Hornfischbar
ZurückDie Hornfischbar auf der Pomeria ist ein ungewöhnliches Gastronomie‑Konzept: Statt eines klassischen Lokals erwartet Gäste ein umgebauter Kutter, auf dem eine kleine Kombüse frische, saisonale Gerichte mit klarer Ausrichtung auf Fisch und regionale Produkte zubereitet.
Viele Besucher schätzen die Mischung aus entspanntem Schiffcharme und durchdachter Küche, die klassische norddeutsche Gerichte neu interpretiert und mit modernen Akzenten verbindet.
Im Mittelpunkt stehen eindeutig die Fischgerichte: Immer wieder wird hervorgehoben, wie knusprig die Backteige ausfallen, wie zart die Filets bleiben und wie stimmig Beilagen wie Bratkartoffeln, Kartoffelkrusten oder Gemüse abgestimmt sind.
Gerichte wie Seelachsfilet unter Kartoffelkruste, Zanderfilet mit Bandnudeln und Kräutersaitlingen, Lachs mit Reibekuchen oder der Greifswalder Pannenfisch zeigen, dass hier bewusst mit Texturen und Aromen gearbeitet wird, statt einfach nur Standards zu servieren.
Besonders positiv fällt vielen Gästen auf, dass Fischspezialitäten nicht nur aufwendig angerichtet werden, sondern auch als unkomplizierte Angebote wie das häufig gelobte Fischbrötchen erhältlich sind, das einige Besucher sogar als eines der besten an der Ostsee bezeichnen.
Die Speisekarte der Hornfischbar wirkt auf den ersten Blick eher kompakt, bietet aber eine breite Palette an Optionen: Neben klassischen Fischgerichten erscheinen auch Suppen, Salate, vegetarische Varianten, Couscous‑ und Pastagerichte, deutsche Spezialitäten wie Labskaus sowie Beilagen von Bratkartoffeln bis Pommes frites.
Die Ausrichtung auf saisonalen Fisch und Gemüse aus der Region sorgt dafür, dass sich das Angebot im Laufe des Jahres verändern kann, was Stammgäste zu schätzen wissen, weil sich auch bei wiederholten Besuchen neue Kombinationen entdecken lassen.
Gäste erwähnen häufig eine sehr aromatische Fischsuppe, die sich unter Kennern zu einer Art Geheimtipp entwickelt hat und von einigen als beste im langjährigen Vergleich beschrieben wird.
Gleichzeitig wird die Preisspanne von vielen als stimmig für die gebotene Qualität beschrieben: Ein Zandergericht im mittleren zweistelligen Bereich wird etwa als angemessen wahrgenommen, wenn Frische, Garpunkt und Gesamtkomposition überzeugen.
Wer auf vegetarische Komponenten Wert legt, findet in der Hornfischbar ebenfalls passende Angebote, etwa Gemüsegerichte, vegetarische Suppen oder Beilagenkombinationen, sodass auch Gruppen mit unterschiedlichen Ernährungsstilen gemeinsam essen können.
Ambiente und Service an Bord
Das Ambiente ist einer der Gründe, warum viele Gäste die Hornfischbar als bevorzugten Ort für ein entspanntes Abendessen oder einen besonderen Anlass auswählen: Das Schiff liegt im Museumshafen, die Plätze an Deck ermöglichen freien Blick auf das Wasser, während innen eine warme, teilweise rustikale Atmosphäre mit Kerzenlicht und Kamin beschrieben wird.
Mehrere Berichte heben hervor, dass ein Dinner bei Kerzenschein und Kaminwärme eine fast wohnzimmerartige Stimmung erzeugt, die gut zu einem Abend zu zweit oder kleinen Feiern passt.
Die Einrichtung wird dabei als liebevoll, aber nicht überladen beschrieben, mit Fokus auf Holz, maritimen Details und gemütlich arrangierten Tischen; das Team inszeniert das Schiff bewusst als eigenständigen Charakter und nicht nur als bloße Kulisse.
