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Zum Eichhörnchen

Zum Eichhörnchen

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Gaehtjestraße 23, 24340 Eckernförde, Deutschland
Bar Gastrokneipe Restaurant
9.2 (59 Bewertungen)

Zum Eichhörnchen ist eine traditionsreiche Eckernförder Kneipe, die sich klar als unkomplizierter Treffpunkt für Nachtschwärmer, Stammgäste und neugierige Urlauber positioniert. Der Schwerpunkt liegt weniger auf gehobener Küche als auf geselligem Beisammensein, Musik, Sportübertragungen und günstigen Getränken, was vor allem Gäste anspricht, die eine authentische, leicht nostalgische Atmosphäre schätzen.

Der Charakter des Lokals ist deutlich von seiner Geschichte geprägt. Schon Ende der 1960er Jahre galt das Eichhörnchen für viele Soldaten und junge Leute in Eckernförde als feste Anlaufstelle, und zahlreiche Gäste verbinden bis heute persönliche Erinnerungen mit diesem Ort. Diese lange Tradition spürt man noch immer im Innenraum: Vieles wirkt bewusst altbewährt, die Einrichtung ist eher einfach und funktional, dafür aber mit einem gewissen Kultfaktor, der Fans klassischer Kneipen anspricht. Wer moderne Lounge-Optik oder Designermöbel erwartet, ist hier nicht richtig, wer allerdings eine bodenständige, leicht rauchige Szenekneipe mag, findet genau das, was er sucht.

Als Mischung aus Bar und Kneipe funktioniert Zum Eichhörnchen vor allem am Abend und in der Nacht. Die Öffnungszeiten reichen typischerweise bis in die frühen Morgenstunden, wodurch sich der Laden als Abschlussstation nach einem Restaurantbesuch oder einem Stadtbummel anbietet. Viele Gäste kommen nach dem Essen noch auf ein Bier vorbei oder beginnen den Abend hier mit einem Drink, bevor sie weiterziehen. Das Lokal bietet klassische Getränke, Bier vom Fass und Spirituosen, ergänzt durch einfache Snacks, aber ohne Anspruch auf eine umfangreiche Speiseauswahl wie in einem vollwertigen Restaurant.

Die Stimmung wird von Besuchern als lebhaft, fröhlich und teilweise sehr ausgelassen beschrieben. Musik spielt eine große Rolle, und das Team hinter dem Tresen geht auf Musikwünsche ein, soweit es möglich ist. Besonders gelobt wird der Einsatz des Personals, das sich Mühe gibt, individuelle Wünsche zu berücksichtigen und sowohl Stammgäste als auch neue Besucher freundlich zu behandeln. Das schafft ein fast familiäres Klima, in dem man schnell ins Gespräch kommt, was vor allem Alleinreisende oder neu Zugezogene zu schätzen wissen.

Ein wichtiger Punkt, den potenzielle Gäste kennen sollten: Zum Eichhörnchen ist ein Raucherlokal mit Zutritt ab 18 Jahren. Das bedeutet, dass im Innenraum geraucht werden darf und Nichtraucher mit einer entsprechenden Rauchbelastung rechnen müssen. Für einige Gäste ist genau das Teil des urigen Charakters – eine klassische Kneipe, in der noch geraucht wird –, andere empfinden dies als klaren Nachteil und bevorzugen rauchfreie Bars. Wer empfindlich auf Rauch reagiert oder einen Abend mit Kindern plant, sollte diesen Aspekt berücksichtigen.

Der Charme der Einrichtung ergibt sich aus einer gewissen Patina. Vieles ist „in die Jahre gekommen“, von der Möblierung bis hin zu Dekoelementen, und wirkt eher schlicht und zweckmäßig statt modern. Das kann aus Sicht der Gäste sowohl positiv als auch negativ sein: Wer eine gemütliche, altmodische Kneipe mit Stammtisch-Flair sucht, fühlt sich in der rustikalen Umgebung wohl. Wer hingegen Wert auf ein hochwertiges Ambiente, aufwändig inszenierte Innenarchitektur oder eine klare Designlinie legt, wird hier eher das Gefühl haben, in der Zeit zurückversetzt zu sein.

Sportfans finden in Zum Eichhörnchen einen Treffpunkt, um gemeinsam Fußball zu schauen. Übertragungen von Spielen sorgen regelmäßig für volle Tische, laute Reaktionen und eine intensive Stimmung vor dem Bildschirm. Gerade zu wichtigen Partien wirkt die Kneipe wie ein kleiner Fan-Treff, in dem man auch ohne große Voranmeldung schnell Anschluss findet. Wer jedoch einen ruhigen Abend bei leiser Hintergrundmusik sucht, sollte Spieltage meiden, da es dann deutlich lebhafter und lauter werden kann.

Die Preisausrichtung ist eher moderat. Besucher berichten von fairen Konditionen für Getränke, was den Laden auch für längere Abende attraktiv macht. Statt edler Cocktails stehen klassische Longdrinks, Bier, Wein und einfache Shots im Mittelpunkt. Für Gäste, die nach einem preisgünstigen Ort zum Ausgehen suchen, ist das ein Pluspunkt. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass man keine ausgefallene Bar-Karte oder aufwändige Signature-Drinks erwarten sollte, wie sie in trendigen Bars oder Konzeptlokalen üblich sind.

