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The Unicorne Inn

The Unicorne Inn

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Äußere Münchener Str. 65, 84036 Landshut, Deutschland
Bar Irish Pub Restaurant
9.6 (484 Bewertungen)

„The Unicorne Inn“ in der Äußeren Münchener Straße präsentiert sich seit Jahrzehnten als uriger Treffpunkt für Gäste, die ein authentisches Irish‑Pub‑Erlebnis mit einfacher, bodenständiger Küche verbinden möchten. Schon beim Betreten fällt die bewusst unveränderte Einrichtung auf: dunkles Holz, enge Tische, lange Theke und ein Stammpublikum, das dem Haus seit vielen Jahren treu ist. Die Atmosphäre wirkt dadurch vertraut und unprätentiös, was vor allem Besucher anspricht, die keine inszenierte Themenbar, sondern ein gewachsenes Wirtshaus mit klarer Identität suchen.

Das Konzept liegt eindeutig zwischen klassischer Bar und gemütlichem Gasthaus: Man trifft sich auf ein frisch gezapftes Bier, bleibt dann aber gerne länger sitzen und bestellt eines der herzhaften Gerichte von der kleinen, aber recht vielseitigen Karte. Viele Gäste betonen, dass sie gerade wegen der Mischung aus lebhafter Stimmung, überschaubarem Raum und persönlicher Ansprache durch das Team immer wiederkommen. Gleichzeitig bedeutet die Beliebtheit des Lokals, dass es besonders kurz nach Öffnung rasch voll werden kann, weshalb spontane Besucher zu den Stoßzeiten nicht immer einen Sitzplatz finden.

In vielen Bewertungen wird deutlich, dass das „The Unicorne Inn“ eher als Pub mit guter Küche wahrgenommen wird als als klassisches Restaurant mit umfangreicher Speisekarte. Statt Fine Dining stehen hier große Portionen, solide Hausmannskost und typische Pub‑Gerichte im Vordergrund. Auf der Speisekarte finden sich rund zwei Dutzend Gerichte, die preislich im moderaten Bereich liegen und damit besonders für Gäste interessant sind, die ein faires Preis‑Leistungs‑Verhältnis suchen. Dass sich am Stil und am Charakter der Gaststätte seit mehr als 30 Jahren wenig geändert hat, wird von vielen als Plus und als Zeichen von Konstanz gewertet.

Besonderes Lob erhält immer wieder das Schnitzel, das als eine Art „Insider‑Tipp“ beschrieben wird und über Jahre hinweg als sehr groß, saftig und knackig paniert galt. Früher wurde das Gericht häufig als überdurchschnittlich groß und preislich attraktiv hervorgehoben, sodass es für viele Stammgäste zum festen Bestandteil jedes Besuchs wurde. Dazu kommt die hausgemachte rote Soße, die eine Art Markenzeichen des Lokals geworden ist und von langjährigen Gästen sogar mit humorvollen Kommentaren bedacht wird. Die Kombination aus Schnitzel, Beilagen und dieser speziellen Soße hat wesentlich zum Ruf des Hauses als bodenständiger Gasthof mit Eigenprofil beigetragen.

Mehrere Bewertungen zeichnen ein Bild von einer Küche, die bewusst einfach bleibt, dabei aber lange Zeit zuverlässig gute Qualität geliefert hat. Gerichte wie gebackener Camembert, klassisch belegte Toasts oder Fleischgerichte mit reichlicher Beilage passen zu einem typischen Irish Pub, das Wert auf Sättigung und Geschmack legt statt auf filigrane Präsentation. Das kommt besonders Gästen entgegen, die in einem Pub‑Restaurant nach einem langen Tag etwas Deftiges essen wollen und keinen Wert auf experimentelle Küche legen. Positiv fällt außerdem auf, dass es auch vegetarische Optionen gibt, wenn auch die Auswahl insgesamt begrenzt ist.

Gleichzeitig zeigen neuere Stimmen, dass sich mit dem Pächterwechsel Veränderungen ergeben haben, die nicht von allen Gästen positiv wahrgenommen werden. Ein Teil der Kritik richtet sich darauf, dass das Schnitzel kleiner geworden sei und das Verhältnis von Portion zu Preis nicht mehr so großzügig wie früher empfunden wird. Auch die rote Soße, die früher als perfekt ausbalanciert und „suchterzeugend“ beschrieben wurde, wird inzwischen von manchen als anders und weniger harmonisch empfunden. Hinzu kommt der Hinweis auf eine unpassende Kartoffelwahl bei Bratkartoffeln, was bei Stammgästen den Eindruck erweckt, dass Detailtreue und Sorgfalt in der Küche etwas nachgelassen haben.

Diese Diskrepanz zwischen langjährigen Erfahrungen und jüngeren Eindrücken zieht sich durch mehrere Bewertungen: Während ältere Kommentare das Lokal als kulinarisch verlässlich, portionsstark und äußerst preiswert beschreiben, weisen neuere Stimmen darauf hin, dass sich das Qualitätsniveau leicht verschoben hat. Für potenzielle Gäste bedeutet das, dass man weiterhin mit solider Pub‑Küche rechnen kann, aber nicht zwangsläufig mit den überdurchschnittlichen Schnitzel‑Portionen und der legendären Soße vergangener Jahre. Wer das „The Unicorne Inn“ von früher kennt, wird die Veränderungen kritischer wahrnehmen als Neueinsteiger, die das Angebot ohne Vergleich kennenlernen.

