Sim Sim
ZurückSim Sim ist ein kleiner, klar auf Falafel spezialisierter Imbiss an der Augustenstraße 67 in München und hat sich über die Jahre einen Namen als feste Adresse für vegane und vegetarische Fans orientalischer Küche gemacht. Der Fokus liegt auf schnell zubereiteten, frischen Gerichten, die sich vor allem an Menschen richten, die in der Pause oder nach Feierabend einen unkomplizierten Stopp für ein sättigendes Essen suchen.
Im Mittelpunkt der Karte stehen die verschiedenen Varianten des Falafel-Sandwiches, das es in klein und groß sowie mit unterschiedlichen Ergänzungen wie Halloumi, Grillgemüse oder Seitan gibt. Die Kichererbsenbällchen werden frisch zubereitet und unmittelbar vor dem Servieren frittiert, was man an der Konsistenz merkt: Viele Gäste beschreiben die Falafel als außen deutlich knusprig und innen weich bis fluffig, mit einer merklich würzigen, aber nicht übertrieben scharfen Note. Gleichzeitig gibt es vereinzelt Stimmen, denen die Würzung zu zurückhaltend erscheint und die sich mehr Salz und kräftigere Gewürze wünschen, was zeigt, dass der Geschmack bei Sim Sim stärker in Richtung milder, bekömmlicher Alltagsküche geht.
Rund um die Falafel baut Sim Sim seine Teller und Sandwiches mit klassischen Komponenten wie Hummus, Baba Ganoush, frischem Salat, Rucola, Tomaten, eingelegten Gurken und Sesamsauce auf. Gerade der Hummus wird von vielen Gästen gelobt: cremig, fein püriert und harmonisch abgeschmeckt, so wie man es sich in einem orientalischen Restaurant erhofft. Auch die Auberginencreme Baba Ganoush kommt in den Erfahrungsberichten positiv vor, insbesondere in Kombination mit den Falafel auf dem großen Teller, der für viele als vollwertige Mahlzeit ausreicht.
Die Soßen spielen bei Sim Sim eine zentrale Rolle. Neben einer milden, cremigen Sesamsauce gibt es schärfere Varianten, die dem Streetfood-Charakter des Ladens gerecht werden. Mehrere Bewertungen heben hervor, dass gerade die scharfe Sauce den eher dezenten Grundgeschmack einiger Zutaten ausgleicht und dem Sandwich den letzten Kick gibt. Andere Gäste hätten sich allgemein noch etwas mehr Sauce auf dem Sandwich gewünscht, um Trockenheit zu vermeiden. Wer es gern saftiger mag, fährt also besser, wenn er beim Bestellen explizit um zusätzliche Soße bittet.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Auswahl an Käse- und Seitanvarianten. Halloumi wird häufig erwähnt und als gut angebraten und aromatisch beschrieben – besonders in Kombination mit Falafel oder Grillgemüse. Vegane Gäste schätzen vor allem die Seitan-Optionen, wenn sie verfügbar sind. In einzelnen Besuchen kam es vor, dass Seitan ausverkauft war, was verständlicherweise für Enttäuschung sorgte. Insgesamt zeigt sich aber, dass Sim Sim mit seiner Ausrichtung auf vegetarische und vegane Varianten eine Nische bedient, die in klassischen Imbiss-Restaurants nicht immer selbstverständlich ist.
Preislich wird Sim Sim immer wieder als fair wahrgenommen. Ein großes Falafel-Sandwich gilt als üppig und sättigend, teilweise wird betont, dass man damit gut durch den ganzen Tag kommt. Die Portionen sind in vielen Erfahrungsberichten Thema: große Wraps, voll belegte Teller und ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das als stimmig empfunden wird. In einem Umfeld, in dem Falafel-Restaurants und Dönerläden um Kundschaft konkurrieren, punktet Sim Sim damit, dass man für einen moderaten Betrag frische, hausgemacht wirkende Gerichte erhält, statt industrieller Standardware.
Service und Umgangston werden überwiegend positiv beschrieben. Viele Gäste erwähnen freundliches, lockeres Personal, das bei Sonderwünschen wie veganen Varianten oder Sprachbarrieren unkompliziert hilft. Auch englischsprachige Besucher kommen nach Berichten gut zurecht, da das Team Bestellungen flexibel anpasst. Gleichzeitig gibt es Hinweise darauf, dass das Konzept stark in Richtung Selbstbedienung geht: Man bestellt am Tresen, wartet kurz und nimmt das Essen mit an einen der wenigen Plätze oder nach draußen. Wer klassischen Tischservice wie in einem vollwertigen Restaurant erwartet, könnte hier eher enttäuscht sein.
Ein deutlicher Kritikpunkt ist immer wieder das Ambiente. Sim Sim ist ein sehr kleiner Laden mit nur wenigen Sitzmöglichkeiten. Viele Berichte sprechen davon, dass der Raum schnell voll ist, es eng zugeht und man eher das Gefühl eines belebten Take-away-Spots hat als eines gemütlichen Restaurants zum Verweilen. An kalten Tagen beschreiben Gäste den Innenraum als zugig oder temperaturmäßig wenig komfortabel, was den Aufenthalt zum längeren Sitzen weniger attraktiv macht. Hinzu kommt, dass es nach Aussagen verschiedener Besucher keine Kundentoilette gibt, obwohl danach gefragt wurde, was für manche ein K.-o.-Kriterium für einen längeren Aufenthalt darstellt.