Beim Service verweisen viele Bewertungen auf ein junges, engagiertes und freundliches Team, das mit spürbarer Freude bei der Sache ist, Gäste persönlich begrüßt und häufig individuelle Wünsche berücksichtigt.
Positiv hervorgehoben wird immer wieder, dass sich Mitarbeiter auch dann um Lösungen bemühen, wenn es voll ist – etwa indem trotz ausgebuchter Reservierungen noch Zeitfenster von rund anderthalb Stunden organisiert werden oder kleine Entschädigungen angeboten werden, wenn etwas nicht optimal läuft.
Gleichzeitig zeigen einige Erfahrungen auch die Grenzen eines populären Schiff‑Restaurants: Zu Hauptzeiten wirkt das Team teilweise überlastet, Wartezeiten auf das Essen können eine Stunde erreichen und nicht jeder Gast empfindet Kommunikation und Organisation in stressigen Situationen als souverän.
Stärken der Küche
Die größte Stärke der Hornfischbar ist aus Kundensicht die konsequente Ausrichtung auf frische Fischküche, die norddeutsche Tradition und zeitgemäße Gastrokonzepte verbindet.
Immer wieder werden die hohe Qualität der Fischfilets, die knusprigen Krusten und stimmig abgestimmte Saucen genannt, wobei Gerichte wie Pannenfisch, Zander oder Seelachs besonders häufig positiv auffallen.
Ein Beispiel dafür ist der Backfisch mit luftiger Kruste, den Gäste als saftig, aromatisch und handwerklich sehr sauber zubereitet beschreiben; die Kombination mit Beilagen wie Bratkartoffeln oder Gurken‑Dill‑Komponenten ergänzt die Texturen stimmig.
Die oft genannten Fischbrötchen zeigen eine andere Seite des Konzepts: Sie bedienen den schnellen Hunger, ohne das Qualitätsversprechen der Küche zu unterlaufen, und werden auch außerhalb der regulären Kernzeiten angeboten, wenn es der Ablauf zulässt.
Viele Besucher loben zudem das Preis‑Leistungs‑Verhältnis: Zwar handelt es sich nicht um ein günstiges Schnellimbiss‑Angebot, doch die Portionen, der Anspruch an Frische und die Zubereitung auf einem Restaurantschiff rechtfertigen aus Sicht zahlreicher Bewertungen das Niveau.
Ein weiterer Pluspunkt ist die gewisse Experimentierfreude: Neben norddeutschen Klassikern tauchen auf der Karte auch Elemente wie Couscous, Pasta oder reinterpretierte Hausmannskost auf, wodurch sich der Besuch auch für jene lohnt, die Fisch nicht in seiner traditionellsten Form bevorzugen.
Kritikpunkte und Schwachstellen
So positiv die meisten Rückmeldungen ausfallen, zeigt der Blick auf Online‑Bewertungen auch einige wiederkehrende Kritikpunkte, die Interessenten kennen sollten.
Ein häufig genannter Aspekt sind Wartezeiten: Gerade abends und in der Hochsaison kann es vorkommen, dass Gerichte erst nach längerer Zeit serviert werden, was teilweise mit der kleinen Kombüse und der begrenzten Platzsituation an Bord begründet wird.
Manche Gäste berichten, dass der Service bei Vollauslastung nicht mehr so aufmerksam wirkt wie zu ruhigeren Zeiten, Bestellungen verzögert aufgenommen werden oder Nachfragen nach Getränken etwas dauern.
Einzelne Bewertungen kritisieren zudem Unstimmigkeiten in der Portionierung: In seltenen Fällen wurden etwa Beilagen oder Saucen als zu knapp bemessen wahrgenommen, was bei Gerichten wie Pannenfisch dazu führte, dass das Gericht als trocken empfunden wurde.
Auch organisatorische Probleme kommen vor: So wird von mindestens einem Gast berichtet, dass eine reservierte Tafel kurzfristig anderweitig vergeben wurde, was gerade bei Anlässen wie Geburtstagen als deutliches Minus beim Serviceverständnis aufgefasst wird.
