Palais Keller
ZurückDas Restaurant Palais Keller in München bietet eine einzigartige Atmosphäre in historischen Gewölben aus dem 15. Jahrhundert, die als ehemaliges Salzlager dienten und seit 1972 bayerische Küche servieren.
Historischer Hintergrund
Die massiven Gewölbe stammen aus dem Jahr 1425 und wurden 1443 als städtischer Salzstadl erwähnt. Nach Jahrhunderten als Lager nutzte Falk Volkhardt den Ort ab 1972 für ein bayerisches Restaurant. Nach einer Schließung von fünf Jahren wegen Umbauarbeiten durch Designer Axel Vervoordt öffnete es Ende 2025 wieder und verbindet mittelalterliche Architektur mit zeitgenössischen Elementen wie antikem Stein und Holz.
Der Umbau betonte Ursprünglichkeit mit offener Küche und Bar für Bier vom Fass. Solche Veränderungen wecken Erwartungen an authentische bayerische Spezialitäten, doch Gäste berichten gemischte Eindrücke zur neuen Gestaltung.
Kulinarische Angebote
Die Karte umfasst klassische Gerichte wie Weißwürste, Schweinebraten, Leberkäse, Schnitzel und Käsespätzle, ergänzt durch Ente mit Blaukraut, Knödel und frische Brezn aus der Hofbäckerei. Regionale Zutaten und handwerkliche Zubereitung stehen im Vordergrund, mit Fokus auf Abendessen von Dienstag bis Samstag.
Positive Rückmeldungen loben geschmackvolle Portionen mit hochwertigen Zutaten, optisch ansprechend angerichtet und leidenschaftlich gekocht. Manche Besucher schätzen die bodenständige Heimatküche, die in München rar geworden ist, sowie ergiebige Gerichte mit frischem Augustinerbier.
- Gefüllte Kalbsbrust und Bayerische Creme werden als Highlights genannt.
- Moderne Interpretationen wie aufgepeppte Traditionelle Gerichte überzeugen Gruppen.
Trotzdem kritisieren andere die Qualität: Bier als sauer beschrieben, Gemüse zu hart, Braten mit wenig Soße oder Leberkäse überbraten. Portionen wirken klein für die gehobenen Preise, und Beilagen wie Kartoffelsalat schmecken manchmal ungewöhnlich.
Ambiente und Einrichtung
Die rustikalen Räume mit geschnitzten Decken in der Stube und historischen Stüberl bieten Platz für bis zu 196 Gäste. Die Neugestaltung schafft Ruhe durch schlichte Materialien, zeitgenössische Kunst und eine Bar, die zum Verweilen einlädt.
Viele Gäste feiern die tolle Location mit Möglichkeiten für längere Abende, besonders vor Theaterbesuchen. Das Gewölbe vermittelt bayerische Gemütlichkeit mit offener Küche-Sicht.
Kritikpunkte umfassen jedoch den Verlust traditioneller Wärme: Die puristische Ausrichtung wirkt trostlos oder wie ein Sektionssaal, Stühle sind rau für Röcke, und es fehlt an Garderobe. Stammgäste vermissen die alte bayerische Idylle nach dem Umbau.
Service und Bedienung
Freundliches Personal erhält viel Lob für Aufmerksamkeit und herzliche Begrüßung, auch bei moderater Auslastung. In ruhigen Phasen fühlen sich Gäste gut betreut.
Anderswo wird der Service als träge empfunden: Langes Warten auf Getränke oder Nachbestellungen, verspätete Gerichte und unkommunizierte Menükarten-Varianten stören. Trotz Reservierungen sucht man manchmal länger nach Plätzen.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Auf der oberen Preisklasse angesiedelt, rechtfertigen Qualität und Lage für Befürworter das Ausgeben. Kritiker sehen es als überteuert an, angesichts durchschnittlicher Portionen und Fehlern.
Vergleiche mit anderen lokalen Gaststätten zeigen, dass Alternativen günstiger und frischer wirken könnten.
Gästeerfahrungen
Neuere Besucher nach der Wiedereröffnung 2025 berichten von Überzeugung in Geschmack und Optik, mit Plänen für Rückkehr. Ältere Reviews aus der Post-Umbau-Phase 2019 heben Enttäuschungen hervor, wie lieblose Präsentation oder Instant-Geschmäcker.
- Einige loben die Institution als seltenes Juwel echter Küche.
- Andere, darunter Langzeitfans, schwören auf Nie-wieder nach negativen Erlebnissen.
Das Restaurant zieht vor allem Abendgäste an, die bayerische Tradition schätzen, aber Erwartungen an Konsistenz variieren stark.
Aktuelle Situation
Seit der Neueröffnung im Dezember 2025 lädt der Palais Keller zu modern-bayerischen Genüssen ein, mit Fokus auf Qualitätszutaten und historischer Tiefe. Potenzielle Besucher sollten aktuelle Feedbacks beachten, da Stärken in Authentizität und Schwächen in Ausführung koexistieren.
Das Lokal bleibt ein Ort für Liebhaber von bayerischer Gaststätte, der durch seine Geschichte fasziniert, aber mit der Realität abgleicht.