MIYAKI – japan meets persia
ZurückMIYAKI – japan meets persia verbindet zwei Küchen, die auf den ersten Blick kaum zusammenpassen, und macht gerade daraus seinen Reiz. In diesem Restaurant trifft japanische Präzision auf persische Aromatik, Safran und Granatapfelkerne begegnen Sojasauce, Miso und Teriyaki. Wer neugierig auf neue Geschmackskombinationen ist, findet hier viele Ansatzpunkte – zugleich zeigt sich in den Rückmeldungen der Gäste, dass die Fusion nicht für alle vollkommen stimmig wirkt und das Konzept noch Ecken und Kanten hat.
Der kulinarische Schwerpunkt liegt auf einer Mischung aus persischen Klassikern und modernen Interpretationen der japanischen Küche. Auf der Karte stehen beispielsweise persischer Stör mit Basmati-Granatapfel-Reis, Oriental Saffron Chicken mit Safranreis sowie beliebte japanische Gerichte wie Salmon Teriyaki, Tuna Tataki oder verschiedene Bowls, ergänzt durch Sushi-inspirierte Kreationen und Vorspeisen im Izakaya-Stil. Die Desserts greifen diese Idee auf, etwa mit Wasabi-Panna-Cotta oder gebackener Birne mit Safraneis und Pistazien, was das Profil als kreatives Fusion-Restaurant weiter schärft. Viele Gäste loben, dass das Essen sich deutlich von üblichen Standardangeboten abhebt und sowohl Optik als auch Aromatik durchdacht sind.
Besonders oft hervorgehoben werden einzelne Signature-Gerichte. Das Störfilet beziehungsweise Störsteak mit Safranreis gilt bei zahlreichen Besuchern als echtes Highlight, sowohl wegen der saftigen Konsistenz des Fisches als auch wegen des aromatisch abgeschmeckten Reises im persischen Stil. Auch das Oriental Saffron Chicken wird als zart, würzig und harmonisch gewürzt beschrieben, wobei die Kombination aus Safran, Barberries, Gemüse und Joghurt-Dip für viele ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Einige Gäste heben hervor, dass diese Gerichte für sie ein Geschmackserlebnis sind, das sie so in keinem anderen Restaurant in Berlin gefunden haben.
Die Vorspeisen spielen eine zentrale Rolle im Gesamterlebnis und werden vielfach positiv bewertet. Teriyaki-Aubergine, Tempura-Gemüse, gebackene Garnelen und Edamame zählen zu den häufig genannten Favoriten. Die Portionsgrößen sind dabei eher großzügig, was einerseits als Pluspunkt gesehen wird, da man schon mit den Startern gut satt wird, andererseits berichten manche, dass man dadurch fast zu schnell satt ist und die Hauptgänge weniger Aufmerksamkeit bekommen. Wer gerne teilt, kann hier mehrere Vorspeisen bestellen und sich dadurch einen breiten Eindruck von der Idee „Japan meets Persia“ verschaffen – ein Ansatz, den einige Gäste sich sogar noch konsequenter als Art Tapas-Konzept wünschen würden.
Auch bei den Suppen und kleineren Gerichten zeigt sich der Versuch, klassische japanische Elemente mit persischen Noten zu verbinden. Auf der Karte finden sich Miso Lachs Suppe, Hummer-Fischsuppe, Yellow Cauliflower Suppe mit Safran und Cashewkernen oder Sauerscharfsuppe mit asiatischem Gemüse. Die Misosuppe und die gelbe Blumenkohlsuppe mit Safran werden wiederholt als geschmacklich rund beschrieben, während die Hummer-Fischsuppe besonders bei Gästen ankommt, die kräftige Aromen mögen. Solche Gerichte eignen sich gut, um sich langsam an die Fusion heranzutasten, ohne gleich ein großes Hauptgericht zu wählen, und passen damit auch zum Konzept eines modernen, leicht experimentellen Restaurants.
Nicht alle Gäste empfinden die Verbindung der beiden Küchen jedoch als vollständig gelungen. Kritische Stimmen bemängeln, dass der rote Faden in der Speisekarte nicht immer klar ist und manche Kombinationen eher nebeneinander stehen, statt miteinander zu verschmelzen. Als Beispiel wird genannt, dass ein Gericht wie „Tokyo Schnitzel“, ein paniertes Hähnchenschnitzel mit Safranreis, zwar kreativ klinge, geschmacklich aber nicht immer eine nachvollziehbare Einheit bilde. Einige Gäste wünschen sich ein klareres Konzept – etwa in Form eines festen Menüs mit mehreren Gängen oder einer stärker strukturierten Auswahl, die deutlicher zeigt, wie japanische und persische Elemente miteinander verwoben werden könnten.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das Preis-Leistungs-Verhältnis, das unterschiedlich wahrgenommen wird. Viele Gäste finden, dass die Qualität der Zutaten, die kreative Ausrichtung und die aufwendige Präsentation die aufgerufenen Preise rechtfertigen, insbesondere bei Fischgerichten wie Stör oder sorgfältig zubereiteten Bowls. Andere empfinden das Restaurant jedoch als deutlich teurer als vergleichbare Adressen und sprechen davon, dass die Preise für das Gebotene etwa ein Viertel zu hoch seien, vor allem wenn Geschmack und Abstimmung des Gerichts nicht vollständig überzeugen. Hier entscheidet letztlich der individuelle Anspruch: Wer gezielt ein stylisches Fusion-Restaurant mit ausgefallenen Gerichten sucht, bewertet den Aufwand meist positiver als Gäste, die eher klassisch-japanische oder -persische Küche erwarten.
