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Lima Restaurant

Lima Restaurant

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Schwanthalerstraße 80, 80336 München, Deutschland
Bar Biergarten Peruanisches Restaurant Restaurant
9.8 (228 Bewertungen)

Das Lima Restaurant in der Schwanthalerstraße 80 präsentiert sich als familiengeführtes spanisch‑peruanisches Lokal, das bewusst auf große Bühne verzichtet und sich ganz auf solides Handwerk und authentische Küche konzentriert. Die Mischung aus peruanischen Spezialitäten und spanischen Klassikern spricht Gäste an, die neue Geschmacksrichtungen suchen, aber zugleich vertraute Gerichte wie Paella und Tapas schätzen. Wer ein Restaurant mit persönlicher Handschrift und klar erkennbarem Konzept sucht, findet hier eine interessante Adresse, sollte jedoch einige Eigenheiten des Hauses kennen, bevor er sich entscheidet.

Der Gastraum erinnert eher an ein einfaches Vereinslokal, mit Holztischen, Stühlen und Bänken, dezent dekoriert mit Girlanden und Masken, die an die Herkunft der Betreiberfamilie erinnern. Einige Gäste empfinden diese Schlichtheit als charmant und passend zu einem bodenständigen Familienrestaurant, andere hätten sich eine modernere Gestaltung und bequemere Lösungen für Garderobe und Stauraum gewünscht. Da es keine ausgewiesene Garderobe gibt, landen Winterjacken häufig über den Stuhllehnen, was den Raum enger wirken lassen kann. Wer besonderen Wert auf stilvolles Ambiente legt, sollte wissen, dass hier eher Gemütlichkeit und Nähe zur Küche im Mittelpunkt stehen als Design.

Beim Blick in die Karte wird deutlich, dass das Lima Restaurant auf die Verbindung von spanischer und peruanischer Küche setzt. Typische spanische Tapas wie Patatas Bravas, Pimientos oder Albondigas teilen sich die Karte mit peruanischen Gerichten wie Ceviche, Papa Huancaína und Anticuchos. Die Auswahl ist für ein mittelgroßes Lokal beachtlich, ohne überladen zu wirken, und ermöglicht es, sowohl klassisch spanisch als auch deutlich peruanisch zu essen. Für viele Gäste ist genau diese Kombination der Hauptgrund für den Besuch, weil sich hier in einem einzigen Lokal zwei Küchenrichtungen probieren lassen, die in München nicht an jeder Ecke zu finden sind.

Besonders hervorgehoben wird von zahlreichen Gästen das Ceviche, das in verschiedenen Varianten angeboten wird und in Frische und Säure gut ausbalanciert sein soll. Wer Fisch und Meeresfrüchte schätzt, findet neben Ceviche auch gemischte Fischplatten, gegrillten Fisch und Gerichte, bei denen Meeresfrüchte mit typisch peruanischen Marinaden kombiniert werden. Für viele ist dies ein Grund, das Lima als Fischrestaurant weiterzuempfehlen, zumal die Portionen meist als ausreichend und die Anrichtung als ansprechend beschrieben wird. Gleichzeitig zeigen einzelne Rückmeldungen, dass die Erwartungen an die Präsentation bei einem Preisniveau wie hier durchaus unterschiedlich ausfallen können.

Auf der spanischen Seite der Karte stehen neben Tapas vor allem Paella und weitere mediterrane Klassiker im Vordergrund. Die Paella wird von vielen Besuchern als besonders gelungen eingefordert, einige sprechen sogar von der besten Paella, die sie außerhalb Spaniens gegessen haben. Das Gericht ist reich belegt, gut gewürzt und überzeugt Gäste, die speziell nach einem spanischen Restaurant mit solider Paella suchen. Allerdings gibt es auch Stimmen, die zwar die Qualität der Paella als gut bezeichnen, aber nicht den besonderen „Wow‑Effekt“ sehen, den sie aufgrund der sehr positiven Bewertungen erwartet hatten.

Die peruanische Seite der Küche lebt insbesondere von herzhaften Fleischgerichten und kräftigen Saucen. Anticuchos – marinierte Kalbsherzspieße vom Grill – werden beispielsweise als geschmacklich intensiv und trotzdem zart beschrieben, kombiniert mit Kartoffeln und Salat. Hinzu kommen peruanische Vorspeisen mit Chili‑Käse‑Saucen, Kartoffeln und Eiern sowie Hauptgerichte mit Rind, die häufig mit Koriander, Chili und Sojasauce arbeiten. Wer typische Gerichte der Andenregion kennenlernen möchte, erhält hier einen Einblick in die Vielfalt einer Küche, die schärfeaffin, aber nicht übertrieben scharf ist. Für Gäste, die zum ersten Mal peruanisch essen, bietet sich die Kombination aus mehreren Vorspeisen als Einstieg an.

Das Getränkeangebot passt zur Ausrichtung des Hauses: Neben Wein und Bier stehen Cocktails im Mittelpunkt, die vor allem am Abend gerne bestellt werden. Mehrere Gäste heben hervor, dass die Cocktails nicht nur großzügig bemessen, sondern auch sorgfältig gemixt sind und gut zu den würzigen Speisen passen. Für Besucher, die einen entspannten Abend mit Essen und Drinks planen, ist dies ein Pluspunkt, insbesondere im Vergleich zu anderen Bars und Lokalen, die zwar Getränke bieten, aber kulinarisch weniger eigenständig sind. Gleichzeitig sollte man beachten, dass Cocktails den Rechnungsbetrag spürbar erhöhen können, sodass der Besuch preislich schnell in einem mittleren bis etwas höheren Bereich landet.

