Das Vierundsiebzig
ZurückDas Vierundsiebzig ist ein modernes Restaurant mit Café-Charakter, das direkt auf dem Augustinum-Campus am Stiftsbogen 74 in München angesiedelt ist und sich klar an ein gemischtes Publikum aus Bewohnern, Mitarbeitern, Klinikgästen und externen Besuchern richtet. Wer hier einkehrt, findet einen hybriden Treffpunkt, der Gastronomie, Backshop, kleinen Supermarkt und Bar in einem Konzept verbindet und damit deutlich vielseitiger ist als ein klassisches Lokal.
Schon beim Betreten fällt die offene Gestaltung mit Blick in die Küche und die Kombination aus Selbstbedienungs-Elementen und servierten Speisen auf, was dem Haus eher ein Bistro- als ein formelles Fine-Dining-Profil gibt. Viele Gäste heben die moderne, gepflegte Einrichtung und das insgesamt gemütliche Design hervor, wobei einzelne Stimmen das Ambiente kritischer sehen und es eher mit einer Kantine vergleichen, insbesondere im Vergleich zum früheren Café im Augustinum.
Die konzeptionelle Stärke liegt in der breiten Ausrichtung: Frühstück, Mittagsgerichte, Kuchen, hausgemachtes Eis, Bistroküche am Abend und ein kleines Lädchen mit Produkten der Edition Augustinum sorgen dafür, dass sich der Besuch sowohl für einen schnellen Kaffee als auch für eine komplette Mahlzeit lohnt. Wer ein vielseitiges, aber gut strukturiertes Angebot sucht, findet hier einen Ort, an dem man unterschiedliche Bedürfnisse bequem unter einem Dach abdecken kann.
Angebot von Frühstück bis Abend
Am Vormittag präsentiert sich Das Vierundsiebzig als großzügiges Café mit Backshop, in dem frische Plunderstücke, Croissants, belegte Semmeln und Brote zusammen mit hausgemachten Müslis, Joghurt mit Früchten und Obstsalat bereitstehen. Dazu gibt es frisch gebrühte Kaffeespezialitäten und eine große Teeauswahl, was das Lokal für ein ausgedehntes Frühstück oder einen kurzen Zwischenstopp gleichermaßen attraktiv macht.
Das Thema Brunch wird regelmäßig in Form von Aktionen und Gutscheinen aufgegriffen, wobei Gäste von einer angenehmen Atmosphäre und einer guten Auswahl an Frühstückskomponenten berichten. Erwähnt werden frisch zubereitete Eierspeisen, Lachs und süße Klassiker wie Kaiserschmarrn, dazu sind ein Glas Prosecco und ein Heißgetränk teils im Angebot enthalten, was den Eindruck eines wertigen, aber dennoch lockeren Brunch-Erlebnisses vermittelt.
Mittags entwickelt sich das Café zum Bistro mit täglich wechselnder Karte, die auf etwa drei bis vier Hauptgerichte ausgelegt ist. Im Mittelpunkt stehen ein buntes Salatbuffet oder große Salatteller mit variablen Toppings, verschiedene Bowls, Suppen sowie eine Auswahl an Fleisch-, Fisch- und vegetarischen Gerichten, die frisch zubereitet und optisch ansprechend präsentiert werden.
Mehrere Gäste heben hervor, dass das Essen sehr gut schmeckt, als gesund empfunden wird und das Preis-Leistungs-Verhältnis positiv auffällt, was insbesondere für regelmäßige Besucher im Umfeld der Seniorenresidenz und Klinik ein entscheidender Punkt ist. Ein Beispiel ist ein vegetarisches Vitalgericht, das als besonders schmackhaft und ausgewogen beschrieben wird und zeigt, dass die Küche bewusst auf eine moderne, leichte Linie setzt.