Beim Service gehen die Meinungen ebenfalls auseinander, wobei das Bild insgesamt eher positiv ist. Mehrere Bewertungen loben eine engagierte, aufmerksame und herzliche Bedienung, die Empfehlungen zu Wein, Hauptgerichten und Desserts gibt und den Gästen das Gefühl vermittelt, gut aufgehoben zu sein. Einzelne Servicemitarbeitende werden namentlich als besonders zugewandt und humorvoll beschrieben, was den Aufenthalt persönlicher wirken lässt. Kritische Stimmen verweisen hingegen auf Phasen, in denen der Service unkoordiniert wirkte, Nachfragen zu Getränken ausblieben oder Fachwissen – etwa bei einem Sake-Tasting – nicht so präsent war, wie man es sich in einem spezialisierten Restaurant wünschen würde. Solche Unterschiede deuten darauf hin, dass die Erfahrung stark vom jeweiligen Tag und Team abhängen kann.
Die Atmosphäre von MIYAKI – japan meets persia polarisiert ähnlich. Das Innere ist modern gestaltet, mit weißen Ziegelwänden, stilvollen Akzenten und einer Mischung aus persisch inspirierten Details und japanisch anmutenden Elementen, während draußen unter Lampions gegessen und getrunken werden kann. Viele Gäste empfinden das Ambiente als gemütlich, einladend und passend zu einem Abend mit Freunden, Familie oder Geschäftspartnern. Andere bemängeln laute Club-Musik, grelle Farben und eng gestellte Tische, die längere Gespräche erschweren und eher an eine lebhafte Bar als an ein ruhiges Dinner-Restaurant erinnern. Wer eine lebhafte, urbane Stimmung mag, fühlt sich hier meist wohl, während ruhesuchende Gäste eventuell einen weniger intensiven Hintergrundsound bevorzugen würden.
Praktisch ist, dass MIYAKI – japan meets persia neben klassischem Vor-Ort-Besuch auch Take-away und Lieferungen anbietet, was von verschiedenen Plattformen bestätigt wird. So können Gerichte wie gebackene Garnelen, Bowls, Suppen oder Reisgerichte auch zu Hause probiert werden, was insbesondere für alle interessant ist, die der Küche zunächst ohne den Trubel im Lokal begegnen möchten. Allerdings weisen einzelne Bewertungen darauf hin, dass bei Bestellungen zum Mitnehmen mit längeren Wartezeiten zu rechnen sein kann und das Essen in der Box nicht immer so wirkt wie auf dem Teller im Restaurant. Wer Wert auf Anrichtung, Temperatur und Atmosphäre legt, holt aus dem Konzept erfahrungsgemäß mehr heraus, wenn er direkt vor Ort isst.
Positiv fällt auf, dass das Restaurant auch vegetarische Optionen und Gerichte mit Fokus auf Gemüse anbietet. Blumenkohl-Rosen mit Mango-Chutney-Panko-Panade, Salate, Edamame oder Suppen ohne Fleisch zeigen, dass nicht nur Fleisch- und Fischliebhaber angesprochen werden. Die persisch-japanische Fusion wird damit auch für Gäste interessant, die Wert auf eine pflanzenbetonte Ernährung legen oder innerhalb einer Gruppe verschiedene Ernährungsweisen unter einen Hut bringen müssen. Dazu kommen eine Auswahl an Cocktails, Wein und Bier, wobei insbesondere Drinks wie ein Basil-Smash von Gästen als qualitativ hochwertig und sorgfältig gemixt beschrieben werden. In Kombination mit der Küche eignet sich MIYAKI – japan meets persia daher auch für einen längeren Abend, der über ein reines Essen hinausgeht.
In vielen Rückmeldungen wird betont, dass MIYAKI – japan meets persia ein Ort für Menschen ist, die Neues probieren möchten und Freude an ausgefallenen Kombinationen haben. Der Mix aus Stör mit Safranreis, kreativ interpretierten Chicken-Gerichten, Bowls, Suppen und Desserts wie Wasabi-Panna-Cotta bietet reichlich Anlass, über den Tellerrand klassischer japanischer oder persischer Lokale hinauszugehen. Zugleich macht die Bandbreite der Erfahrungen deutlich, dass man hier nicht mit einer streng traditionellen Küche rechnen sollte, sondern eher mit einem stilbewussten, experimentierfreudigen Restaurant, das manchmal punktgenau trifft und manchmal Fragen offen lässt. Wer sich darauf einlassen kann, findet in Berlin eine Adresse, die sich deutlich von typischen Sushi-Bars oder reinen persischen Grillhäusern abhebt und die Diskussion über gelungene Fusion-Küche anregt.