Café Buur
ZurückWer sich für üppigen Brunch und fotogene Teller interessiert, stößt früher oder später auf das Café Buur in der Feilitzschstraße in München. Das Konzept setzt konsequent auf trendige Frühstücks- und Brunchkreationen, die stark von Brunch-Hypes aus sozialen Netzwerken geprägt sind, kombiniert mit einem klaren Fokus auf süße und herzhafte Speisen in einem Ganztags-Frühstücksstil.
Das Café ist Teil einer Marke, die sich in Städten wie Köln, Düsseldorf oder Frankfurt bereits einen Namen gemacht hat, bevor der Standort in München eröffnet wurde. Hier wird tagsüber ein eigenständiges Brunchkonzept umgesetzt, während abends ein Burgeranbieter die Räume nutzt, sodass die Fläche ganztägig gastronomisch ausgelastet ist.
Konzept und Ausrichtung
Im Café Buur dreht sich alles um ein inszeniertes Brunch-Erlebnis: opulente Teller, farbenfrohe Toppings, üppig belegte Brote, Pancakes und French Toast. Viele Gäste kommen gezielt wegen der Gerichte, die in sozialen Medien viral gehen, etwa Eggs Benedict-Varianten, gefüllte Sandwiches oder extrem süße Desserts. Dadurch spricht das Lokal vor allem Menschen an, die Wert auf ein auffälliges Brunch-Erlebnis legen und bereit sind, dafür etwas mehr zu bezahlen.
Die Küche verbindet internationale Einflüsse mit Klassikern: Auf der Karte finden sich typische Elemente eines modernen Frühstücksrestaurants wie Eggs Benedict, French Toast, Pancakes, belegte Brote, Varianten von Rührei und Eierspeisen, dazu Bowls sowie herzhaftere Streetfood-inspirierte Gerichte. Der Gastronomiebetrieb versteht sich nicht als traditionelles Bistro, sondern eher als stylisher Treffpunkt für aufwendigen Brunch mit hoher „Instagram-Tauglichkeit“ der Teller.
Speisenangebot: Stärken
Viele Besucher heben die Kreativität der Speisekarte hervor. Es gibt ausgefallene Kombinationen, die in einem klassischen Café so nicht selbstverständlich sind: von süßen French-Toast-Kreationen mit Keks- oder Lotus-Aroma über Cookie-Dough-Desserts bis hin zu herzhaften Eierspeisen in Tomatensauce oder üppig belegten Sandwiches. Wer gerne neue Brunch-Kreationen probiert, findet hier reichlich Auswahl.
Positiv hervorgehoben werden häufig die ansprechende Präsentation und die Portionsgröße. Die Teller sind meist reichhaltig, mit vielen Komponenten versehen und so arrangiert, dass sie auf Fotos besonders gut wirken. Viele Gäste beschreiben das Essen als sehr lecker, betonen, dass man sich etwas „besonderes“ gönnt und das Café daher vor allem für ein ausgedehntes Wochenend-Frühstück oder einen späten Brunch geeignet ist.
Auch beim Dessertbereich kommt das Konzept gut an: Cookie Dough in kleinen Pfannen, Bananenbrot nach Familienrezept oder stark süße Toast-Varianten treffen den Geschmack von Gästen, die gezielt nach süßen Brunchspeisen suchen. Die Kombination aus Optik, Süße und Portionsgröße ist für viele der Hauptgrund für einen Besuch.
Speisenangebot: Schwachpunkte
Trotz des insgesamt positiven Gesamteindrucks fallen in einigen Bewertungen wiederkehrende Kritikpunkte auf. Ein Thema ist die Balance zwischen Optik und Geschmack: Es wird mehrfach beschrieben, dass sehr viel Wert auf die äußere Erscheinung der Teller gelegt wird, während der geschmackliche Eindruck nicht immer mithalten kann. So werden beispielsweise Eggs Benedict gelegentlich als komplett durchgegart beschrieben, wodurch der typische Effekt des weichen Eigelbs verloren geht.
