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Weinstube Träuble

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Gablenberger Hauptstraße 66, 70186 Stuttgart, Deutschland
Bar Biergarten Deutsches Restaurant Restaurant Weinstube
8.4 (289 Bewertungen)

Weinstube Träuble präsentiert sich als bodenständiges, kleines Lokal, das auf ehrliche Küche und eine sehr persönliche Handschrift der Wirtin setzt. Gäste erleben hier kein glatt gebügeltes Konzept, sondern eine eigenständige Mischung aus schwäbischer und steirischer Hausmannskost, serviert in einer bewusst urigen Atmosphäre, die eher an ein traditionelles Wohn- oder Esszimmer erinnert als an ein modernes Designlokal.

Im Mittelpunkt steht eine handwerklich gekochte Küche mit starkem regionalem Bezug. Typische Gerichte wie schwäbischer Wurstsalat, Kässpätzle, Gaisburger Marsch oder Zwiebelrostbraten treffen auf Einflüsse aus der Steiermark wie Backhendl, Wirsingrouladen, Topfenstrudel oder Ochsenschwanzragout. Viele Gäste heben hervor, dass Salate besonders frisch, knackig und sorgfältig abgeschmeckt sind, teilweise mit Kürbiskernöl, was dem typischen regionalen Charakter eine zusätzliche, leicht nussige Note verleiht.

Wer Wert auf authentische, bodenständige Gerichte legt und lieber in einer klassischen Weinstube sitzt als in einem minimalistischen Designraum, findet hier einen passenden Rahmen. Die Speisekarte ist nicht überladen, sondern konzentriert sich auf einige ausgewählte Gerichte, die regelmäßig wechseln. Das sorgt dafür, dass vieles frisch zubereitet wird, was man an der Struktur des Gemüses, der Konsistenz der Soßen und der ansprechenden Temperatur beim Servieren merkt, wie zahlreiche Rückmeldungen über besonders gelungene Lebergerichte, Suppen und Fischspeisen zeigen.

Ein häufig genannter Pluspunkt ist die Qualität der Hauptgerichte. Immer wieder werden perfekt gebratene Lebergerichte mit fein abgestimmten Aromen erwähnt, ebenso ein besonders gut zubereiteter Fisch, der von Gästen als einer der besten seit langem bezeichnet wurde. Charakteristisch sind klare, unverfälschte Geschmäcker: das Fleisch ist saftig, Beilagen schmecken nach frischen Kräutern statt künstlichen Aromen, und Soßen wirken hausgemacht, nicht industriell. Dadurch eignet sich das Lokal für Gäste, denen es vor allem auf solide, warme Küche ankommt.

Die Spezialität des Hauses, das sogenannte Chefschnitzel, ist an ein Cordon Bleu angelehnt: Es handelt sich um eine gefüllte Schweinsroulade mit Sesam-Kürbiskern-Kruste, die die Brücke zwischen schwäbischer und steirischer Tradition schlägt. Auch Klassiker wie saure Kutteln, Kaiserschmarrn, Ochsenschwanzragout oder Vanilleeis mit Kürbiskernöl tauchen regelmäßig auf der Tafel auf und zeigen, dass hier mit einem klaren kulinarischen Konzept gearbeitet wird. Wer sich für regionale Spezialitäten interessiert und gern Neues innerhalb dieses Rahmens probiert, findet in dieser Auswahl genügend Abwechslung.

Neben der Küche spielt der Wein eine zentrale Rolle. Als klassische Weinstube bietet das Träuble eine Auswahl an Weinen aus Deutschland und Österreich, wodurch der Bezug zur steirischen Herkunft der Wirtin auch im Glas sichtbar wird. Positive Stimmen loben kompetente Empfehlungen, die gut zu den kräftigen, herzhaften Gerichten passen. Die Preise für Hausweine und Flaschenweine gelten eher als fair, was insbesondere Gäste anspricht, die nicht nur ein Essen, sondern einen langen Abend mit mehreren Gläsern planen.

Die Getränkekarte geht dabei über Wein hinaus: Es werden Bier und alkoholfreie Getränke angeboten, sodass auch Gäste, die keinen Wein trinken möchten, gut versorgt sind. Die Kombination aus gehaltvollen Speisen und gut abgestimmten Getränken ist einer der Gründe, warum das Lokal von vielen Stammkunden geschätzt wird. Mehrfach wird in Bewertungen erwähnt, dass man hier gerne lange sitzen bleibt, sobald man seinen Platz gefunden hat.

Das Ambiente wird überwiegend als urig, gemütlich und unverfälscht beschrieben. Holzvertäfelung, einfache Tische, eng gestellte Sitzplätze und ein kleiner Außenbereich unter einer Kastanie schaffen den Rahmen für eine traditionelle Weinstuben-Atmosphäre. Viele Gäste genießen gerade dieses bodenständige Umfeld, das bewusst nicht auf moderne Effekte setzt. Wer eine ruhige, gedämpfte Umgebung ohne Musik oder bunte Dekoration bevorzugt, kommt hier eher auf seine Kosten als in einem trendigen Szene-Lokal.

Gleichzeitig ist der Stil nicht für jeden passend. Die Räumlichkeiten sind überschaubar und können bei voller Belegung schnell laut und dicht gedrängt wirken, was vorrangig Gäste stören kann, die viel Platz oder Abstand erwarten. Die individuelle und eigenwillige Art der Wirtin prägt das Gesamtbild zusätzlich: Sie bedient, kocht und organisiert vieles selbst und bringt dabei eine direkte, ungeschönte Art mit, die von manchen als herzlich, von anderen als ruppig wahrgenommen wird.

