who killed the pig
ZurückWer zum ersten Mal das „who killed the pig“ betritt, merkt schnell, dass hier bewusst ein anderer Weg gegangen wird als in vielen klassischen Restaurants in Gießen. Die Verbindung aus moderner Tagesbar, kreativer Fusion-Küche und Eventlocation spricht vor allem Gäste an, die Wert auf Atmosphäre, guten Sound und ausgefallene Drinks legen, aber zugleich ein solides kulinarisches Angebot erwarten.
Im großzügigen Innenraum fällt sofort das durchdachte Design auf: Beton, Stahl und warme Holzelemente im Industrial Style treffen auf viel Licht und hohe Decken. Das Ambiente wirkt stylisch und gleichzeitig einladend, was viele Gäste als großen Pluspunkt hervorheben. Bequeme Sitzplätze, ein großer offener Raum und Details wie stimmige Beleuchtung schaffen eine Umgebung, in der man sowohl zum Frühstück als auch am Abend gerne länger sitzen bleibt.
Ein zentraler Baustein des Konzepts ist die Kombination aus Bar und Restaurant. Die Theke ist deutlich mehr als nur Ausgabe für Getränke: Hier werden Signature-Drinks wie der häufig gelobte „Pig Spritz“ mit Rosmarin und Himbeere serviert, der sich von üblichen Spritz-Varianten abhebt und das Profil als Cocktail-Spot schärft. Die Barkarte setzt auf hochwertige Zutaten und kreative Kompositionen, was das Pig für Freunde von Cocktails und Longdrinks besonders attraktiv macht.
Kulinarisch arbeitet das „who killed the pig“ mit einer bewusst übersichtlichen, aber durchdachten Karte. Statt einer endlosen Auswahl konzentriert man sich auf einige wenige Kategorien: aromatische Currys, würzige Ramen, Bowls und Barfood in kleinerer Portionierung. Diese Fokussierung hat den Vorteil, dass viele Speisen sehr stimmig abgeschmeckt sind und als „mega lecker“ beschrieben werden, zugleich bedeutet sie aber auch, dass Gäste mit klassisch-deutscher Küche oder sehr großer Auswahl hier weniger fündig werden.
Die Qualität der Speisen wird in vielen Rückmeldungen hervorgehoben: Frische Zutaten, gute Würzung und eine moderne Interpretation internationaler Gerichte prägen die Küche. Besonders positiv fallen vegetarische Optionen und Bowls auf, die zeigen, dass bewusste Ernährung hier ernst genommen wird. Zugleich handelt es sich nicht um ein reines Veggie-Konzept – Fleischliebhaber kommen ebenso auf ihre Kosten, etwa bei Spezialitäten vom Grill oder bei reichhaltigen Curry-Gerichten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Frühstück und Brunch, was das Pig von vielen anderen Restaurants und Bars unterscheidet. Am Wochenende wird ein All-in-Brunch angeboten, der immer wieder ausdrücklich gelobt wird. Die Auswahl reicht von verschiedenen Wurst- und Käsesorten über herzhafte Salate, Dips wie Salsa, Guacamole und Lachscreme bis hin zu Müsli, Joghurt mit Obst, Obstsalat und süßen Komponenten. Gäste schätzen die Vielfalt und beschreiben das Angebot als reichhaltig und abwechslungsreich, insbesondere für Familien ist das nach Alter der Kinder gestaffelte Preis-Leistungs-Verhältnis ein Argument.
Wer eher auf der Suche nach einem entspannten Abendessen ist, findet im Pig eine Mischung aus Bistro und moderner Bar-Küche. Kleine und feine Gerichte lassen sich gut kombinieren; oft empfiehlt es sich, mehrere Speisen zu teilen, um mehr von der Karte zu probieren. Dieses Sharing-Konzept passt zur lebendigen Atmosphäre und eignet sich besonders für Gruppen, die einen Abend mit Drinks, gutem Essen und Gesprächen planen.
Die Getränkekarte geht deutlich über Standardauswahl hinaus: Neben Cocktails gibt es eine solide Auswahl an Weinen und natürlich Bier. Gerade in Kombination mit dem Essen zeigt sich, dass das „who killed the pig“ eher im Bereich trendige Bar mit guter Küche als klassisches Speiselokal einzuordnen ist. Wer einen Ort sucht, an dem sich Abendessen und Drinks auf hohem Niveau verbinden lassen, findet hier passende Rahmenbedingungen.
Ein oft genannter Pluspunkt ist das Service-Team. Viele Gäste berichten von sehr freundlichen, aufmerksamen und herzlichen Mitarbeitenden, die sich Zeit nehmen, Speisen und Drinks zu erklären oder Empfehlungen auszusprechen. Dies trägt maßgeblich dazu bei, dass sich Besucher wohlfühlen und gerne wiederkommen. Einzelne Stimmen erwähnen allerdings auch, dass der Service gelegentlich etwas vergesslich oder langsam sein kann, vor allem bei größerem Andrang. Diese Schwankungen im Ablauf ändern wenig an der grundsätzlich positiven Wahrnehmung, sind aber ein Aspekt, den man als Gast im Hinterkopf behalten kann.