Auch bei manchen Sandwiches und Eierspeisen wird erwähnt, dass sie eher trocken oder geschmacksarm wirken, etwa Egg-Drop-Sandwiches mit viel Brot und wenig Ei oder Eierspeisen, denen Gewürze wie Kreuzkümmel fehlen. Im süßen Bereich empfinden Gäste einzelne Kreationen als so zuckrig, dass sie kaum zu Ende gegessen werden können; hier kann der Eindruck entstehen, dass Süße und Frittiertheit überwiegen und andere Aromen überdecken.
Ein weiterer Punkt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis: Viele Gäste akzeptieren die höheren Preise, weil sie eine besondere Brunch-Erfahrung suchen und die Inszenierung schätzen. Andere finden die Kosten für manche Gerichte oder Getränke deutlich zu hoch, vor allem, wenn einzelne Komponenten handwerklich nicht optimal umgesetzt sind oder Portionsgrößen bei Beilagen – etwa Brot – als zu knapp empfunden werden.
Getränke und Auswahl
Beim Getränkesortiment punktet das Café mit einer breiten Palette: Kaffeevariationen, darunter Espresso- und Milchkaffeegetränke, sowie kreative Optionen mit Hafer oder Banane gehören ebenso dazu wie bunte Limonaden, Säfte und Spezialdrinks. Viele Gäste loben den Kaffee und empfinden die Heißgetränke als stimmige Ergänzung zu den üppigen Speisen.
Gleichzeitig wird in einzelnen Rückmeldungen erwähnt, dass bestimmte Trendgetränke nicht jeden Geschmack treffen. So wird der Iced Strawberry Matcha gelegentlich als sehr süß beschrieben, mit intensiver Erdbeer-Note und einem eher wässrigen Matcha-Anteil. Wer klassische Kaffeegetränke bevorzugt, ist damit möglicherweise weniger zufrieden, während Experimentierfreudige das Angebot als abwechslungsreich und spannend wahrnehmen.
Serviceerlebnis
Der Service wird überwiegend positiv beurteilt. Mehrere Gäste betonen, dass sie sich vom ersten Moment an willkommen gefühlt haben, sowohl durch die Begrüßung als auch durch die Beratung bei der Speisenauswahl. Hervorgehoben wird, dass sich das Personal Zeit nimmt, Empfehlungen ausspricht und freundlich sowie aufmerksam bleibt, selbst wenn es sehr voll ist. Teilweise wird besonders die Serviceleitung für ihre Art gelobt.
In der Praxis kann der Service jedoch je nach Tagesform variieren. Während viele Besuche von sehr herzlicher Betreuung berichten, gibt es vereinzelt Hinweise auf weniger motivierte Bedienungen oder unfreundliche Reaktionen, wenn Bestellungen nicht wie gewünscht ankommen. Einzelne Gäste schildern Situationen, in denen auf Reklamationen eher patzig reagiert wurde. Solche Erlebnisse scheinen zwar nicht die Mehrheit zu prägen, zeigen aber, dass das Serviceerlebnis nicht immer auf konstantem Niveau wahrgenommen wird.
Ambiente und Sitzsituation
Das Innere des Lokals ist hell gestaltet und wirkt modern, mit enger Bestuhlung und einer lebhaften Atmosphäre. Viele empfinden die Stimmung als energiegeladen und passend zu einem trendigen Brunchlokal, andere wiederum finden den Lärmpegel auf Dauer anstrengend. Durch die große Nachfrage sind die Tische oft dicht belegt, was zu wenig Privatsphäre und einem insgesamt sehr vollen Raumgefühl führen kann.
Gäste erwähnen immer wieder, dass sie teilweise in der Schlange warten müssen, gerade am Wochenende oder an stark frequentierten Tagen. Wartezeiten von rund zehn Minuten bis hin zu einer halben Stunde auf einen Platz werden als realistisch beschrieben. Wer spontan kommt, sollte also Zeit mitbringen und berücksichtigen, dass die Geräuschkulisse im Inneren recht hoch sein kann, besonders wenn Musik und Gespräche zusammentreffen.
