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Obsthof am Steinberg

Obsthof am Steinberg

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Am Steinberg 24, 60437 Frankfurt am Main, Deutschland
Bio-Landwirtschaftsbetrieb Obstgarten Restaurant
8.8 (977 Bewertungen)

Obsthof am Steinberg ist ein traditionsreicher Bio-Obsthof mit angeschlossener Schoppenwirtschaft und einfacher Gastronomie, der sich klar auf hochwertige Äpfel, sortenreinen Apfelwein und regionale Küche fokussiert. Gäste sitzen je nach Saison unter Blüten, im dichten Apfelgrün oder mitten in der Ernte zwischen den Bäumen und genießen dabei Hausmannskost und Apfelweinspezialitäten. Der Betrieb verbindet landwirtschaftliche Produktion, Direktvermarktung, Hofladen und Bewirtung, was ihn für viele Besucher zu einer Mischung aus Ausflugslokal und gemütlichem Landgasthof macht.

Die Küche des Obsthofs am Steinberg orientiert sich an klassischer hessischer Landküche mit einem Schwerpunkt auf regionalen Produkten und Apfel als Leitmotiv. Auf der Karte stehen typische Speisen wie Bratwurst mit hausgemachtem Kartoffelsalat, Handkäs mit Musik, Zwiebelkuchen, Vesperplatten sowie saisonale Angebote rund um Apfel, Käse und Brotzeiten. Viele Gäste loben, dass die Speisen einfach, bodenständig und passend zum Charakter eines Obsthofs sind, von deftigen Würstchen bis hin zu süßen Kuchen aus eigener Produktion. Gleichzeitig gibt es kritische Stimmen, die die Preise für einzelne Gerichte im Verhältnis zur gebotenen Einfachheit als hoch empfinden und sich mehr Raffinesse bei Beilagen wie Kartoffelsalat wünschen.

Besonders im Mittelpunkt steht der Apfelwein: Der Hof keltert von Mitte August bis Mitte Dezember vollreife Bio-Äpfel aus über 70 Sorten zu einer Vielzahl von Apfelweinspezialitäten. Besucher können sortenreine Apfelweine wie Bohnapfel oder Goldparmäne sowie verschiedene Cuvees probieren, was deutlich über das Angebot eines normalen Ausschanks hinausgeht. Wiederkehrende Gäste betonen, dass der Apfelwein hier geschmacklich kaum mit üblichen Standardprodukten vergleichbar ist und oft als erstklassig und charaktervoll beschrieben wird. Es wird deutlich, dass Apfelwein am Obsthof am Steinberg nicht nur Begleitgetränk, sondern eigenständiger Schwerpunkt der Apfelweinwirtschaft ist.

Auch für Menschen, die keinen Alkohol trinken, bietet der Obsthof ein breites Spektrum: Mehrere verschiedene Apfelsäfte und Obstbrände aus eigener Produktion können verkostet oder im Hofladen gekauft werden. Gäste berichten, dass sie zwischen zahlreichen Sorten wählen und so unterschiedliche Aromen – von säuerlich-frisch bis fruchtig-herb – kennenlernen können. Diese Spezialisierung auf Apfelprodukte in vielen Varianten macht den Hof für Familien, Gruppen und Apfelweinliebhaber gleichermaßen attraktiv. Wer Wert auf regionale Bio-Produkte legt, findet zudem Obst in großer Sortenvielfalt, das im Hofladen als Direktvermarktung angeboten wird.

Die Atmosphäre auf dem Gelände wird in vielen Rückmeldungen als gemütlich, ländlich und entspannt beschrieben. Man sitzt an rustikalen Apfelweingarnituren im Freien, umgeben von Streuobstwiesen mit Blick über die Obstplantagen, und erlebt dabei eine Umgebung, die viele Gäste mit Ruhe und Naturverbundenheit verbinden. Gerade bei gutem Wetter entsteht ein Biergarten-ähnliches Ambiente, das besonders für Familien mit Kindern, Radfahrende oder Wanderer einen reizvollen Rahmen für eine Pause mit Essen und Getränken bietet. Bei Regen stehen Innenplätze in der Schoppenwirtschaft zur Verfügung, die laut Hofbetreiber urig und im Winter beheizt ist.

Ein besonderes Merkmal des Obsthofs am Steinberg sind die zahlreichen Veranstaltungen, die über eine normale Bewirtung hinausgehen. Dazu zählen Lagenwanderungen durch die Obstwiesen, Kelterfeste zum Start der Keltersaison, Fackelwanderungen mit anschließendem Apfel-Raclette sowie Frühlingsfeste und weitere Eventformate. Besucher erleben bei diesen Angeboten geführte Rundgänge mit Informationen zum Apfelanbau und zur Philosophie des biologischen Obstbaus, historische Schaukelter mit alter Obstmühle und Presse sowie Verkostungen verschiedener Apfelweine und Speisen. Gerade für Gruppen, Firmenausflüge oder Familienfeiern bietet der Hof damit ein Rahmenprogramm, das weit über eine klassische Einkehr im Restaurant hinausgeht.

Die Veranstaltungen werden oft als gut organisiert und stimmungsvoll beschrieben: Fackelwanderungen durch die Plantagen gelten als besonderes Erlebnis, vor allem für Kinder, die mit Fackeln durch die Obstreihen laufen und dabei Geschichten rund um Apfel und Hofwirtschaft hören. Im Anschluss locken Angebote wie Apfel-Raclette, bei dem der Apfel kreativ in ein geselliges Essen eingebunden wird. Auch das Kelterfest mit frischem Rauscher, Zwiebelkuchen, Handkäs und Live-Programm wird als bunter Ausflug für Groß und Klein dargestellt, ergänzt um Ponyreiten, Kinderschminken oder handwerkliche Vorführungen. Wer ein Ausflugsziel sucht, das Essen, Trinken und Eventcharakter verbindet, findet hier entsprechend viele Anknüpfungspunkte.

