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Zum Franziskaner

Zum Franziskaner

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Residenzstraße 9, 80333 München, Deutschland
Bayerisches Restaurant Deutsches Restaurant Restaurant
8.8 (8417 Bewertungen)

Zum Franziskaner gehört zu den traditionsreichsten bayerischen Gaststätten in München und richtet sich an Gäste, die bewusst eine klassische, deftige Küche und das Ambiente einer historischen Wirtschaft suchen.

Der Betrieb versteht sich klar als typisch bayerisches Restaurant mit Fokus auf herzhafte Fleischgerichte, lokale Wurstspezialitäten und eine bodenständige Bierkultur. Schon beim Betreten fällt auf, dass hier nicht nur gegessen, sondern auch Wert auf ein bestimmtes Lebensgefühl gelegt wird: schwere Holzmöbel, teils rustikale, teils formellere Räume und eine Atmosphäre, die eher an eine große Gaststube als an ein modernes Trendlokal erinnert.

Die Speisekarte ist deutlich auf klassische bayerische Küche ausgerichtet, was für viele Gäste ein entscheidender Grund ist, das Haus zu besuchen. Im Mittelpunkt stehen Gerichte wie Schweinshaxe, Rahmbraten, Krustenbraten mit Kartoffelknödel, Münchner Fleischteller oder geschmorte Rinderbäckchen. Wer gezielt nach einem authentischen bayerischen Gasthaus mit regionalen Klassikern sucht, findet hier eine große Bandbreite an warmen Speisen, die für eine solide Grundlage zu einem frisch gezapften Bier sorgen.

Positiv fällt auf, dass viele Gäste den Geschmack der Gerichte als kräftig und hausgemacht beschreiben. Produkte wie Haxe, Rahmbraten oder Apfelstrudel werden häufig als gut abgeschmeckt und sättigend wahrgenommen, was gerade für Reisende, die sich ein Stück bayerische Küche wünschen, ein starkes Argument ist. Auch Roastbeef mit hausgemachter Remoulade oder geschmorte Rinderbäckchen in Rotweinsoße werden immer wieder als Beispiele für gelungene Küche genannt, bei denen Fleischqualität und Gargrad überzeugen.

Allerdings zeigen die Rückmeldungen auch, dass die Küche nicht in jedem Detail durchgängig auf demselben Niveau liegt. So wird etwa ein Rahmsauerbraten gelegentlich als etwas zu trocken empfunden, während andere Gäste genau dieses Gericht als sehr schmackhaft loben. Beim Kaiserschmarrn ist das Bild ähnlich: Einerseits wird er als frisch zubereitet und großzügig portioniert beschrieben, andererseits kritisieren einige, dass die Konsistenz innen zu klebrig und geschmacklich eher flach sein kann. Wer also höchste Ansprüche an Textur und Feinabstimmung hat, erlebt den Besuch möglicherweise nicht in allen Gängen gleich überzeugend.

Ein wichtiger Pluspunkt von Zum Franziskaner ist die Bandbreite an Servierzeiten: Es werden Frühstück, Mittag- und Abendessen angeboten. Das macht das Lokal sowohl für Frühaufsteher, die ein deftiges Frühstück oder ein vormittägliches Bier schätzen, als auch für Gäste attraktiv, die zwischen Terminen oder nach dem Stadtbummel eine unkomplizierte Mittags- oder Abendmahlzeit suchen. Die Küche ist auf einen kontinuierlichen Betrieb eingestellt, was auch erklärt, warum viele Gäste das Lokal als großen, viel frequentierten Betrieb wahrnehmen.