Reservierung und Wartezeiten
Ein Punkt, der in mehreren Rückmeldungen auffällt, ist die Handhabung von Reservierungen. Manche Gäste bemängeln, dass keine Reservierungen möglich oder nur eingeschränkt vorgesehen sind, was den spontanen Besuch erschwert. Gerade für Gruppen bedeutet das, dass trotz Planung Wartezeiten einkalkuliert werden müssen, insbesondere bei gutem Wetter oder am Wochenende.
Für viele gehört die Wartezeit inzwischen fast zum Gesamterlebnis, da sie das Café als stark nachgefragt wahrnehmen und den Besuch wie ein Event behandeln. Wer jedoch ein ruhiges, planbares Frühstück ohne Anstehen sucht, könnte dieses Konzept als Nachteil empfinden. Positiv fällt auf, dass die Abläufe nach Platznahme meist recht schnell sind und Speisen im Verhältnis zur Auslastung zügig serviert werden.
Preisniveau und Zielgruppe
Das Preisniveau liegt im oberen Bereich dessen, was im Brunchsegment üblich ist. Einige Gäste finden die Preise angemessen, weil sie sich bewusst für ein stylishes Brunchlokal mit aufwendigen Kreationen entscheiden und die Erfahrung als Ganzes – inklusive Präsentation und Social-Media-Tauglichkeit – bewerten. Andere empfinden die Kosten für bestimmte Gerichte im Verhältnis zur Qualität und Ausgewogenheit der Speisen als zu hoch.
Insgesamt richtet sich das Angebot klar an eine Zielgruppe, die moderne Cafés und aufwendigen Brunch schätzt, bereit ist, längere Wartezeiten sowie eine lebhafte Atmosphäre in Kauf zu nehmen und Wert auf visuelle Präsentation legt. Wer vor allem ein ruhiges, klassisches Frühstücksrestaurant mit schlichten Gerichten und moderaten Preisen sucht, wird hier weniger angesprochen. Gäste, die Genuss mit Trends, Social Media und üppig inszenierten Tellern verbinden, fühlen sich dagegen meist gut aufgehoben.
Vegetarische und vegane Optionen
Positiv fällt das Angebot an vegetarischen und veganen Speisen auf. Es gibt unterschiedliche Gerichte, die ohne Fleisch auskommen, etwa vegane Buns oder pflanzliche Varianten beliebter Brunchklassiker. Für gemischte Gruppen ist dies ein Vorteil, da sowohl Fleischliebhaber als auch Veganer und Vegetarier passende Optionen finden.
In Bewertungen wird hervorgehoben, dass gerade die veganen Buns und manche Pasta- oder Mac’n’Cheese-Varianten geschmacklich überzeugen. Wer bewusst auf Fleisch verzichten möchte, findet damit attraktive Alternativen, die sich nicht wie reine Beilagen anfühlen, sondern als vollwertige Gerichte wahrgenommen werden.
Für wen eignet sich das Café Buur?
Das Café Buur eignet sich besonders für Gäste, die ein intensives Brunch-Erlebnis suchen, gerne neue Kombinationen probieren und Wert auf auffällig präsentierte Teller legen. Für Treffen mit Freunden, Geburtstagsbrunch oder einen besonderen Start in den Tag ist das Lokal eine Option, wenn man Wartezeiten und ein eher lautes Ambiente in Kauf nehmen kann.
Wer empfindlich auf Lärm reagiert, sehr präzise Erwartungen an handwerklich klassische Frühstücksgerichte hat oder ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis über Inszenierung stellt, sollte die genannten Kritikpunkte berücksichtigen. Insgesamt bietet das Café Buur einen Mix aus Trendküche, Social-Media-Ästhetik und solider Brunchbasis, der viele Besucher anspricht, gleichzeitig aber nicht jeden Geschmack gleichermaßen trifft.