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Kasino am UKE – Mitarbeiterrestaurant

Kasino am UKE – Mitarbeiterrestaurant

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Martinistraße 52, 20251 Hamburg, Deutschland
Restaurant
8 (257 Bewertungen)

Das Kasino am UKE – Mitarbeiterrestaurant in der Martinistraße 52 in Hamburg gehört seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Ursprünglich als Betriebsrestaurant für das Klinikpersonal gedacht, hat es sich im Laufe der Zeit zu einem Ort entwickelt, an dem Studierende, Mitarbeitende und gelegentlich auch externe Besucher ihre Mittagszeit verbringen. Das Konzept ist eine Mischung aus funktionaler Kantine und modernem Restaurant – mit wechselnden Tagesgerichten, einer Pasta-Bar, frischen Salaten und regelmäßigem Angebot an vegetarischen und veganen Speisen.

Ambiente und Konzept

Das Kasino besticht durch seine schlichte, aber helle Gestaltung. Die Räumlichkeiten sind groß, aber in Stoßzeiten wirkt es schnell überfüllt – besonders zur Mittagszeit, wenn Mitarbeitende aus allen Klinikbereichen gleichzeitig anstehen. Der Geräuschpegel steigt dann merklich, was eine ruhige Pause oft schwierig macht. Dennoch herrscht eine lebendige, kollegiale Atmosphäre, die viele Besucher als positiv beschreiben. Das Selbstbedienungssystem sorgt für schnellen Ablauf, allerdings verleitet es auch zu Hektik, insbesondere an Tagen mit großem Besucherandrang.

Einige Gäste bemängeln die teils unübersichtliche Organisation: Schlangen an verschiedenen Stationen – etwa an der Nudeltheke oder bei der Warmausgabe – führen zu Verwirrung darüber, wo man sich am besten anstellt. Gleichzeitig ist der Kassenvorgang effizient, und das Personal wird in den meisten Bewertungen als freundlich, hilfsbereit und geduldig beschrieben, auch wenn der Stress in Stoßzeiten unvermeidlich ist.

Qualität des Essens

Über die Qualität der Speisen gehen die Meinungen auseinander. Viele loben die abwechslungsreiche Küche und die deutlichen Bemühungen, gesunde Ernährung auch in einem Großbetrieb zu ermöglichen. Es gibt täglich mehrere Gerichte, von traditionellen Klassikern wie Schnitzel mit Kartoffelsalat bis hin zu internationalen Gerichten mit Curry, Kokos oder Chili. Diese Vielfalt hebt das Kasino von typischen Kantinen ab und ist für Studierende wie Mitarbeitende ein Pluspunkt.

Allerdings berichten Stammgäste auch von deutlichen Qualitätsschwankungen. Während manche Gerichte überraschend fein abgeschmeckt sind, wirken andere hastig zusammengestellt. Besonders die Pastasaucen werden häufig als zu dünn oder geschmacklich zu neutral beschrieben. Suppen neigen mitunter zur Belanglosigkeit, während Fleischgerichte und vegetarische Alternativen oft solide, aber inkonstant bewertet werden.

Was viele schätzen, ist das Verhältnis von Preis und Leistung: Im Vergleich zu klassischen Restaurants in Hamburg bleibt das Angebot erschwinglich. Die günstigeren Gerichte bewegen sich auf einem Preisniveau, das für Studierende gut tragbar ist. Allerdings gibt es Stimmen, die meinen, dass die Portionsgrößen schwanken – mal üppig, mal knapp bemessen. Diese Unregelmäßigkeit sorgt bei manchen Gästen für Frust, besonders wenn hungrige Besucher nach der Mahlzeit das Gefühl haben, nicht satt geworden zu sein.

Besondere Angebote

Ein wiederkehrender Pluspunkt ist das Buffet-ähnliche Salat- und Pastaangebot, das Frische in den Alltag bringt. Ebenso geschätzt: zwei mögliche Desserts zur Auswahl, die Abwechslung schaffen und das Menü abrunden. Besonders beliebt sind die selbst zubereiteten Nachspeisen und süßen Kleinigkeiten, die auch optisch ansprechend präsentiert werden. Es gibt regelmäßig Sonderaktionen, etwa Themenwochen mit mediterraner oder asiatischer Küche, die das kulinarische Angebot erweitern.

Service und Organisation

Die Mitarbeitenden des Kasinos werden überwiegend als freundlich und bemüht um reibungslose Abläufe beschrieben. Trotz der hohen Besucherzahl gelingt es dem Team meist, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Kritik erhält das Kasino jedoch für zeitweise fehlende Übersicht im Servicebereich: falsche Bestellungen, vergessene Beilagen oder kaltes Essen kommen laut einigen Gästen vor. Hier wäre eine klarere Organisation zwischen Küche und Ausgabe wünschenswert.

