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Das Steichele, Hotel | Restaurant | Weinstube

Das Steichele, Hotel | Restaurant | Weinstube

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Knorrstraße 8, 90402 Nürnberg, Deutschland
Fränkisches Restaurant Geschäft Getränkemarkt Hotel Restaurant Unterkunft Weinhandlung Weinkellerei
8.4 (586 Bewertungen)

Das Steichele, Hotel | Restaurant | Weinstube präsentiert sich als traditionsreicher Familienbetrieb, der seit dem 19. Jahrhundert Gäste beherbergt und bewirtet. Als Kombination aus Hotel, Restaurant und klassischer fränkischer Weinstube richtet sich das Haus sowohl an Reisende als auch an Einheimische, die eine bodenständige Küche und eine ausgeprägte Weinkultur schätzen. Wer hier einkehrt, findet kein Lifestyle-Konzept, sondern ein gewachsenes Haus mit Ecken und Kanten, vielen Stammgästen und einer langen Geschichte, die man in den Gasträumen deutlich spürt.

Der historische Charakter des Gebäudes mit seinen Holzvertäfelungen, verwinkelten Räumen und der altdeutschen Einrichtung wird von vielen Gästen positiv hervorgehoben. Die Atmosphäre in der Gaststube gilt als gemütlich, teils urig, und ist vor allem für Liebhaber klassischer Gasthäuser interessant, die bewusst den Kontrast zu modernen Design-Lokalen suchen. Die Weinstube bietet verschiedene kleinere und größere Stuben, in denen sowohl Paare als auch Gruppen Platz finden. Dadurch wirkt das Lokal trotz seiner Größe oft angenehmer und weniger hallig, als man es von stark frequentierten Innenstadthäusern erwarten würde.

Ein wesentlicher Pluspunkt ist die gastronomische Ausrichtung auf fränkische und saisonale Küche. Auf der Karte stehen typische Gerichte wie Braten mit Sauce, Schnitzel, Karpfen und vor allem in der entsprechenden Jahreszeit Gans aus dem Ofen. Für viele Gäste sind diese Klassiker der Grund, warum sie gezielt eine traditionelle fränkische Küche suchen und sich für dieses Haus entscheiden. Die Speisekarte wird durch saisonale Angebote ergänzt, sodass wiederkehrende Besucher nicht immer dasselbe essen müssen. Besonders die Ofen-Gans und gebackene Karpfen werden immer wieder als gute Wahl genannt, wenn man authentische regionale Gerichte bevorzugt.

Auch die Auswahl an Getränken ist für ein Haus dieser Art ein starkes Argument. Die ausführliche Weinkarte umfasst nicht nur fränkische Gewächse, sondern auch eine breite Auswahl aus anderen deutschen Regionen wie der Pfalz. Für viele Weinliebhaber ist gerade die Kombination aus fränkischen Klassikern und alternativen Regionen interessant, zumal Gäste die Preis-Leistungs-Relation einiger Pfälzer Weine als vorteilhaft beschreiben. Für einen Besuch, der den Fokus bewusst auf einen geselligen Abend mit Wein und deftigen Speisen legt, bietet die Weinstube daher solide Voraussetzungen.

Beim Service fallen unterschiedliche Eindrücke auf, die je nach Situation variieren. Häufig gelobt werden die Freundlichkeit an der Rezeption des Hotels und die Aufmerksamkeit der Bedienungen im Restaurant. Einige Gäste betonen, dass sie auch zu später Stunde noch zuvorkommend bedient wurden, ohne dass Hektik oder genervte Stimmung aufkam. Positiv hervorgehoben wird außerdem, dass im Service auch Auszubildende und Mitarbeitende mit internationalem Hintergrund arbeiten, was von vielen Besuchern als Bereicherung wahrgenommen wird.

Auf der anderen Seite gibt es deutliche Kritikpunkte, die vor allem Gäste mit Hund betreffen. Mehrere Erfahrungsberichte beschreiben unfreundliche oder herablassende Kommentare, als nach der Mitnahme eines Hundes ins Restaurant gefragt wurde. Besonders problematisch wirkt aus Sicht dieser Gäste, dass zwar Hunde unter dem Tisch grundsätzlich akzeptiert werden, aber Hunde im Hundewagen und Personen mit Rollatoren oder ähnlichen Hilfsmitteln offenbar nicht erwünscht sind. Solche Aussagen werden von Betroffenen als respektlos empfunden und führen dazu, dass sich Hundebesitzer und möglicherweise auch mobilitätseingeschränkte Personen nicht willkommen fühlen.

Wer also mit Vierbeiner unterwegs ist oder auf Gehhilfen angewiesen ist, sollte sich bewusst machen, dass die Haltung gegenüber Hunden und Hilfsmitteln nicht durchweg als gastfreundlich wahrgenommen wird. Für klassische Restaurantbesucher ohne Tier sowie für Hotelgäste ohne besondere Anforderungen an Barrierefreiheit fällt dieser Aspekt weniger ins Gewicht. Dennoch ist die Art, wie einzelne Mitarbeitende auf Nachfragen reagieren, ein Kritikpunkt, der das Gesamtbild trübt und potenzielle Gäste abschrecken kann, die Wert auf einen entspannten und inklusiven Abend legen.

