Upstairs
ZurückUpstairs in München präsentiert sich als intimes Pop-up-Restaurant mit klarem kulinarischem Konzept und Fokus auf hochwertigen Produkten, persönlichem Service und einer bewusst überschaubaren Gästezahl. Die Räumlichkeiten im ersten Stock an der Adresse Odeonsplatz 18 sind vergleichsweise klein, was zu einer ruhigen, fast wohnzimmerartigen Atmosphäre führt und Upstairs klar von vielen größeren Restaurants der Umgebung unterscheidet. Wer ein Dinner in entspannter, aber dennoch gehobener Umgebung sucht, findet hier einen Rahmen, der eher an einen privaten Salon als an ein klassisches Großraum-Restaurant erinnert.
Das Herzstück des Angebots ist eine Küche, die sich stark an saisonalen und frischen Zutaten orientiert und diese in einem festen Menü präsentiert. Gäste berichten von einem mehrgängigen Menü mit präzise komponierten Tellern, bei denen Qualität und Zubereitung sichtbar im Vordergrund stehen. Statt einer langen Karte setzt Upstairs auf eine kuratierte Auswahl, was der Küche erlaubt, Fleisch, Fisch und Gemüse punktgenau zuzubereiten und geschmacklich stimmig aufeinander abzustimmen. Diese Reduktion führt dazu, dass das Erlebnis eher an ein Fine-Dining-Restaurant als an ein klassisches Alltagslokal erinnert, auch wenn die Atmosphäre deutlich lockerer bleibt.
Besonders positiv hervorgehoben wird das Käse- und Fleischfondue-Angebot, das Upstairs von vielen anderen Restaurants abhebt. Gäste loben die sehr frischen Zutaten, eine schöne Auswahl an Gemüse sowie exzellentes Fleisch, das qualitativ oberhalb dessen liegt, was man in einem durchschnittlichen Fondue-Restaurant erwarten würde. Die Soßen werden als geschmacklich sehr gelungen beschrieben, mit fein abgestimmten Aromen, die mit Fleisch, Brot und Gemüse gleichermaßen harmonieren. Für Gruppen, die einen gemeinsamen Abend mit Fondue planen, bietet Upstairs damit ein klares Alleinstellungsmerkmal, da das Konzept in dieser Qualität nicht an jeder Ecke zu finden ist.
Auch jenseits des Fondues punktet Upstairs mit einem Menü, das immer wieder positiv erwähnt wird. Gäste, die ein Vier-Gänge-Menü getestet haben, heben die abgerundete Dramaturgie der Gänge hervor: von fein komponierten Vorspeisen über ausgewogene Zwischengänge bis hin zu Fisch- oder Fleisch-Hauptgängen, die auf den Punkt gegart sind. Besonders in Erinnerung bleibt ein Steinbutt-Gang, der mit seinem Gargrad und der feinen Abstimmung von Beilagen und Sauce hervorsticht und zeigt, dass die Küche in der Liga ambitionierter Fine-Dining-Restaurants mitspielen will. Wer Wert auf ein durchdachtes Menü legt, findet hier also eine Alternative zu klassisch à-la-carte orientierten Lokalen.
Der Weinkeller von Upstairs wird in mehreren Stimmen ebenso positiv erwähnt. Vor allem Rotweine begleiten laut Gästen das Menü auf überzeugende Weise, ohne die Speisen zu überdecken. Die Auswahl wirkt nicht überladen, sondern fokussiert; das Personal empfiehlt passende Weine zu den einzelnen Gängen und geht auf persönliche Vorlieben ein. Für Weinliebhaber, die ein mehrgängiges Menü mit abgestimmter Weinbegleitung suchen, kann Upstairs daher eine interessante Adresse sein, auch wenn das Angebot nicht so breit ausfällt wie in großen, auf Wein spezialisierten Restaurants.
Ein weiterer Pluspunkt ist der Service, der immer wieder als aufmerksam, humorvoll und gleichzeitig unaufdringlich beschrieben wird. Die Mitarbeitenden bewegen sich sicher zwischen Lockerheit und Professionalität, erklären die Gänge und geben Empfehlungen, ohne zu belehren oder Hektik aufkommen zu lassen. Gerade in einem kleineren Pop-up-Setting ist diese Art von Service entscheidend, damit der Abend nicht nur kulinarisch, sondern auch atmosphärisch stimmig ist. Wer großen Wert auf eine persönliche Betreuung legt, findet hier eine Stärke, die in anonymeren, stark frequentierten Restaurants oft fehlt.
Die Einrichtung von Upstairs polarisiert etwas stärker. Einige Gäste empfinden die Gestaltung mit Elementen wie pinkem Licht als leicht kitschig und weniger zeitlos-elegant als in klassischen Gourmet-Restaurants. Andere sehen darin einen charmanten, unkonventionellen Stil, der sich bewusst vom sehr formellen Fine Dining abgrenzt. Fakt ist: Upstairs inszeniert sich nicht als steifes Sternerestaurant, sondern als moderner, leicht verspielter Raum, der eher ein jüngeres, stilaffines Publikum anspricht, das einen lockeren Abend mit Anspruch an Küche und Service schätzt.
