Startseite / Restaurants / Melitta Sundström

Melitta Sundström

Zurück
Mehringdamm 61, 10961 Berlin, Deutschland
Bar Café DJ Gastrokneipe Kneipe LGBTQ+-Nachtclub Nachtclub Queer-Bar Restaurant Veranstaltungsraum Veranstaltungsstätte
7.8 (898 Bewertungen)

Melitta Sundström präsentiert sich als traditionsreiche queere Bar und Gay-Bar mit langjähriger Verankerung in der Berliner LGBTIQ*-Community. Das Konzept richtet sich klar an ein vielfältiges Publikum, das von frühen Abendstunden bis in die Nacht hinein einen Ort für Drinks, Begegnungen und Kultur sucht. Die Mischung aus politischer Historie, Partykultur und Alltagstreffpunkt macht den Charakter des Lokals aus, gleichzeitig zeigen aktuelle Rückmeldungen, dass nicht jeder Besuch den gleichen Eindruck hinterlässt.

Die Bar trägt den Namen der Aktivistin Melitta Sundström und gilt als einer der ältesten und bekanntesten Treffpunkte der queeren Szene in Berlin. Viele Gäste schätzen, dass hier nicht nur Getränke ausgeschenkt werden, sondern auch queere Geschichte und Community-Alltag zusammenkommen. Für Besucherinnen und Besucher, die gezielt eine LGBTIQ*-Location suchen, ist Melitta Sundström daher häufig eine der ersten Adressen.

Als Szene-Ort ist Melitta Sundström zugleich Bar, Café und Restaurant-ähnlicher Treffpunkt, in dem je nach Tageszeit Kaffee, Kuchen, kleinere Speisen und Cocktails eine Rolle spielen. Online wird vor allem auf die legendäre Kuchenauswahl sowie die solide Getränkekarte mit Klassikern und kreativen Cocktails verwiesen. Einige Gäste betonen, dass die Preise im moderaten Bereich liegen und das Preis-Leistungs-Verhältnis insbesondere bei Longdrinks und Bier als fair empfunden wird, während andere die Kosten für bestimmte Getränke als eher hoch wahrnehmen.

Atmosphäre, Design und Raumgefühl

Die Atmosphäre in Melitta Sundström wird häufig als dunkel, gemütlich und bewusst unprätentiös beschrieben, was gut zu einer klassischen Berliner Kneipe mit Szene-Charakter passt. Viele Stammgäste und Touristen mögen gerade dieses leicht rough wirkende Ambiente, das sich von minimalistischen Design-Locations deutlich abhebt. Gleichzeitig kritisieren manche Besucher, dass der Raum stellenweise vernachlässigt wirkt: Berichte über abgenutzte Stühle, Kratzer auf den Karten und wenig gepflegte Ecken zeigen, dass der Charme des Unperfekten nicht alle überzeugt.

Positiv hervorgehoben werden immer wieder die Wände mit Bildern und Kunst, die dem Innenraum eine persönliche Note geben und den Eindruck eines kreativen, queer geprägten Wohnzimmers erzeugen. Besonders wer es liebt, in einer Bar Details zu entdecken, findet in den Räumen viele visuelle Anknüpfungspunkte. Kritischer fallen Kommentare zu den Toiletten aus, die teils als dunkel, unübersichtlich und geruchsbelastet beschrieben werden, was für manche Gäste ein deutlicher Minuspunkt ist.

Als Vorteil empfinden viele die Außensitzplätze, die in den wärmeren Monaten ein lockeres Café-Gefühl auf den Bürgersteig bringen. Hier lässt sich ein Drink oder ein Kaffee in ruhigerer Umgebung genießen, während sich im Innenraum oft ein dichteres Party- oder Bar-Geschehen abspielt. Wer Wert auf frische Luft und etwas Abstand vom Trubel legt, findet draußen in der Regel leichter einen entspannten Platz.