Hervorzuheben ist, dass das Kasino auch Barrierefreiheit bietet – der Zugang ist rollstuhlgerecht, was die Einrichtung für alle Mitarbeitenden des UKE zugänglich macht. Die Sauberkeit im Gastraum wird regelmäßig gelobt, auch wenn in Stoßzeiten die Tische nicht immer sofort abgeräumt werden können.

Vorzüge

  • Große Auswahl an täglich wechselnden Gerichten und Salaten.
  • Faire Preise im Vergleich zu umliegenden Restaurants.
  • Freundliches, langjährig eingespieltes Personal.
  • Moderne, helle Atmosphäre mit Selbstbedienungskonzept.
  • Vegetarische und vegane Optionen, Gesundheitsbewusstsein im Fokus.

Nachteile

  • Deutliche Qualitätsschwankungen zwischen den Gerichten.
  • Portionsgrößen nicht immer konsistent.
  • An starken Besuchstagen lange Wartezeiten und hoher Lärmpegel.
  • Einige Gerichte geschmacklich unausgewogen oder zu experimentell.
  • Serviceprobleme bei starkem Andrang.

Besonderheiten und Zielgruppe

Das Kasino am UKE bleibt in seinem Charakter eine Mitarbeiterkantine – effizienzorientiert, preisbewusst, aber mit Ambitionen, die Erwartungen an ein einfaches Mitarbeiterrestaurant zu übertreffen. Die Zielgruppe sind in erster Linie Angestellte und Studierende des Klinikums, doch auch Besucher können hier essen. Viele loben die Möglichkeit, für wenig Geld ein warmes, nahrhaftes Mittagessen zu erhalten, ohne das Gelände verlassen zu müssen.

Der kulinarische Stil ist pragmatisch, gelegentlich innovativ, manchmal aber zu ambitioniert für den Rahmen. Besonders die Experimentierfreudigkeit – Kombinationen aus Curry, Linsen, Kokos oder mediterranen Zutaten – sorgt für Abwechslung, spaltet jedoch die Meinungen. Während die einen den Mut zur Kreativität schätzen, empfinden andere die Mischung als ziellos. Diese Spontanität ist wohl Teil des Gesamtkonzepts: kein starres Menü, sondern dynamische, wechselnde Küche mit Überraschungen – manchmal gelungen, manchmal weniger.

Erfahrungen von Gästen

Langjährige Besucher betonen, dass sich die Qualität über die Jahre gewandelt hat. Früher galt das Kasino als Geheimtipp für gutes, ehrliches Kantinenessen. In den letzten Jahren wird häufiger kritisiert, dass Experimentierfreude über Geschmackssicherheit gestellt wird. Dennoch bleibt der Andrang groß – ein Zeichen dafür, dass das Verhältnis von Preis und Angebot vielen immer noch zusagt. Gerade Mitarbeitende mit wenig Zeit oder langen Schichten schätzen die Zuverlässigkeit, mittags oder nach dem Dienst etwas Warmes zu bekommen.

Einige Gäste wünschten sich mehr Fokus auf bewährte Gerichte und klare Strukturen, statt ständig wechselnder Rezepte. Andere sehen gerade darin den Reiz: kein Tag gleicht dem anderen, und auch wenn nicht alles perfekt gelingt, bleibt es abwechslungsreich.

Fazit der Eindrücke

Das Kasino am UKE ist weder ein klassisches Restaurant noch eine gewöhnliche Kantine. Es versucht, eine Brücke zwischen Effizienz und Genuss zu schlagen. Mit saisonalen Angeboten, frischen Zutaten und einem engagierten Team gelingt das oft sehr gut, gelegentlich verliert sich die Küche aber in überambitionierten Ideen. Geschmacklich bleibt es eine Wundertüte – von wirklich gelungenen, hausgemacht wirkenden Gerichten bis zu Experimenten, die man nur einmal probiert.

Für Mitarbeitende des Klinikums ist das Kasino ein unverzichtbarer Bestandteil des Arbeitsalltags. Wer ein ehrliches, preiswertes Mittagessen sucht und kleine Unregelmäßigkeiten tolerieren kann, wird hier weiterhin zufrieden essen. Feinschmecker auf der Suche nach gehobener Kulinarik sollten allerdings ihre Erwartungen an den Rahmen einer Großküche anpassen.

Das Mitarbeiterrestaurant bleibt trotz Kritikpunkten ein lebendiger Treffpunkt für das UKE – ein Ort, an dem Essen nicht nur Versorgung, sondern Teil der gemeinsamen Pause ist. Zwischen hektischen Arbeitstagen, Lehrveranstaltungen und Klinikbetrieb bietet das Kasino Momente der Gemeinschaft – manchmal mit perfekter Mahlzeit, manchmal mit ironischem Lächeln über das, was auf dem Teller liegt.

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