Hier zeigt sich eine klare Spannung, die sich durch viele Rückmeldungen zieht. Auf der einen Seite steht eine Gruppe von Gästen, die die Wirtin als authentische Gastgeberin mit Herz beschreiben, die trotz Personalknappheit Küche und Service souverän meistert. Sie akzeptieren Wartezeiten als logische Folge frischer Zubereitung und schätzen die persönliche, manchmal humorvoll-direkte Ansprache. Auf der anderen Seite berichten Gäste von ausgesprochen unfreundlichen Erlebnissen, bis hin zu dem Eindruck, nicht willkommen zu sein oder sogar „verscheucht“ zu werden, wenn der Aufenthalt aus Sicht des Hauses zu lang dauert.

Ein wiederkehrender Kritikpunkt betrifft den Service. Manche Besucher bemängeln, dass sie beim Eintreten längere Zeit nicht beachtet wurden oder sich deutlich unerwünscht fühlten, wenn sie beispielsweise nur ein Getränk bestellen wollten statt ein vollständiges Essen. Berichte von abweisenden Gesten, genervten Kommentaren bei Nachbestellungen oder deutlichen Hinweisen, dass ohne Essensbestellung kein Platz gewünscht sei, können potenzielle Gäste verunsichern, die viel Wert auf durchgehend freundliche Bedienung legen.

Auch beim Tempo gehen die Meinungen auseinander. Für Gäste, die Zeit mitbringen und wissen, dass in einer kleinen Weinstube vieles frisch und mit wenig Personal zubereitet wird, sind Wartezeiten von der Bestellung bis zum Hauptgang kein Problem und werden sogar als Qualitätsmerkmal gesehen. Wer hingegen eine schnelle Abfolge wie im modernen Restaurant oder in einem auf effizienten Service ausgerichteten Gasthaus erwartet, könnte den Ablauf als zu langsam empfinden. Verschiedene Stimmen weisen außerdem darauf hin, dass die Wirtin Gäste offen darauf hinweist, wenn es länger dauern kann – das kann man positiv als Ehrlichkeit, aber auch als Einschränkung verstehen.

Die Portionsgrößen werden ebenfalls unterschiedlich erlebt. Viele Gäste empfinden die Teller als ausreichend und loben das Verhältnis von Menge zu Preis gerade angesichts der Frische und Qualität. Andere bemängeln, dass besonders bei einigen Gerichten die Portion eher klein ausfällt, speziell wenn der Hunger groß ist. In Verbindung mit dem Fokus auf handwerkliche Küche und fair kalkulierte Preise ergibt sich das Bild eines Lokals, das eher auf Qualität und Sättigung in normalem Rahmen setzt als auf sehr große Teller zu niedrigen Preisen.

Preislich bewegt sich das Träuble im mittleren Segment, was es für ein klassisches Restaurant mit handwerklicher Küche und Weinangebot attraktiv macht. Mehrere Gäste sprechen von „sehr fairen Preisen“ für die gebotene Qualität, sowohl bei Speisen als auch bei Wein. Gerade wer Schwäbisches oder Österreichisches essen möchte, ohne in ein gehobenes Gourmetrestaurant zu gehen, findet hier eine bodenständige Alternative. Gleichzeitig sollten Interessierte den besonderen Charakter des Hauses im Blick behalten, bevor sie sich entscheiden.

Für potenzielle Gäste lohnt sich ein genauer Blick auf das eigene Profil. Wer traditionelle Küche mag, Zeit mitbringt und einen direkten, manchmal auch rauen Ton im Service nicht scheut, wird im Träuble wahrscheinlich einen Ort finden, an dem Essen und Wein im Vordergrund stehen und persönliche Handschrift geschätzt wird. Die Kombination aus schwäbischer und steirischer Hausmannskost, einer abwechslungsreichen Tafel, frischen Salaten und einem eigenwilligen Ambiente sorgt dafür, dass viele Besucher von einem besonderen Erlebnis sprechen.

Wer dagegen besonderen Wert auf durchgehend zuvorkommenden, zurückhaltenden Service legt, sehr spontane Kurzbesuche nur für ein Glas Wein plant oder große, ruhige Räume erwartet, könnte mit dem Stil des Hauses eher hadern. Die Berichte über Unfreundlichkeit, das Ignorieren von Gästen, die nur etwas trinken möchten, und den Wunsch nach schnellerer Abwicklung zeigen, dass nicht jede Erwartung erfüllt wird. In diesem Spannungsfeld bewegt sich Weinstube Träuble: kulinarisch stark, charaktervoll und handwerklich geprägt, aber mit einer Servicekultur, die man mögen muss und die nicht auf alle Zielgruppen zugeschnitten ist.

Insgesamt bietet Weinstube Träuble ein Profil, das sich klar von vielen anderen Restaurants abgrenzt. Hier geht es um eigenständige schwäbisch-steirische Küche, persönliche Gastgeberkultur, eine kleine, wechselnde Karte und einen deutlichen Schwerpunkt auf Wein. Für Gäste, die genau das suchen, kann ein Abend im Träuble zu einem intensiven Erlebnis werden, das man nicht so schnell vergisst – positiv wie kritisch. Wer sich darauf einlässt, erhält ehrliche Küche, eine unverstellte Atmosphäre und einen Einblick in eine Gastronomie, in der der Charakter des Hauses mindestens genauso wichtig ist wie die Speisekarte.

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