Startseite / Restaurants / Kiefernklause

Kiefernklause

Zurück
Ummelner Str. 80, 33803 Steinhagen, Deutschland
Bar Biergarten Kneipe Restaurant Veranstaltungsraum
8.8 (69 Bewertungen)

Die Kiefernklause an der Ummelner Straße 80 in Steinhagen ist keine klassische Gaststätte, wie viele sie erwarten, sondern ein Ort, der über Jahre als Mischung aus Szene-Treffpunkt, Musiklokal und Nachbarschaftsbar gewachsen ist. Wer hierher kommt, sucht weniger ein standardisiertes Restaurant-Erlebnis, sondern eher Atmosphäre, Subkultur und persönliche Kontakte. Die Adresse ist vielen Musikfans und Stammgästen ein Begriff, selbst wenn der laufende Betrieb heute nicht mehr so regelmäßig stattfindet wie früher.

Früher war die Kiefernklause vor allem als gemütliche Kneipe mit angeschlossenem Biergarten bekannt, in der Gäste ein einfaches Getränkesortiment, entspannte Stimmung und eine sehr persönliche Betreuung erleben konnten. Besucher berichten von einem Chef, der präsent war, sich Zeit für Gespräche nahm und zusammen mit einem kleinen Team „mit Herz und Liebe“ geführt hat. Statt anonymem Massenbetrieb stand hier eine persönliche, fast familiäre Atmosphäre im Vordergrund.

Ein besonderes Merkmal der Kiefernklause war der starke Fokus auf Live-Musik. Während in vielen Restaurants Hintergrundmusik nur beiläufig läuft, standen hier Konzerte im Mittelpunkt. Internationale Bands, unter anderem aus Australien, den USA oder Großbritannien, traten auf der kleinen Bühne auf. Die Musikrichtungen reichten von Funk bis Folk, und genau diese Bandbreite zog ein Publikum an, das bewusst nach alternativen Veranstaltungen jenseits des Mainstreams suchte.

Das Ambiente wurde häufig mit einem Flair der 50er-Jahre beschrieben: Retro-Elemente, liebevoll gestaltete Details und eine Einrichtung, die eher an ein Wohnzimmer als an eine standardisierte Bar erinnerte. Für Gäste, die Wert auf Individualität legen, war das ein klarer Pluspunkt. Gleichzeitig bedeutet diese bewusst unperfekte, nostalgische Gestaltung, dass man hier keine hochmoderne Design-Location erwarten sollte. Wer Minimalismus und Hochglanz bevorzugt, könnte sich mit der optischen Erscheinung schwerer anfreunden.

Die Kiefernklause wird nicht selten als Ort für subkulturelle Veranstaltungen beschrieben. Dazu gehörten Konzerte, kleinere Events und Treffen einer Szene, die sich wohler in einer ungezwungenen KneipenAtmosphäre fühlt als in einer klassischen Restaurantumgebung. Für viele Gäste war das ein wichtiger Kontrast zu üblichen Angeboten, in denen es hauptsächlich um Speisen, schnelle Bewirtung und standardisierte Abläufe geht. Hier stand das Erlebnis der gemeinsamen Zeit im Vordergrund – inklusive Gespräche an der Theke, spontaner Begegnungen und langer Abende.

Ein weiterer Pluspunkt, der immer wieder hervorgehoben wird, ist die Stimmung während der Veranstaltungen. Gäste beschreiben eine „mega“ Stimmung, ohne Stress, ohne aufdringliche Regeln und mit einer Musikauswahl, die viele als „einfach Hammer“ empfanden. Gerade für Besucher, die gezielt nach Live-Musik in kleinem Rahmen suchen, war die Kiefernklause eine Alternative zu großen Hallen oder Festivals. Das intime Setting mit kurzen Wegen zwischen Bühne und Publikum sorgte dafür, dass Konzerte sich fast so anfühlten, als würde die Band im eigenen Wohnzimmer spielen.

Allerdings ist die Kiefernklause aus heutiger Sicht nicht mehr im gleichen Umfang aktiv, wie es die älteren Erfahrungen vermuten lassen. Es wird davon berichtet, dass der Ort aktuell nicht mehr regulär betrieben wird und eher als spannende Location für besondere Anlässe oder etwa ein Videoprojekt dienen könnte. Für potenzielle Gäste bedeutet das: Man sollte nicht davon ausgehen, jederzeit spontan als Laufkundschaft hereinschneien zu können, wie man es von einer durchgehend geöffneten Gaststätte oder einem Restaurant gewohnt ist.

Diese eingeschränkte oder unregelmäßige Nutzung hat direkte Auswirkungen auf die Planung. Wer die Kiefernklause besuchen möchte, sollte sich rechtzeitig informieren, ob derzeit Veranstaltungen geplant sind, ob ein Konzertabend stattfindet oder ob die Räumlichkeiten eventuell für ein privates Event zur Verfügung stehen. Das macht das Angebot weniger berechenbar, erzeugt aber gleichzeitig eine gewisse Exklusivität: Jeder geöffnete Abend wird zu etwas Besonderem, statt zu einem austauschbaren Standardbesuch.