Diese Kritik bleibt zwar in der Minderheit gegenüber den vielen positiven Stimmen, verdeutlicht aber, dass der Betrieb stark von Tagesform, Auslastung und Teamstärke abhängt – wer ein voll durchgeplantes Abendprogramm erwartet, sollte rechtzeitig reservieren und etwas Flexibilität einplanen.
Geeignetes Publikum und Anlass
Die Hornfischbar eignet sich besonders für Gäste, die bewusst nach einem charaktervollen Ort für Fischgerichte suchen und das Erlebnis auf einem Schiff höher gewichten als eine makellos standardisierte Ablauforganisation.
Paare schätzen die stimmungsvolle Abendatmosphäre mit Kerzenlicht, Kamin und Blick aufs Wasser, während Familien die entspannte Stimmung und die Möglichkeit zu unkomplizierten Speisen wie Fischbrötchen oder einfachen Kindergerichten hervorheben.
Reisegruppen und Durchreisende nutzen das Schiff gern als Zwischenstopp für ein Mittagessen oder einen frühen Abendimbiss, zumal das Restaurant in diversen Stadt‑ und Reiseempfehlungen als Adresse für frische Fischküche in Greifswald genannt wird.
Für streng zeitgebundene Anlässe mit größeren Gruppen – etwa Geburtstage mit festem Programmpunkt – ist es wichtig, die Reservierung gut abzusprechen und nach Möglichkeit klare Absprachen zur Dauer zu treffen, um Missverständnisse zu vermeiden.
Auch Hundebesitzer berichten, dass sie an Bord willkommen geheißen wurden, was die Hornfischbar für Reisende mit Vierbeinern zusätzlich attraktiv macht, solange sich alle an die Fair‑Play‑Regeln halten.
Tipps für den Besuch
Wer die Hornfischbar kennenlernen möchte, sollte nach Möglichkeit einen Tisch reservieren, insbesondere in der Saison und rund um die klassischen Abendzeiten, da das Restaurantschiff regelmäßig sehr gut besucht ist.
Zeitliche Flexibilität zahlt sich aus: Gäste, die nicht genau zum Hauptansturm erscheinen, berichten häufig von entspannterem Service und kürzeren Wartezeiten, während zur Peak‑Zeit Geduld gefragt sein kann.
Es lohnt sich, den Schwerpunkt auf die Fischgerichte zu legen und je nach persönlichem Geschmack sowohl die klassischeren Varianten als auch die kreativeren Neuinterpretationen zu probieren – vom Fischbrötchen über Fischsuppe bis hin zu aufwendig angerichteten Filets.
Besucher, die zum ersten Mal kommen, profitieren davon, das Team direkt auf Empfehlungen anzusprechen: Häufig werden Tagesgerichte oder besonders frische Fänge angeboten, die so nicht prominent auf der Karte stehen, aber den Charakter der Küche gut widerspiegeln.
Wer empfindlich auf längere Wartezeiten reagiert, sollte Snacks oder Vorspeisen einplanen und den Aufenthalt bewusst als gemütlichen Abend auf einem Schiff verstehen, statt als schnell getakteten Restaurantbesuch.
Fazit aus Kundensicht
In der Gesamtschau entsteht das Bild eines eigenständigen Restaurantschiffs, das sich vor allem durch seine Fischküche, das besondere Ambiente und ein motiviertes Team profiliert, gleichzeitig aber mit typischen Herausforderungen eines kleinen, beliebten Betriebs kämpft.
Wer bereit ist, kleineren Unwägbarkeiten wie möglicher Wartezeit oder engem Raum an Bord mit Gelassenheit zu begegnen, erlebt hier oft sehr gut abgestimmte Gerichte, stimmige Getränkeauswahl von Bier bis Wein und eine Atmosphäre, die viele Gäste nachhaltig in Erinnerung behalten.
Für potenzielle Besucher, die nach einem Ort suchen, an dem frischer Fisch und persönliche Gastronomie im Mittelpunkt stehen, bietet die Hornfischbar auf der Pomeria eine charakterstarke Adresse, deren Stärken klar bei Produktqualität, Kreativität und Lage liegen, während Organisation und Konstanz – je nach Tag – etwas schwanken können.