Ein weiterer kontroverser Punkt betrifft die Küche selbst. Während viele Gäste das Essen als schmackhaft, solide und passend zur traditionellen Ausrichtung beschreiben, gibt es Stimmen, die den Einsatz von Convenience-Produkten bemängeln. Insbesondere einige Braten- und Schnitzelgerichte werden von kritischen Gästen als vorgefertigte Ware beschrieben, die nur noch erwärmt und angerichtet wird. Die Kritik richtet sich daran, dass dies auf der Karte nicht transparent kommuniziert werde, während die Preise eher im oberen Mittelfeld klassischer Restaurants liegen. Wer eine komplett hausgekochte „gutbürgerliche Hotelküche“ erwartet, könnte daher enttäuscht sein.

Gleichzeitig werden Gerichte wie ofenfrische Gans oder gebackener Karpfen explizit empfohlen, weil diese nach Einschätzung langjähriger Gäste weiterhin in der eigenen Küche zubereitet werden und qualitativ überzeugen. Für einen Besuch bedeutet das: Gäste, die besonderen Wert auf handwerklich zubereitete Speisen legen, fahren besser damit, sich an diese Spezialitäten zu halten. Wer eher spontan ein klassisches Schnitzel oder einen Braten bestellen möchte, sollte seine Erwartungshaltung anpassen und sich darüber im Klaren sein, dass das Haus teilweise auf vorproduzierte Komponenten zurückgreift.

Die Geschwindigkeit des Service wird oft als hoch beschrieben. Das kann einerseits positiv sein, weil Bestellungen zügig aufgenommen und Getränke wie Bier oder Aperitif rasch serviert werden. Gerade an gut besuchten Abenden wie Silvester empfinden viele Gäste es als angenehm, dass die Wartezeiten auf Vorspeisen und Hauptgerichte kurz sind und man nicht das Gefühl hat, übersehen zu werden. Für Menschen, die einen strukturierten Ablauf schätzen und früh mit dem Essen beginnen wollen, kann dies ein Vorteil sein.

Andererseits führt diese Geschwindigkeit gelegentlich zu Situationen, in denen Speisen und Getränke früher kommen, als es Gäste wünschen, oder Hauptgänge eines Tisches nicht ganz zeitgleich serviert werden. Wer einen sehr ruhigen, gestreckten Abend mit langen Pausen zwischen den Gängen erwartet, könnte das Tempo als etwas zu hoch empfinden. Für einen Besuch im Restaurant bietet es sich daher an, Sonderwünsche zum Serviertempo klar zu äußern und gegebenenfalls direkt nachzufragen, falls Getränke erst später gewünscht sind.

Das Preisniveau liegt – gemessen an vergleichbaren Häusern mit Tradition und Hotelanbindung – im Bereich, den viele Gäste als angemessen wahrnehmen, auch wenn einige Gerichte als eher hochpreisig beschrieben werden. Besonders kleinere Vorspeisen wie eine Karotten-Ingwer-Suppe werden von manchen Gästen als verhältnismäßig teuer empfunden. Gleichzeitig wird betont, dass Portionsgrößen bei vielen Hauptgerichten ausreichend sind und man das Lokal satt verlässt. Für Besucher, die bewusst ein traditionsreiches Haus mit Weinkarte und klassischer Küche wählen, sind die Preise meist nachvollziehbar, für sehr preisbewusste Gäste kann der Eindruck jedoch gemischt ausfallen.

Das angeschlossene Hotel ergänzt das gastronomische Angebot um eine Übernachtungsmöglichkeit direkt vor Ort. Einzelzimmer werden als ruhig, funktional und sauber beschrieben, mit sinnvollen Details wie Kleiderhaken, stabilen Kleiderbügeln sowie ausreichend Ablagefläche im Bad. Die Bäder liefern schnell warmes Wasser, und störende Geräusche – etwa durch laute Lüftungen – scheinen eher die Ausnahme zu sein. Diese pragmatische Ausstattung richtet sich vor allem an Gäste, die einen verlässlichen Ausgangspunkt suchen und im Haus sowohl Frühstück als auch weitere Mahlzeiten einnehmen möchten.

Besonders positiv fällt Hotelgästen der Empfang auf: Die Rezeption wird häufig als angenehm und freundlich beschrieben, mit einem unaufgeregten, aber zugewandten Umgangston. Für Geschäftsreisende oder Kurzurlauber, die keine Design-Highlights, sondern ein solides Stadthotel mit integriertem Restaurant suchen, kann das Steichele damit eine sinnvolle Option sein. Wer jedoch sehr moderne Zimmer mit aufwendiger technischer Ausstattung und zeitgenössischem Interieur erwartet, wird hier eher ein klassisches, teilweise etwas altmodisch anmutendes Umfeld vorfinden.

Für potenzielle Gäste, die ein typisch fränkisches Restaurant mit Weinstube und einem langen gastronomischen Hintergrund suchen, bietet das Steichele viele Argumente: eine große Speise- und Weinkarte, ein traditionelles Ambiente, eine oft freundliche Bedienung und die Möglichkeit, den Besuch mit einer Übernachtung zu verbinden. Gleichzeitig sollten Interessierte die genannten Kritikpunkte im Blick behalten – insbesondere in Bezug auf den Umgang mit Hundebesitzern, die mögliche Verwendung von Fertigprodukten bei einzelnen Gerichten und das teils sehr hohe Serviertempo. Wer seine Wahl bewusst trifft, sich gegebenenfalls vorab über die aktuelle Karte informiert und bei der Reservierung besondere Bedürfnisse anspricht, kann das Steichele als klassisches Gasthaus erleben, das seine Stärken vor allem in Atmosphäre, Weinauswahl und traditionellen Spezialitäten ausspielt.

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