Auf der positiven Seite heben Gäste immer wieder die Qualität der Apfelweine und Apfelsäfte hervor. Der reinsortige Apfelwein wird als außergewöhnlich und kaum mit Standardware vergleichbar beschrieben; für viele ist er ein Hauptgrund, regelmäßig wiederzukommen. Die Bio-Obstproduktion mit alten und neuen Sorten sowie die handwerkliche Verarbeitung werden als Ausdruck von Leidenschaft und konsequenter Ausrichtung auf Qualität wahrgenommen. Hinzu kommen selbstgebackene Kuchen und einfache, aber oft als schmackhaft beschriebene Speisen, die gut zu einem rustikalen Ausflugsziel passen.

Auch die Lage mitten in den Obstwiesen und die Verbindung von Hofladen, Außengastronomie und Veranstaltungen tragen wesentlich zum Gesamteindruck bei. Viele Gäste empfinden den Aufenthalt als kleine Auszeit, die den Alltag in der Stadt hinter sich lässt und Raum für Natur, Kinderaktivitäten und gesellige Runden bietet. Für Radfahrende und Wanderer ist der Hof ein praktischer Stopp mit der Möglichkeit, sich mit Getränken und Snacks zu stärken und gleichzeitig regionale Produkte einzukaufen. Durch das Konzept der Selbstbedienung behält das Gelände dabei eher den Charakter eines naturnahen Ausflugslokals als den einer klassischen, voll bedienten Gaststätte.

Gleichzeitig gibt es Aspekte, die kritisch bewertet werden und für potenzielle Gäste relevant sind. Wiederholt werden die Preise für Speisen und Getränke als hoch empfunden, insbesondere im Vergleich zur Einfachheit mancher Gerichte wie Bratwurst oder Kartoffelsalat. Einige Gäste haben das Gefühl, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht immer stimmig ist, vor allem wenn Portionsgrößen oder die Ausgestaltung einzelner Beilagen nicht den Erwartungen entsprechen. Für preisbewusste Besucher ist es daher ratsam, vorab einzuplanen, dass es sich eher um ein hochwertig positioniertes Ausflugsziel mit Bio-Anspruch als um ein günstiges Ausflugslokal handelt.

Ein weiterer wiederkehrender Kritikpunkt betrifft den Service und die Umgangsformen einzelner Mitarbeiter. Während viele Gäste die Freundlichkeit insbesondere bei Veranstaltungen und im Rahmen von Führungen hervorheben, berichten andere von Situationen, in denen sie sich von der Bedienung oder dem Wirt wenig willkommen fühlten. Für manche Besuchende wirkt der Selbstbedienungsbereich wenig einladend, wenn sie Tische selbst aufstellen oder auf Rückfragen eher kurze, knappe Antworten erhalten. Solche Erfahrungen können den Gesamteindruck trüben, insbesondere bei größeren Gruppen, die einen rundum herzlichen Empfang erwarten.

Auch die Organisation wird unterschiedlich wahrgenommen. Bei stark besuchten Tagen und Events kann die Selbstbedienungsstruktur zu längeren Wartezeiten führen, was einige Gäste als unstrukturiert und langsam beschreiben. Andere betonen, dass gerade bei geführten Veranstaltungen wie Lagenwanderungen oder thematischen Abenden mit Apfel-Raclette alles reibungslos ablief und gut vorbereitet wirkte. Die Erfahrungen scheinen hier stark vom Anlass, der Tagesform des Teams und der Auslastung abzuhängen, sodass sich ein gemischtes Bild ergibt.

Eine Besonderheit, die ebenfalls unterschiedlich bewertet wird, ist das klare Regelwerk auf dem Gelände: Eigene mitgebrachte Getränke oder Spirituosen sind nicht erwünscht, was bei manchen Gästen zu Konflikten führen kann, etwa wenn nach einem im Hofladen gekauften Produkt nur kurz angestoßen werden soll. Während aus Sicht des Betriebs die Konzentration auf eigene Gastro-Umsätze nachvollziehbar ist, fühlen sich manche Gruppen dadurch in ihrer Spontanität eingeschränkt. Wer den Obsthof besucht, sollte daher damit rechnen, dass die Nutzung der Flächen an die dort angebotenen Speisen und Getränke gebunden ist.

Insgesamt ist Obsthof am Steinberg weniger ein klassisches Restaurant im städtischen Sinn, sondern eher eine Kombination aus Bio-Obstbetrieb, Apfelweingut, Hofladen und Ausflugslokal mit saisonaler Außengastronomie. Stärken liegen in der Qualität und Vielfalt der Apfelweine, der besonderen Lage inmitten der Obstwiesen, dem klaren Bekenntnis zum biologischen Obstbau sowie dem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm. Schwächen zeigen sich vor allem aus Sicht mancher Gäste beim Preisniveau, beim zum Teil als reserviert wahrgenommenen Service und bei der Selbstbedienungsstruktur an sehr gut besuchten Tagen. Wer einen ruhigen Landaufenthalt mit charaktervollem Apfelwein, regionaler Küche und naturnaher Umgebung sucht und bereit ist, etwas mehr zu investieren, findet hier jedoch ein Angebot, das sich deutlich von einer üblichen Stadt-Gaststätte unterscheidet.

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