Auf der Getränkeseite überzeugt das „The Unicorne Inn“ nach wie vor mit einer für ein Pub beachtlichen Auswahl. Klassiker wie Guinness und Kilkenny sind ebenso verfügbar wie eine breite Auswahl an Whisky‑Sorten, die in vielen Bewertungen hervorgehoben wird. Zusätzlich werden immer wieder spezielle Biere und teils exotisch anmutende Sorten angeboten, was Bierliebhaber anspricht, die gerne Neues probieren. Die Bar richtet sich damit klar an Gäste, für die ein gut gezapftes Bier oder ein aromatischer Whisky Teil des Gesamterlebnisses ist.

Die Kombination aus umfangreicher Getränkekarte und bodenständigen Speisen macht das Lokal zu einem typischen Treffpunkt für Freundesgruppen, Paare und langjährige Stammgäste. Einige Gäste betonen, dass das Haus gerade ab etwa 18 Uhr starken Zulauf hat und sich dann rasch füllt, was an der begrenzten Fläche und der dichten Bestuhlung liegt. Wer einen Platz sicherstellen möchte, sollte daher möglichst früh kommen oder mit Wartezeiten rechnen. Dieser lebhafte Betrieb gehört für viele zum typischen Pub‑Gefühl dazu, kann für Besucher, die es ruhiger mögen, aber auch anstrengend wirken.

Ein wichtiges Element des Profils ist die klassische Pub‑Unterhaltung. Im „The Unicorne Inn“ gibt es eine Dart‑Scheibe, die immer wieder in Bewertungen erwähnt wird und bei vielen Abenden für spontane Spiele sorgt. Auf Fernseher, laute Großbildschirme und Karaoke wird bewusst verzichtet, was den Charakter einer altmodischen, gesprächsorientierten Kneipe unterstreicht. Statt lauter Unterhaltungsshows stehen Musik im Hintergrund, Gespräche an der Theke und die Interaktion mit dem Personal im Vordergrund, was sowohl von älteren Gästen als auch von jüngeren Besuchern, die Authentizität suchen, geschätzt wird.

Ein weiterer Pluspunkt ist die warme, oft als familiär beschriebene Atmosphäre. Viele Gäste heben hervor, dass sich Stammgäste und neue Besucher problemlos mischen und man schnell ins Gespräch kommt. Das Publikum gilt als offen und freundlich, was vor allem für Alleinreisende oder Neulinge in der Stadt angenehm sein kann. Gleichzeitig sollte man berücksichtigen, dass der starke Stammtisch‑Charakter und die enge Raumaufteilung nicht zwangsläufig jedem gefällt, der eher Wert auf Distanz oder viel Platz legt.

Beim Service wird meist die Freundlichkeit des Wirts und der Mitarbeiter betont, auch wenn in einzelnen Kommentaren erwähnt wird, dass das Personal an sehr vollen Abenden sichtbar gefordert ist. Gerade im Zeitraum direkt nach Öffnung, wenn viele Gäste gleichzeitig bestellen, kann es daher zu Wartezeiten kommen. Das entspricht dem typischen Bild eines kleinen Pubs mit nur einer Thekenkraft und begrenzten Kapazitäten in der Küche. Wer sich darauf einstellt und etwas Geduld mitbringt, erlebt die Bedienung zumeist als aufmerksam und persönlich, auch wenn nicht jeder Ablauf perfekt getaktet wirkt.

Die Speisekarte ist für ein Irish‑Pub‑Restaurant dieser Größe erstaunlich breit, bleibt aber klar im Bereich herzhaft‑rustikaler Gerichte. Neben dem vielgelobten Schnitzel und Toast‑Varianten sind verschiedene Snacks und Klassiker der Kneipenküche zu finden, die gut zu Bier und Whisky passen. Die Preise bewegen sich im mittleren Segment, was in Kombination mit den traditionell eher großzügigen Portionen von vielen als fair empfunden wird. Neuere Besucher sollten allerdings im Hinterkopf behalten, dass einige Stammgäste die frühere Preis‑Leistungs‑Relation als noch attraktiver erlebt haben.

Ein Vorteil für viele Gäste ist die Möglichkeit zum klassischen Dine‑in: Man kann in ruhigerer Atmosphäre zu Beginn des Abends essen und anschließend nahtlos in den Barbetrieb übergehen. Liefer‑ oder Frühstücksangebote spielen im Konzept des Hauses dagegen keine Rolle. Der Fokus liegt ganz klar auf Abendbetrieb und späten Stunden, in denen sich der schmale Raum zunehmend füllt und die Kneipe ihren vollen Charakter entfaltet. Dass der Zugang als rollstuhlgerecht beschrieben wird, ist ein zusätzlicher Pluspunkt für Besucher mit eingeschränkter Mobilität.

In der Gesamtsicht bietet das „The Unicorne Inn“ eine Mischung aus traditionellem Irish Pub, eingeschränkter, aber charakterstarker Küche und lebendigem Treffpunkt für Stammgäste und neue Besucher. Stärken sind die authentische Einrichtung, die breite Getränkeauswahl, die über Jahre hinweg beliebte rote Soße und typische Pub‑Gerichte wie das Schnitzel. Auf der anderen Seite stehen Hinweise auf nachlassende Konstanz in der Küche seit einem Pächterwechsel, punktuelle Kritik an Portionsgröße und Würzung sowie die sehr begrenzte Platzsituation zu Stoßzeiten. Für alle, die ein unverfälschtes Pub‑Ambiente suchen, ein frisch gezapftes Bier genießen und dazu solide, einfache Küche bevorzugen, bleibt das „The Unicorne Inn“ dennoch eine interessante Option, gerade im Vergleich zu standardisierten Restaurants ohne eigenen Charakter.

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