Service und Gästestruktur

Die Bewertungen zum Service fallen sehr gemischt aus und reichen von überschwänglichem Lob bis zu deutlicher Kritik. Zahlreiche Gäste berichten von sehr freundlichen Barkeeperinnen und Barkeepern, die mit Humor, Aufmerksamkeit und spürbarer Freude an der Arbeit durch den Abend führen. Besonders hervorgehoben wird, dass sich manche Mitarbeitende auch bei starkem Andrang Zeit nehmen, individuelle Wünsche zu berücksichtigen und Getränke zuzubereiten, die nicht auf der Karte stehen.

Auf der anderen Seite gibt es auch Berichte über unfreundliches, teils herablassend wahrgenommenes Personal und Situationen, in denen Reklamationen – etwa zu warm serviertem Bier – wenig lösungsorientiert behandelt wurden. Einzelne Gäste schildern, dass eine ruppige Kommunikation ihre Stimmung deutlich beeinträchtigt hat, selbst wenn die Getränkequalität in Ordnung war. Diese Spannweite legt nahe, dass die Service-Erfahrung stark vom jeweiligen Abend und der besetzenden Crew abhängen kann.

Melitta Sundström versteht sich als queerer Treffpunkt, wird jedoch von unterschiedlichen Gruppen besucht – von LGBTIQ*-Stammgästen bis zu heterosexuellen Touristinnen und Touristen. Während viele die Mischung als bereichernd erleben und die offene Atmosphäre sowie das bunte Publikum loben, gibt es auch kritische Stimmen, die sich als queere oder trans Personen an einzelnen Abenden nicht ausreichend geschützt oder respektiert fühlten. Gerade für Menschen, die einen konsequent kuratierten Safe Space erwarten, können solche Erfahrungen irritierend sein, insbesondere wenn störende Gäste aus Sicht der Betroffenen nicht klar in ihre Grenzen verwiesen werden.

Getränke, Speisen und Qualität

Die Auswahl an Drinks umfasst klassische Longdrinks, Cocktails, Bier und Wein, ergänzt durch Kaffee- und Softdrinkangebote, sodass die Bar sowohl vor als auch nach einem Abendessen angesprochen werden kann. Die Qualität der Cocktails wird von vielen Gästen als gut bis sehr gut beschrieben, einige erwähnen besonders fruchtige Kreationen mit beispielsweise Maracuja, die handwerklich solide gemixt werden. Auch die Möglichkeit, Wünsche außerhalb der Standardkarte zu äußern und kreative Varianten zu bekommen, sorgt bei einem Teil des Publikums für positive Überraschungen.

Kritik gibt es gelegentlich hinsichtlich der Temperatur von Bier und der Konsistenz in der Zubereitung, wenn etwa ein Getränk an einem Abend hervorragend, an einem anderen aber weniger ausgewogen gemischt wurde. Solche Schwankungen fallen besonders Gästen auf, die mehrfach zu Besuch waren und direkte Vergleiche ziehen. Insgesamt überwiegt in vielen Rückmeldungen jedoch der Eindruck, dass man hier solide Drinks in einer typischen Berliner Bar-Atmosphäre erhält, ohne Anspruch auf gehobene Cocktail-Lounge.

Im Tagesverlauf kann Melitta Sundström eher wie ein Café wirken, in dem Kaffee und Kuchen eine wichtige Rolle spielen. Besonders die Kuchenauswahl wird von Portalen als kleines Highlight erwähnt und passt gut zur Idee eines queeren Treffpunkts, der nicht nur nachts funktioniert. Wer tagsüber einen entspannten Ort für eine Pause sucht, kann hier also ebenso fündig werden wie diejenigen, die abends auf der Suche nach einer lebhaften Bar sind.

Events, Programm und queere Kultur

Ein wesentlicher Bestandteil des Profils von Melitta Sundström sind regelmäßige Veranstaltungen, die von Comedy-Abenden über Karaoke bis hin zu Cabaret- und Drag-Shows reichen. Diese Programmpunkte ziehen ein Publikum an, das mehr sucht als nur einen Drink an der Theke, und machen die Location für viele zu einem kulturellen Treffpunkt. Gerade für Besucher, die Berlin als Reiseziel für queere Kultur auswählen, kann der Veranstaltungskalender der Bar daher ein wichtiger Orientierungspunkt sein.