Auch die Wirkung des Ladens nach außen polarisiert. In manchen Berichten heißt es, der Laden sehe von außen unscheinbar oder sogar wenig einladend aus, was nicht unbedingt Lust auf einen spontanen Besuch macht. Andere betonen gleichzeitig, dass man sich vom schlichten Erscheinungsbild nicht täuschen lassen solle, da der Geschmack der Speisen deutlich über dem liegt, was die Fassade vermuten lässt. Wer Wert auf ein stilvolles, dekoratives Ambiente legt, wird Sim Sim eher als funktionalen Falafel-Imbiss wahrnehmen, nicht als gemütliches Lokal für lange Abende.
Geschmacklich fällt das Feedback zur Falafel und den Wraps gemischt bis deutlich positiv aus. Sehr viele Gäste loben die Frische, die knusprige Textur und den insgesamt „authentischen“ Eindruck der Kichererbsenbällchen. Besonders positiv werden auch die Kräuter und frische Minze hervorgehoben, die einem Sandwich Frische verleihen. Dem gegenüber stehen einige Bewertungen, in denen von „geschmacklos“ oder „zu wenig gewürzt“ die Rede ist, teils mit Kritik an trockenem Fladenbrot und wenig aromatischem Gemüse. Diese Gegensätze zeigen, dass die Erwartungshaltung eine große Rolle spielt: Wer sehr intensive, stark gewürzte orientalische Küche gewohnt ist, kann das Angebot als zu dezent empfinden, während andere die milde Art als angenehm und alltagstauglich beschreiben.
Die Frische der Zubereitung ist eine der häufigsten Stärken, die genannt werden. Gäste berichten, dass die Falafel vor ihren Augen geformt und frittiert werden, die Salate frisch wirken und die Komponenten beim Anrichten sichtbar aus der Theke entnommen werden. Gerade im Vergleich zu manch anderem Fast-Food-Restaurant in der Umgebung hebt das Sim Sim positiv hervor. Auch die Geschwindigkeit der Zubereitung ist ein Thema: Trotz häufiger Stoßzeiten, etwa zur Mittagszeit, wird die Wartezeit oft als kurz und gut organisiert beschrieben.
Sim Sim ist außerdem stark auf Mitnahme und Lieferdienste ausgerichtet. Über gängige Lieferplattformen wird ein großer Teil der Speisekarte angeboten, darunter die beliebten Falafel-Sandwiches, Halloumi-Varianten, Hummus-Teller und Seitan-Boxen. Das macht den Imbiss attraktiv für alle, die ihr Essen lieber im Büro, zu Hause oder im Freien genießen möchten. Für ein klassisches Dinner-Erlebnis mit längerer Aufenthaltsdauer ist der Laden aufgrund Größe, fehlender Sanitäranlagen und der eher nüchternen Gestaltung weniger passend, als unkomplizierte Falafel-Lieferung oder schneller To-go-Stop funktioniert er dagegen sehr gut.
Ein Aspekt, den man berücksichtigen sollte, ist der leichte Imbiss-Geruch, der sich bei einem sehr kleinen Raum und intensiver Fritteusen-Nutzung kaum vermeiden lässt. Einzelne Gäste erwähnen, dass sich der Geruch an Kleidung und Haaren festsetzen kann, was eher ein Argument für den schnellen Snack oder das Mitnehmen ist als für ein langes Verweilen. Wer geruchsempfindlich ist oder danach noch in ein Meeting muss, ist womöglich mit einem Take-away besser bedient.
Die Zielgruppe von Sim Sim sind vor allem Studierende, Angestellte und Passanten aus der Umgebung, die eine Alternative zu klassischen Fleischgerichten suchen und Wert auf vegetarische oder vegane Optionen legen. Der Imbiss profitiert von seiner Lage in einem belebten Viertel und von Mundpropaganda: In verschiedenen Stadtführern und Online-Listen über die besten Falafel in München wird Sim Sim regelmäßig genannt, oft mit dem Hinweis auf günstige Preise und eine klare Spezialisierung auf Falafel. Die Zahl der über die Jahre gesammelten Bewertungen zeigt, dass sich der Laden eine stabile Stammkundschaft aufgebaut hat, trotz oder gerade wegen seines einfachen Konzepts.
Wer Sim Sim besucht oder bestellt, kann damit rechnen, ein schnelles, verhältnismäßig preiswertes und meist frisches Falafelgericht zu bekommen, das sich besonders für den Hunger zwischendurch eignet. Stärken sind die knusprigen Falafel, der beliebte Hummus, die Auswahl an veganen und vegetarischen Kombinationen sowie die unkomplizierte, schnelle Abwicklung. Schwächen liegen im sehr begrenzten Platzangebot, der fehlenden Toilette, der eher schlichten Atmosphäre und einer Würzung, die nicht jeden Geschmack trifft. Für alle, die ein funktionales, auf Falafel fokussiertes Restaurant für einen schnellen Snack oder ein unkompliziertes Mittagessen suchen, kann Sim Sim eine interessante Option sein – insbesondere, wenn man mit realistischen Erwartungen an Ambiente und Service hingeht.