Nachmittags rückt der Café-Charakter wieder stärker in den Vordergrund, mit einer Auswahl an Kuchen, hausgemachtem Eis der Edition Rinoceronte sowie süßen und herzhaften Snacks. Dazu werden heiße und kalte Getränke, darunter Kaffeespezialitäten, Tee, Säfte, Smoothies und Klassiker wie Aperol Spritz oder ein Glas Prosecco, angeboten, was den Aufenthalt auch zu späterer Stunde attraktiv macht.
Qualität von Küche und Produkten
Die Küche wird von vielen Gästen für die frische Zubereitung und die kreative Zusammenstellung gelobt, wobei das Angebot deutlich über einfache Kantinenkost hinausgeht. Besonders positiv fallen die Vielfalt der täglich wechselnden Gerichte, die Integration vegetarischer und veganer Optionen sowie das reichhaltige Salatbuffet auf, die dem Wunsch nach gesunder Ernährung entgegenkommen.
Ein wiederkehrender Pluspunkt sind die Kuchen und Torten, die handwerklich solide wirken und geschmacklich überzeugen. Exemplarisch wird eine Marzipantorte hervorgehoben, die exakt nach Wunsch gestaltet wurde und als sehr gelungen beschrieben wird, was auf eine gewissenhafte Konditorei-Arbeit schließen lässt.
Auch das hausgemachte Eis wird als Besonderheit wahrgenommen, da es dem Standort ein zusätzliches Profil als Eisdiele verleiht und gerade im Sommer auf der Terrasse ein lockeres, unkompliziertes Genusserlebnis bietet. In Kombination mit dem Backshop und der Kaffeequalität ergibt sich so ein umfassendes Bild eines modernen Café-Bistros, das sich gut für Treffen, kurze Pausen und kleine Feierlichkeiten eignet.
Beim Preisniveau berichten Gäste von einem insgesamt stimmigen Verhältnis von Qualität zu Kosten. Zwar wird vereinzelt darauf hingewiesen, dass die Preise an das Umfeld einer hochwertigen Seniorenresidenz erinnern, gleichzeitig empfinden zahlreiche Besucher die Preise für die gebotene Frische und Auswahl als angemessen bis günstig.
Atmosphäre, Design und Service
Gestalterisch setzt Das Vierundsiebzig auf ein modernes, klares Design mit offenen Lüftungsrohren, viel Licht und einer Mischung aus Café- und Bistroelementen. Teile der Gäste beschreiben das Ambiente als gemütlich und edel, was besonders dann zur Geltung kommt, wenn man an der Loungebereichs-Zone oder auf der Terrasse Platz nimmt.
Gleichzeitig gibt es Stimmen, die das Raumgefühl eher nüchtern finden und aufgrund der offenen Konstruktion und der Stuhlwahl von einem Kantinenflair sprechen. Diese Wahrnehmung wird vor allem von Gästen geäußert, die das frühere Café im Augustinum als stimmungsvoller empfunden haben und den Stilwechsel zu einem funktionaleren Konzept kritisch sehen.
Der Service wird in vielen Rezensionen als freundlich, zugewandt und professionell beschrieben. Besonders positiv fällt auf, dass sich das Team auch bei höherem Gästeaufkommen Mühe gibt, Wünsche zu berücksichtigen und Sonderwünsche – etwa bei Torten oder speziellen Gerichten – umzusetzen.
Kritische Anmerkungen betreffen weniger die Freundlichkeit als vielmehr einzelne Rahmenbedingungen, etwa die ausschließliche Kartenzahlung, die von manchen Gästen als unpraktisch empfunden wird. Hier zeigt sich, dass das Konzept stark auf moderne Abläufe setzt, was für viele Besucher komfortabel ist, aber nicht für alle Zielgruppen ideal wirkt.