Ein immer wieder genannter Vorteil des Lima Restaurants ist die familiäre Führung. Eine spanisch‑peruanische Familie kümmert sich sowohl um Küche als auch um Service, was sich in der persönlichen Art vieler Begegnungen widerspiegelt. Freunde persönlicher, direkter Betreuung fühlen sich dadurch häufig gut aufgehoben, manche Gäste berichten von herzlichen Gesprächen und kompetenten Empfehlungen zu Speisen und Getränken. Gerade Stammkunden betonen, dass die Atmosphäre warmherzig sein kann, wenn der Betrieb nicht vollständig ausgelastet ist.

Gleichzeitig gibt es deutliche Kritikpunkte beim Service, die man als potenzieller Gast kennen sollte. In einzelnen Erfahrungsberichten wird von einer eher kühlen Begrüßung und langen Wartezeiten gesprochen, bevor überhaupt eine Bestellung aufgenommen wird. Dass Getränke erst nach längerer Zeit serviert werden und zwischen Ankunft und dem ersten Gang deutlich mehr als eine Stunde vergeht, wird von diesen Gästen als klarer Minuspunkt gewertet. Hier zeigt sich, dass das Lima Restaurant an gut besuchten Abenden an seine Grenzen kommen kann und die Abläufe nicht immer so reibungslos funktionieren, wie man es von einem etablierten Restaurant erwartet.

Ein Teil der Wartezeiten lässt sich dadurch erklären, dass vieles frisch und à la minute zubereitet wird, was sich positiv auf Geschmack und Qualität auswirkt. Gäste, die dies zu schätzen wissen und sich Zeit für einen längeren Abend nehmen, sehen die Wartezeit eher als akzeptablen Preis für frische Küche an. Andere legen größeren Wert auf zügigen Service, gerade in der Mittagspause oder bei einem geplanten Anschlussprogramm, und reagieren entsprechend enttäuscht. Für Interessierte kann es daher sinnvoll sein, bei der Reservierung oder direkt beim Platznehmen nach der voraussichtlichen Dauer bis zum Hauptgang zu fragen.

Die Speisenqualität selbst wird in den meisten Rückmeldungen deutlich positiv bewertet. Ceviche, Fischplatten, Tapas und Paella werden immer wieder gelobt, sowohl was Würzung als auch Frische betrifft. Die Teller sind meist ansprechend angerichtet, ohne übertrieben dekorativ zu sein, und spiegeln die Kombination aus mediterraner und lateinamerikanischer Küche wider. Gelegentliche Kritik bezieht sich eher auf persönliche Vorlieben oder den Vergleich mit Spitzenrestaurants als auf grundlegende Probleme in der Küche. Insgesamt entsteht der Eindruck eines lokalen Restaurants, das überdurchschnittlich kocht, aber atmosphärisch und organisatorisch nicht immer an ein gehobenes City‑Lokal heranreicht.

Vegetarier und flexitarisch essende Gäste finden in der Karte durchaus Optionen, etwa Kartoffelgerichte, Salate und Tapas ohne Fleisch sowie einige peruanische Speisen, die sich anpassen lassen. Die Auswahl ist nicht so breit wie in spezialisierten vegetarischen Lokalen, reicht jedoch aus, um einen vegetarischen Abend zu gestalten. Wer allerdings eine explizit vegetarische oder vegane Ausrichtung sucht, wird sich in anderen Restaurants besser aufgehoben fühlen. Für gemischte Gruppen, in denen Fleisch‑ und Fischesser im Vordergrund stehen, bietet Lima aber einen tragfähigen Kompromiss.

Preislich bewegt sich das Lima Restaurant im Bereich vieler innenstadtnaher Lokale, mit Gerichten, die die frischen Zutaten und die spezielle Ausrichtung auf Fisch und Meeresfrüchte widerspiegeln. Einige Gäste empfinden das Preis‑Leistungs‑Verhältnis als stimmig, insbesondere wenn sie Qualität, Portionsgröße und das besondere Angebot peruanischer Spezialitäten berücksichtigen. Andere hätten angesichts der Preise ein noch höheres Niveau bei Service und Ambiente erwartet und bewerten insbesondere bei langen Wartezeiten das Gesamtpaket als weniger überzeugend. Für Interessierte lohnt es sich, dies in die eigene Entscheidung einzubeziehen.

Ein weiterer Aspekt, der immer wieder erwähnt wird, ist die etwas versteckte Lage im Hinterhof neben einem Hotel. Das Lokal wirkt von außen unscheinbar, was dazu führt, dass man es leicht übersehen kann, wenn man die Adresse nicht genau kennt. Wer das Lima Restaurant bewusst ansteuert, erlebt diese Situation entweder als sympathische „Hinterhofentdeckung“ oder als leichte Hürde, weil der Ersteindruck weniger einladend ist als bei prominent gelegenen Innenstadt‑Restaurants. Für Gäste, die Wert auf eine ruhige Lage abseits der Hauptstraße legen, kann dies hingegen ein Plus darstellen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Lima Restaurant besonders für Gäste interessant ist, die authentische spanisch‑peruanische Küche ausprobieren möchten und bereit sind, gewisse Abstriche beim Ambiente und gegebenenfalls beim Tempo des Service hinzunehmen. Die Stärke des Lokals liegt klar in der Küche: Ceviche, Fischgerichte, Tapas und Paella werden häufig gelobt, ebenso wie die Möglichkeit, in einem einzigen Restaurant zwei kulinarische Welten kennenzulernen. Wer einen unkomplizierten Abend mit guter Küche, Cocktails und persönlicher Betreuung plant, findet hier ein passendes Ziel. Wer hingegen ein atmosphärisch ausgefeiltes, durchgängig professionell organisiertes Lokal sucht, sollte die genannten Punkte berücksichtigen und seine Erwartungen entsprechend justieren.

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