Akustik und Lautstärke sind ein zweiter Punkt, der differenziert betrachtet werden sollte. Live-Musik, etwa Jazz-Bands, wird von musikaffinen Gästen sehr geschätzt und unterstreicht den barartigen Charakter des Hauses. Gleichzeitig wird vereinzelt kritisiert, dass die Lautstärke bei solchen Auftritten deutlich ansteigt und Unterhaltungen am Tisch erschwert. Wer einen ruhigen Abend mit viel Gesprächsbedarf plant, sollte sich vorab informieren, ob an dem Abend ein Konzert oder Event stattfindet.
Die Rolle des Pig als Eventlocation ist ein weiterer Baustein des Profils. Der großzügige Raum, die moderne Ausstattung und das historische Gebäude im Hintergrund machen die Location interessant für Feiern, Firmenveranstaltungen, Hochzeiten oder kulturelle Events wie Lesungen und Konzerte. Die Möglichkeit, den Ort auch privat zu nutzen, spricht vor allem Menschen an, die ein stilvolles Setting mit funktionierender Bar- und Catering-Struktur kombinieren möchten.
Preislich bewegt sich das „who killed the pig“ im mittleren Segment. Die Kosten werden von vielen Gästen als der Qualität angemessen beschrieben, es gibt jedoch auch Stimmen, die das Preisniveau als eher hoch empfinden – insbesondere bei regelmäßigem Besuch oder beim All-in-Brunch. Wer bewusst auf hochwertige Zutaten, ein besonderes Ambiente und ausgefallene Drinks setzt, fühlt sich in diesem Rahmen meist gut aufgehoben; wer eher nach günstigen Angeboten sucht, wird das Preis-Leistungs-Verhältnis kritischer sehen.
Auch die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen sind zeitgemäß: Digitale Zahlungen, Kartenzahlung und Reservierungsmöglichkeit sind selbstverständlich. Viele Gäste empfehlen ausdrücklich, vor allem für Brunch oder Abendservice zu reservieren, da das Haus gut besucht sein kann. Die Lage im Bereich des alten Schlachthofs bringt zudem den Vorteil mit sich, dass sich in der Umgebung Parkmöglichkeiten finden lassen, was die Anreise mit dem Auto erleichtert.
Ein kleiner Nachteil, der wiederholt erwähnt wird, betrifft den Geruch nach dem Besuch: Durch die offene Küche und die intensive Zubereitung von Currys und anderen warmen Speisen kann es vorkommen, dass Kleidung im Anschluss deutlich nach Essen riecht. Für manche Besucher ist das ein geringes, für andere ein stärkeres Ärgernis. Wer geruchsempfindlich ist oder direkt im Anschluss an den Besuch noch einen anderen Termin hat, sollte diesen Punkt berücksichtigen.
Sauberkeit und Pflege des Innenraums werden überwiegend positiv bewertet. Die Toiletten werden als sauber und gepflegt beschrieben, was den Gesamteindruck abrundet. Die Kombination aus historischer Bausubstanz, modernem Design und einem spürbar durchkonzipierten Gastronomie-Konzept sorgt dafür, dass das Pig im lokalen Vergleich als eines der charakterstärkeren Restaurants und Bars wahrgenommen wird.
Für potenzielle Gäste stellt sich die Frage, für welche Anlässe das „who killed the pig“ besonders geeignet ist. Wer ein stilvolles Frühstück oder einen ausgedehnten Brunch mit vielseitigem Buffet sucht, findet hier ein attraktives Angebot. Für Abende mit Freunden, Kolleginnen oder als Paar bietet die Mischung aus Cocktailbar, Restaurant und Eventlocation einen interessanten Rahmen, insbesondere wenn man moderne Küche, kreative Drinks und lebendige Atmosphäre schätzt.
Weniger passend ist der Ort für alle, die eine ruhige, klassische Speisekarte ohne Überraschungen bevorzugen oder auf der Suche nach sehr günstigen Gerichten sind. Die bewusst überschaubare Karte, das trendige Ambiente und die gelegentlich hohe Lautstärke richten sich eher an ein Publikum, das Erlebnisgastronomie mit moderne Bar-Kultur verbindet und dafür bereit ist, etwas mehr auszugeben.
In der Gesamtbetrachtung präsentiert sich das „who killed the pig“ als charakterstarke Tagesbar und Restaurant mit klarer Handschrift: kreative Gerichte von Ramen über Currys bis Bowls, ein starkes Brunch-Konzept, eine ausgereifte Barkarte und ein markanter Stil zwischen Industrial-Chic und historischer Architektur. Kleinere Schwächen wie gelegentliche Service-Schwankungen, Geruchsentwicklung und Lautstärke bei Events ändern wenig an der Tatsache, dass das Pig für viele Gäste in Gießen zu den interessanteren Adressen gehört, wenn es um modernes Ausgehen, gutes Essen und Drinks in besonderer Umgebung geht.