Beim Getränkeangebot dominieren Bier und Radler, wie es für ein klassisches bayerisches Wirtshaus zu erwarten ist. Die Biere werden überwiegend positiv bewertet, wenngleich vereinzelt angemerkt wird, dass die Füllmenge im Glas etwas knapper wirken kann als erwartet. Zusätzlich werden Wein und verschiedene alkoholfreie Getränke serviert. Dass zum Essen passend Bier und Wein angeboten werden, ist für ein traditionelles bayerisches Wirtshaus selbstverständlich und macht Zum Franziskaner für viele zu einem typischen Ort, um regionale Braukultur mitzuerleben.

Die Speisekarte richtet sich vor allem an Gäste, die Fleischgerichte und klassische Beilagen mögen. Schweinebraten, Schnitzel mit Pommes, Kartoffelknödel, Rosmarinkartoffeln und Wurzelgemüse stehen im Mittelpunkt. Vegetarische Optionen sind vorhanden, scheinen aber im Verhältnis weniger stark im Fokus zu stehen; das Haus wird nicht primär als vegetarierfreundliches Restaurant wahrgenommen. Wer eine rein pflanzliche oder besonders innovative Küche sucht, wird hier eher eingeschränkt fündig und sollte sich bewusst sein, dass der Schwerpunkt klar auf traditioneller bayerischer Kost liegt.

Ein häufig genannter positiver Aspekt ist der Service, der von vielen Gästen als aufmerksam und freundlich beschrieben wird. Einzelne Bedienungen werden namentlich für ihre zugewandte, herzliche Art gelobt und tragen wesentlich dazu bei, dass sich Gäste willkommen fühlen. Auch bei Fehlern in der Bestellung kommt es vor, dass schnell reagiert, Getränke getauscht und sich entschuldigt wird. Diese persönliche Komponente ist wichtig, da ein großer Betrieb wie Zum Franziskaner leicht unpersönlich wirken könnte, und hier scheinen engagierte Mitarbeiter viel auszugleichen.

Gleichzeitig wird der Service in manchen Erfahrungsberichten durchaus kritisch gesehen. Dazu zählen zum Beispiel Kommunikationsprobleme mit einzelnen Kellnern auf Deutsch, was bei deutschsprachigen Gästen gelegentlich zu Missverständnissen bei Bestellungen geführt hat. Hier zeigt sich, dass der Betrieb stark auf internationales Publikum eingestellt ist und Mitarbeiter teilweise eher fremdsprachenorientiert eingesetzt werden. Für Gäste, die eine ruhige, deutschsprachig geprägte Stammgäste-Atmosphäre erwarten, kann das je nach Situation irritierend wirken.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Umgang mit Reklamationen und Abrechnungen. Es gibt Rückmeldungen, in denen zusätzliche Posten auf der Rechnung auftauchen, die Gäste so nicht erwartet hatten, etwa Beilagen, die laut Karte Teil eines Desserts sein sollten. Auch wenn dies möglicherweise Einzelfälle sind, können solche Situationen das Vertrauen beeinträchtigen – gerade bei eher gehobenen Preisen für einzelne Speisen. Für potenzielle Gäste ist es daher ratsam, die Rechnung kurz zu prüfen und bei Unklarheiten direkt vor Ort freundlich nachzufragen.

Das Preisniveau wird von vielen als im Rahmen dessen empfunden, was man in einer bekannten, zentral gelegenen bayerischen Gaststätte mit touristischem Zulauf erwarten muss. Ein Teil der Gäste hält die Preise für gerechtfertigt, wenn Menge und Qualität stimmen, während andere das Verhältnis zwischen Portionsgröße und Preis kritischer sehen. Besonders Desserts wie Kaiserschmarrn für mehrere Personen werden zwar als üppig beschrieben, aber manche empfinden den Endbetrag für eher einfach gehaltene Gerichte als hoch. Wer Zum Franziskaner besucht, sollte deshalb nicht unbedingt mit einem günstigen, sondern eher mit einem preislich mittleren bis oberen Niveau im Segment der traditionellen bayerischen Restaurants rechnen.