Nutzung, Zielgruppen und Zusatzangebote
Durch seine Lage innerhalb des Augustinum-Campus ist Das Vierundsiebzig nicht nur ein öffentlich zugängliches Restaurant, sondern zugleich integraler Bestandteil des Alltags der Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenresidenz. Das Lokal fungiert als Treffpunkt für Angehörige, Mitarbeiter, Klinikpatienten und Nachbarn aus dem Stadtteil, wodurch eine gemischte Gästestruktur entsteht, die von Jung bis Alt reicht.
Mit rund 120 Sitzplätzen im Innenbereich, einem Loungebereich und etwa 60 Plätzen auf der Terrasse können sowohl kleinere Gruppen als auch größere Runden Platz finden. Kulinarische Events wie Themenbuffets, Kochkurse oder Brunchaktionen werden regelmäßig angeboten und sprechen Gäste an, die mehr als nur ein schnelles Mittagessen suchen.
Besonders hervorzuheben ist der integrierte Mini-Laden, der ein Sortiment für den täglichen Bedarf führt und neben klassischen Artikeln auch Eigenprodukte der Edition Augustinum umfasst. Für Besucher bedeutet das, dass sie den Aufenthalt im Café bequem mit kleineren Einkäufen verbinden können, was gerade für Stammgäste aus der Umgebung einen praktischen Mehrwert bietet.
Die Ausrichtung als öffentlich zugänglicher Ort zeigt sich auch darin, dass Gäste ausdrücklich willkommen sind, die nicht im Augustinum wohnen, auch wenn sich die Preise für Bewohner und externe Besucher unterscheiden können. Diese Offenheit ermöglicht es, dass sich Das Vierundsiebzig langsam als fester gastronomischer Punkt im Umfeld etabliert.
Stärken und Schwächen im Überblick
Zu den klaren Stärken zählen die frische, abwechslungsreiche Küche und die breite Auswahl über den ganzen Tag hinweg – vom Frühstück über die Mittagszeit bis zum nachmittäglichen Kuchen- und Eisangebot sowie den Bistro- und Barbetrieb am Abend. Das Augenmerk auf vegetarische und vegane Optionen, gesunde Bowls und ein attraktives Salatbuffet passt gut zu aktuellen Ernährungsgewohnheiten und wird von vielen Gästen positiv aufgegriffen.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Verbindung aus Café, Backshop, Bar, Mini-Supermarkt und Restaurant, die den Besuch flexibel macht und unterschiedliche Bedürfnisse gleichzeitig abdeckt. Dazu kommen freundlicher Service, gute Erreichbarkeit innerhalb des Campus und barrierefreie Zugänge, was gerade für ältere oder mobilitätseingeschränkte Gäste wichtig ist.
Auf der anderen Seite gibt es kritische Rückmeldungen zur Atmosphäre, insbesondere von Gästen, die eine emotionalere, „wohnlichere“ Gestaltung erwartet haben. Begriffe wie „Kantinenflair“ zeigen, dass das klare, funktionale Design nicht alle Geschmäcker trifft und manche Besucher sich eine wärmere, individuellere Einrichtung wünschen.
Auch das Preisgefühl ist nicht völlig einheitlich: Während viele Gäste das Preis-Leistungs-Verhältnis loben, empfinden andere das Niveau in Verbindung mit dem Ambiente als etwas hoch und sehen Luft nach oben bei Portionsgröße oder Tortenstücken. Hinzu kommt, dass die ausschließliche Kartenzahlung für einige Besucher – insbesondere spontane Gäste oder ältere Menschen mit Bargeld – eine Hürde darstellen kann.
Insgesamt präsentiert sich Das Vierundsiebzig als zeitgemäßes, vielseitiges Restaurant-Café, das mit frischer Küche, einem breiten Tagesangebot und einem klar strukturierten Konzept überzeugt. Wer ein traditionell-romantisches Lokal sucht, wird sich hier möglicherweise weniger angesprochen fühlen, doch für Gäste, die Wert auf gesunde Gerichte, verlässliche Qualität und ein unkompliziertes Umfeld legen, kann Das Vierundsiebzig eine interessante Adresse sein.