Mehrere Quellen betonen die Verbindung der Bar mit der Geschichte der Berliner LGBTIQ*-Community und ihre Rolle als Raum für Austausch, Vernetzung und politische Diskussion. Diese inhaltliche Tiefe ist ein Pluspunkt für alle, die einen Ort schätzen, der über das reine Ausgehen hinaus soziale und kulturpolitische Bedeutung hat. Gleichzeitig hängt das Erleben dieses Profils stark davon ab, ob man an einem Abend mit aktivem Programm oder eher an einem ruhigeren Tag ohne spezielle Events zu Gast ist.

Für Gäste, die gezielt nach einer queeren Bar mit Auftritten, Musik und Tanz suchen, bietet Melitta Sundström damit viele Anknüpfungspunkte. Die Kombination aus Show-Elementen, DJ- oder Live-Musik und klassischem Barbetrieb kann besonders dann überzeugen, wenn man offen für ein dichtes, manchmal lautes Umfeld ist. Wer hingegen eher einen ruhigen Abend bei leiser Hintergrundmusik erwartet, sollte sich vorab informieren, welches Format gerade stattfindet.

Sauberkeit, Pflegezustand und Komfort

In Hinblick auf Sauberkeit und Pflegezustand gehen die Eindrücke auseinander, wobei die kritischen Stimmen recht deutlich sind. Mehrere Bewertungen bemängeln, dass der Raum an manchen Abenden wenig gereinigt wirkt, Fliegen auf Fensterbänken liegen oder Sitzmöbel spürbar abgenutzt und unbequem sind. Auch die Beleuchtung – teils extrem dunkel – wurde von einigen Gästen als unpraktisch beschrieben, weil Speisekarten nur mit Handytaschenlampe zu lesen seien.

Diese Punkte können für Besucherinnen und Besucher relevant sein, die besonderen Wert auf ein sehr gepflegtes Umfeld und hohen Sitzkomfort legen. Gleichzeitig betrachten andere genau diese Unangepasstheit als typisches Merkmal einer Berliner Szene-Bar, in der es mehr um Stimmung und Community geht als um makelloses Interieur. Wer mit dieser Erwartungshaltung kommt, wird die beschriebenen Mängel möglicherweise anders einordnen als Gäste, die ein eher klassisches Restaurant-Niveau in Sachen Einrichtung suchen.

Fazit für potenzielle Gäste

Für Menschen, die eine lebendige queere Bar mit Geschichte, regelmäßigen Events und einem gemischten Publikum suchen, kann Melitta Sundström ein spannender Anlaufpunkt sein. Besonders positiv stechen das engagierte Programm, die vielen kulturellen Abende sowie die Nähe zur Berliner LGBTIQ*-Geschichte hervor. Wer offen für eine Atmosphäre ist, die eher urban, dunkel und ein wenig ungeschliffen wirkt, findet hier häufig das, was viele als „typisch Berlin“ beschreiben.

Gleichzeitig sollten potenzielle Gäste die kritischen Aspekte im Blick behalten: Berichte über schwankenden Service, hygienische Defizite und einzelne negative Erfahrungen mit Respekt und Sicherheit zeigen, dass ein Besuch je nach Abend sehr unterschiedlich erlebt werden kann. Für queere Personen, die einen besonders geschützten Rahmen suchen, kann es sinnvoll sein, sich im Vorfeld über Themenabende und aktuelle Erfahrungen zu informieren. Insgesamt ist Melitta Sundström weniger ein Ort für perfektionistische Designliebhaber, sondern eher eine historisch gewachsene Szene-Bar, die mit all ihren Stärken und Schwächen einen authentischen Einblick in Berliner Nachtleben und Community-Kultur vermittelt.

Weitere Geschäfte, die Sie interessieren könnten

Alle anzeigen