auswahl und vereinzelte Kritik an Menüdramaturgie oder Stil gegenüber. Für potenzielle Besucher bedeutet dies: Wer gezielt ein abendfüllendes Degustationsmenü mit asiatisch-europäischer Fusionsküche sucht, wird im taku mit hoher Wahrscheinlichkeit einen sehr gelungenen Abend erleben. Gäste, die stärker auf Authentizität im Sinne klassischer Asia-Küche oder auf spontane Auswahl setzen, sollten diese Aspekte in ihre Entscheidung einbeziehen.

Als Adresse für gehobene Gastronomie mit ostasiatischer Inspiration hat sich das taku über viele Jahre etabliert und bleibt für viele Feinschmecker ein fester Bezugspunkt, wenn es um anspruchsvolle Restaurants in Köln geht.

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