Die Atmosphäre wird insgesamt als lebhaft beschrieben, was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Positiv ist, dass sich viele Gäste durch das internationale Publikum, die große Anzahl an Sitzplätzen und den stetigen Betrieb in einem lebendigen Wirtshaus fühlen, in dem es nie langweilig wird. Für Besucher, die gezielt eine ruhige, intime Umgebung suchen, kann der Geräuschpegel jedoch anstrengend sein. Zum Franziskaner wirkt weniger wie ein kleines Nachbarschaftslokal und eher wie eine große, gut organisierte Gaststätte, in der Massenbetrieb Teil des Konzepts ist.

Optisch bewegt sich das Lokal zwischen rustikal und gehoben: Es gibt traditionell eingerichtete Gasträume, in denen Holz, historische Elemente und klassische Dekoration dominieren, aber auch Bereiche, die formeller wirken und für Gäste geeignet sind, die ein wenig mehr Zurückhaltung bevorzugen. Dieser Mix spricht sowohl Touristen als auch größere Gruppen an, die ein typisches bayerisches Restaurant für Feiern oder gemeinsame Essen suchen. Gleichzeitig kann gerade diese Größe dazu führen, dass der persönliche Charme kleinerer Betriebe nicht in gleichem Maß entsteht.

Ein Vorteil für viele Gäste ist die Möglichkeit, sowohl vor Ort zu essen als auch Speisen mitzunehmen. Der Betrieb bietet Dine-in und Takeaway an und ist zudem barrierefreundlich, denn der Eingang ist rollstuhlgerecht gestaltet. Damit öffnet sich das Haus auch für Gäste mit eingeschränkter Mobilität, die dennoch Wert auf traditionelle Küche und gesellige Atmosphäre legen. In Kombination mit der langen Betriebszeit am Tag ergibt sich daraus ein Angebot, das flexibel auf unterschiedliche Bedürfnisse reagiert.

Zum Franziskaner eignet sich besonders für Besucher, die gezielt nach einem klassischen bayerischen Restaurant mit traditionellen Gerichten, Bier vom Fass und historischer Wirtshausstimmung suchen. Wer eine moderne, kreative Küche, viele vegetarische oder vegane Optionen und eine ruhige Umgebung bevorzugt, wird hier weniger angesprochen. Die Stärken liegen klar in der authentischen Ausrichtung auf bayerische Schmankerl, einer eingespielten Großküche und einem Service, der in vielen Fällen herzlich und effizient agiert.

Auf der anderen Seite sollten potenzielle Gäste berücksichtigen, dass es gelegentlich zu Qualitätsunterschieden bei den Speisen kommen kann, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis unterschiedlich wahrgenommen wird und dass die Ausrichtung auf ein internationales Publikum zu sprachlichen Nuancen im Service führen kann. Für eine ehrliche Einschätzung bedeutet das: Zum Franziskaner ist ein großer, etablierter Betrieb mit langer Tradition und klarer kulinarischer Ausrichtung, der vielen Gästen genau das bietet, was sie sich von einem bayerischen Wirtshausbesuch versprechen – aber nicht in jedem Detail den Anspruch eines ruhigen, kleinen Feinschmeckerbetriebs erfüllen will.

Wer also Lust auf Schweinshaxe, Krustenbraten, Kaiserschmarrn und ein frisch gezapftes Bier hat, findet hier ein klassisches bayerisches Restaurant, das seine Stärken im deftigen, traditionellen Angebot und in der lebendigen Atmosphäre hat. Gleichzeitig ist es sinnvoll, mit realistischen Erwartungen hinsichtlich Lautstärke, Preisniveau und Serviceablauf hinzugehen. So kann Zum Franziskaner zu einer stimmigen Adresse für alle werden, die sich ein Stück bayerischer Wirtshauskultur wünschen und bereit sind, die Vorzüge eines großen, stark frequentierten Betriebs mit seinen unvermeidlichen Ecken und Kanten zu akzeptieren.

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