Ein großer Vorteil des Eichhörnchens ist die Atmosphäre, die viele als „urig“, „idyllisch“ und „familiär“ beschreiben. Man merkt, dass ein hoher Anteil an Stammkundschaft regelmäßig vorbeikommt und sich gut kennt. Das Tresenpersonal pflegt einen direkten, zugewandten Umgang, der in Bewertungen immer wieder positiv hervorgehoben wird. Besucher, die sich auf dieses Umfeld einlassen, erleben hier oft Abende mit spontanen Gesprächen, Lachen und einem Gefühl von Vertrautheit, das man in anonymen, großen Restaurants oder Kettenlokalen selten findet.

Auf der anderen Seite kann die starke Stammtisch-Orientierung auch dazu führen, dass Außenstehende sich anfangs etwas fremd fühlen. Wer eher zurückhaltend ist oder eine distanzierte, serviceorientierte Atmosphäre wie in einem gehobenen Restaurant erwartet, wird möglicherweise eine gewisse Hemmschwelle spüren. Es handelt sich deutlich mehr um eine Kiezkneipe als um eine neutrale, touristisch ausgerichtete Location. Für manche ist genau das der Reiz, andere könnten sich etwas mehr Neutralität und Zurückhaltung wünschen.

Die Lage in Eckernförde macht das Lokal sowohl für Einheimische als auch für Besucher attraktiv, die nach einem Tag an der Ostsee oder nach typischer norddeutscher Küche noch ausgehen möchten. Zum Eichhörnchen ist weniger als eigenständige Gaststätte mit umfangreicher Speisekarte zu verstehen, sondern eher als Ergänzung zum gastronomischen Gesamtangebot der Stadt: Wer zuerst in einem Restaurant essen geht, findet hier einen ungezwungenen Ort für den späteren Abend. Die Bar eignet sich zudem für kleine Gruppen, die gemeinsam feiern möchten, ohne großen Aufwand betreiben zu müssen.

Die Gästeerfahrungen zeigen, dass viele Besucher bewusst wegen des Namens und der Symbolik kommen. Das Eichhörnchen als Wahrzeichen spielt dabei eine sympathische Rolle und schafft eine emotionale Verbindung zur Stadt. Einige berichten, dass sie gerade wegen dieser Besonderheit neugierig geworden sind und schließlich positiv überrascht wurden, wie viel Geschichte und Authentizität hinter der unscheinbaren Fassade steckt. Wer also eine typische Touristen-Bar erwartet, findet stattdessen ein Stück lokaler Kneipenkultur mit eigenem Charakter.

Ein Punkt, den man realistisch einordnen sollte, ist die Ausstattung: Technisch und optisch orientiert sich Zum Eichhörnchen eher an einem klassisch-funktionalen Standard. Es gibt keine auffälligen Design-Elemente, kein auf Social-Media-Inszenierung ausgelegtes Interieur und auch keine aufwändige Präsentation von Speisen. Freunde von schlichter, direkter Gastronomie fühlen sich damit oft wohler als in durchgestylten Konzept-Restaurants. Wer allerdings gezielt nach Instagram-tauglichen Motiven und besonders fotogenen Drinks sucht, wird hier weniger fündig.

Hinsichtlich des Service-Niveaus fällt vor allem die Freundlichkeit des Tresenpersonals positiv auf. Die Mitarbeiter gelten als aufmerksam, locker und zugewandt, ohne steif oder übertrieben formell zu wirken. Wünsche werden im Rahmen der Möglichkeiten gerne berücksichtigt, etwa bei der Musik. Gleichzeitig darf man nicht denselben Serviceumfang erwarten wie in einem großen Restaurant mit mehreren Servicekräften im Saal: Es handelt sich primär um eine Kneipe, in der das Thekenteam viele Rollen gleichzeitig übernimmt.

Das Publikum ist bunt gemischt, von langjährigen Stammgästen bis zu Besuchern, die nur einmal im Jahr in Eckernförde sind. Man findet hier sowohl Menschen mittleren Alters als auch jüngere Erwachsene, die vor allem wegen der Öffnungszeiten bis spät in die Nacht kommen. Für ruhesuchende Gäste kann das gemischte, teilweise sehr ausgelassene Publikum an Wochenenden und vor Feiertagen anstrengend sein. Wer jedoch eine lebendige, ungekünstelte Ausgehoption sucht, erlebt das Eichhörnchen gerade dann von seiner stärksten Seite.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Zum Eichhörnchen ist keine elegante Restaurant-Adresse, sondern eine urige Kneipe mit viel Geschichte, viel Rauch, viel Geselligkeit und einem klaren Schwerpunkt auf Getränken, Musik und Fußball. Die Stärken liegen in der authentischen, familiären Atmosphäre, der langen Tradition und dem engagierten Tresenpersonal. Die Schwächen bestehen in der in die Jahre gekommenen Ausstattung, der Rauchbelastung und dem begrenzten kulinarischen Angebot. Wer genau weiß, worauf er sich einlässt und eine gemütliche, bodenständige Kneipe mit Charakter sucht, findet hier einen Ort für lange Abende und bleibende Erinnerungen.

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