Die ruhige Atmosphäre im ersten Stock wird vielfach gelobt und bietet einen deutlichen Kontrast zu stark frequentierten Restaurants im Erdgeschosslage. Durch die überschaubare Größe bleibt der Geräuschpegel angenehm, Gespräche am Tisch sind ohne Anstrengung möglich, und es entsteht ein fast privates Ambiente. Für Paare, kleine Gruppen oder Geschäftstermine, bei denen ein ungestörtes Gespräch wichtig ist, kann diese Ruhe ein ausschlaggebender Grund sein, Upstairs anderen, lebhafteren Lokalen vorzuziehen. Wer hingegen eine sehr lebendige, laute Bar-Atmosphäre erwartet, könnte Upstairs als zu ruhig empfinden.
Als Pop-up-Konzept ist Upstairs nicht auf klassische Alltagsnutzung wie ein durchgehend geöffnetes Stadtteil-Restaurant ausgelegt. Die Öffnungszeiten konzentrieren sich auf ausgewählte Abende sowie begrenzte Mittagszeiten an bestimmten Tagen. Das bedeutet für Gäste: Ein spontaner Besuch ohne Reservierung ist eher die Ausnahme, und man sollte seinen Restaurantbesuch im Voraus planen. Für Menschen, die kurzfristig entscheiden oder häufig mittags ein unkompliziertes Mittagessen suchen, ist das Konzept daher weniger geeignet als bei dauerhaft geöffneten Restaurants mit breiter Karte.
Auch die Positionierung im oberen Preis- und Qualitätssegment sollte bedacht werden. Upstairs legt klar den Schwerpunkt auf ein durchkomponiertes Menü mit hochwertigen Zutaten, was sich erfahrungsgemäß im Preisniveau bemerkbar macht. Wer ein günstiges, schnelles Essen oder klassische Tellergerichte in großer Auswahl sucht, ist hier nicht an der richtigen Adresse. Stattdessen richtet sich das Angebot eher an Gäste, die bereit sind, für Qualität, Atmosphäre und Service eines gehobenen Restaurants ein entsprechendes Budget einzuplanen und dafür ein kompaktes, aber bewusst gestaltetes Erlebnis erwarten.
Andererseits schafft die Pop-up-Struktur die Möglichkeit, Themenabende, saisonale Schwerpunkte oder besondere Menüs umzusetzen, ohne dauerhaft an eine fixe Karte gebunden zu sein. Das kann für Stammgäste attraktiv sein, weil sich das kulinarische Erlebnis regelmäßig verändert und neue Gerichte dazu einladen, wiederzukommen. Gleichzeitig birgt es ein gewisses Maß an Unplanbarkeit: Bestimmte Gerichte, von denen frühere Gäste schwärmten, stehen möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr auf dem Menü. Wer sich gerade wegen eines spezifischen Gangs für ein Restaurant entscheidet, sollte daher berücksichtigen, dass Upstairs stärker mit wechselnden Menüs arbeitet.
Die Lage im ersten Stock bedeutet außerdem, dass der Zugang möglicherweise nicht für alle Gäste gleichermaßen komfortabel ist. Personen mit eingeschränkter Mobilität könnten den Weg nach oben als Hürde empfinden, zumal das Konzept stark auf den Innenraum ausgerichtet ist und klassische Außenplätze, wie sie viele Straßencafés und Restaurants bieten, hier keine Rolle spielen. Für Gäste, denen Barrierefreiheit und ebenerdiger Zugang besonders wichtig sind, ist dies ein Aspekt, den man vorab bedenken sollte. Wer jedoch den abgeschlossenen, etwas zurückgezogenen Charakter schätzt, erlebt Upstairs als bewusst abgetrennten Ort vom Trubel.
In der Gesamtschau präsentiert sich Upstairs als Pop-up-Restaurant mit klarer kulinarischer Handschrift, das sich an ein Publikum richtet, das Wert auf ein durchdachtes Menü, sehr guten Service und eine intime Atmosphäre legt. Die Stärken liegen in der Qualität von Fondue und Menügängen, dem engagierten Service und dem ruhigen Umfeld, das sich deutlich von vielen klassisch ausgerichteten Restaurants unterscheidet. Einschränkungen ergeben sich aus der begrenzten Verfügbarkeit, dem eher gehobenen Preisniveau, der polarisierenden Innenraumgestaltung und der Lage im ersten Stock. Für Gäste, die ein bewusst geplantes Dinner mit Fokus auf Genuss suchen, kann Upstairs eine sehr interessante Option sein, während es für spontane Besuche, große Gruppen oder rein preisorientierte Restaurantwahl weniger geeignet ist.