Beim Thema Gastronomie darf man die Kiefernklause nicht mit einem vollwertigen Speiselokal verwechseln. Sie ist als Bar beziehungsweise Kneipe klassifiziert, in der vor allem Getränke im Vordergrund stehen – insbesondere Bier und Wein. Wer eine umfangreiche Speisekarte mit mehreren Gängen, Degustationsmenüs oder gehobener Küche sucht, wird hier eher nicht fündig. Die Lage in einer Region mit vielen anderen Restaurants und Gasthäusern erlaubt es jedoch, den Besuch in der Kiefernklause gut mit einem Essen anderswo zu kombinieren und danach den Abend bei Musik und Getränken ausklingen zu lassen.

Für alle, die vorrangig eine klassische Restauranterfahrung mit Fokus auf Speisen suchen, ist die Kiefernklause daher nur bedingt geeignet. Die Stärken liegen klar bei Atmosphäre, Musik und Szenecharakter. Gäste, die bewusst wegen der Konzerte kommen, ordnen das kulinarische Angebot meist dem Gesamterlebnis unter. Wer sich damit arrangieren kann, findet hier einen Ort, an dem weniger die Küche, sondern eher das gemeinschaftliche Erlebnis und der individuelle Stil im Vordergrund stehen.

Die Preisgestaltung wurde in der Vergangenheit als moderat wahrgenommen. Das Preisniveau passt zu einer unkomplizierten Kneipe mit Live-Musik und nicht zu einem gehobenen Restaurant. Gerade bei Veranstaltungen ist vielen Gästen wichtig, dass Getränke erschwinglich bleiben, damit ein kompletter Abend mit Eintritt, Musik und mehreren Runden an der Theke finanziell im Rahmen bleibt. Auch hier zeigt sich der Anspruch, ein Ort für unterschiedliche Zielgruppen zu sein – nicht nur für ein exklusives Publikum.

Beim Service fällt auf, dass in den Rückmeldungen immer wieder von angenehmen, freundlichen Mitarbeitenden die Rede ist. Der Ton ist persönlich, nicht distanziert. In einer kleinen Location fällt guter Service besonders auf, aber ebenso jeder Patzer. Dass der Service dennoch wiederholt positiv erwähnt wird, spricht dafür, dass sich Gäste ernst genommen und gut betreut fühlen. Wer eine eher nüchterne, formelle Bedienung bevorzugt, wird hier möglicherweise überrascht – der Stil ist direkter und näher am Stammgastprinzip.

Die räumlichen Gegebenheiten bringen sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Die überschaubare Größe sorgt für Nähe zur Bühne, kurze Wege und eine dichte Stimmung. Gleichzeitig kann es bei vollen Veranstaltungen schnell eng werden. Wer eine ruhige Ecke zum Zurückziehen sucht, wird an Konzertabenden nicht unbedingt fündig. Gerade in Verbindung mit Live-Musik sollte man sich darauf einstellen, dass Gespräche zeitweise in den Hintergrund treten und der Fokus klar auf der Performance liegt.

Ein weiteres Thema ist die Zielgruppe. Die Kiefernklause richtet sich ausdrücklich an Menschen, die subkulturelle Veranstaltungen schätzen, gerne Live-Musik hören und sich in einem alternativen Umfeld wohlfühlen. Familien, die ein ruhiges Abendessen mit Kindern in einem Restaurant planen, sind hier weniger richtig. Für Musikbegeisterte, junge und junggebliebene Erwachsene, die Spontanität und Szeneanschluss suchen, bietet der Ort dafür genau die passende Mischung aus Lockerheit, Musik und persönlicher Ansprache.

Aus Sicht potenzieller Gäste lässt sich die Kiefernklause wie folgt einordnen: Wer ein standardisiertes Restaurant mit berechenbarer Küche, klaren Öffnungszeiten und formeller Atmosphäre erwartet, wird möglicherweise enttäuscht. Wer hingegen Live-Musik, unkomplizierte Barkultur, ein gewisses Retro-Flair und eine alternative Szene zu schätzen weiß, findet hier einen Ort, an den man sich gerne erinnert. Dabei sollte man berücksichtigen, dass die aktive Nutzung in letzter Zeit abgenommen hat und der Betrieb nicht mehr im gleichen Maß wie früher stattfindet.

Positiv hervorzuheben sind vor allem die besondere Atmosphäre, die starke Ausrichtung auf Live-Musik in kleinem Rahmen, die freundliche Betreuung und der Charakter als Treffpunkt für subkulturelle Veranstaltungen. Weniger stark ist die Kiefernklause im Hinblick auf klassische Restaurantkriterien wie Speisenauswahl, durchgängig planbare Öffnungszeiten oder eine konsequent professionelle Inszenierung im Sinne eines modernen Gastronomiekonzepts. Wer seine Erwartungen entsprechend justiert, kann hier jedoch einen sehr intensiven, persönlichen und unkonventionellen Abend erleben.

Für viele war und ist die Kiefernklause mehr als nur eine Kneipe: ein Ort, an dem man regelmäßig zu Konzerten geht, sich mit bekannten Gesichtern trifft und die Distanz zwischen Bühne und Publikum fast verschwindet. Auch wenn der laufende Betrieb heute reduzierter erscheint, bleibt der Name für viele Gäste mit besonderen Abenden, guter Musik und einer Stimmung verbunden, die sich in großen, anonymen Restaurants kaum reproduzieren lässt.

Weitere Geschäfte, die Sie interessieren könnten

Alle anzeigen