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Zum Pleitegeier – Erlangen

Zum Pleitegeier – Erlangen

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Hauptstraße 100, 91054 Erlangen, Deutschland
Bar Cocktailbar Essen zum Mitnehmen Griechisches Restaurant Pizzeria Restaurant
8.6 (1069 Bewertungen)

Zum Pleitegeier in der Hauptstraße 100 hat sich über Jahrzehnte als eigenständige Mischung aus Kneipe, Bar und Restaurant etabliert, in dem kreative Pfannenpizzen und rustikale griechisch‑mediterrane Küche auf eine lockere Studentenkneipen-Atmosphäre treffen. Wer hier einkehrt, bekommt keinen austauschbaren Standard, sondern eine sehr spezielle Interpretation von Pizza, Flammkuchen und griechisch inspirierten Gerichten, die viele Stammgäste seit Jahren anzieht.

Der erste Eindruck wird stark durch das urige, bewusst etwas in die Jahre gekommene Interieur geprägt: viel Holz, dunkle Ecken, Poster, Kerzenlicht und ein großer, überdachbarer Biergarten im Innenhof, der in den warmen Monaten ein wichtiges Argument für einen Besuch ist. Gäste beschreiben das Lokal als klassische Studentenkneipe, in der sich heute ein gemischtes Publikum aus Studierenden, Familien, Stammgästen und Geschäftsreisenden trifft – ein Treffpunkt, an dem man unkompliziert essen, trinken und lange sitzen kann.

Kulinarisch steht der Pleitegeier vor allem für seine ungewöhnlichen Pfannenpizzen, die deutlich von der typischen italienischen Pizzeria-Tradition abweichen. Statt hauchdünnem Boden gibt es hier reichhaltig belegte, eher rustikale Pizzen mit teils sehr kreativen Belägen, die sich stilistisch an griechischer und internationaler Küche orientieren. So finden sich auf der Speisekarte neben Klassikern auch Varianten mit Lachs und Zucchini, Bananen-Curry oder saisonale Monats-Pizzen mit Zutaten wie Pfirsich-Chutney, Ziegenkäse und Basilikum.

Viele Stammgäste heben die besonderen Kombinationen hervor und betonen, dass sie diese Art von Pizza in kaum einem anderen Lokal finden. Vor allem die Lachs-Zucchini-Pizza, diverse Spezialpizzen und die monatlich wechselnde „Pizza des Monats“ werden regelmäßig positiv erwähnt und gelten als Grund, gezielt für einen Abend in den Pleitegeier zu kommen. Gleichzeitig gibt es Stimmen, die in jüngerer Zeit eine nachlassende geschmackliche Qualität im Vergleich zu früheren Jahren wahrnehmen und sich „wieder Luft nach oben“ wünschen, insbesondere bei einzelnen Besuchen.

Neben den Pizzen spielt der Flammkuchen eine wichtige Rolle auf der Karte: klassische Varianten mit Zwiebeln und Speck, mediterrane Versionen mit Tomaten und Schafskäse oder kreative Abwandlungen ergänzen das Angebot. Ergänzt wird dies durch eine Reihe von warmen Speisen wie überbackene Rigatoni, Bauernbrot aus dem Ofen, gebackene Bohnen, Giros-Gerichte und weitere griechisch inspirierte Teller, die den Übergang zwischen Restaurant und Kneipe betonen. Die Auswahl an Salaten – vom griechischen Dorf-Salat über Halloumi- und Thunfischsalat bis hin zu Hähnchenbrust-Salat – bietet eine Alternative für Gäste, die es leichter mögen oder zu den eher deftigen Pfannengerichten einen frischen Ausgleich suchen.

Das kulinarische Profil wird durch hausgemachte Dips und Fladenbrote abgerundet, etwa Krautsalat, Schafskäsecreme, Auberginencreme und gefülltes Fladenbrot, das häufig als Vorspeise oder Begleitung zu Salaten und Giros bestellt wird. Diese Kombination aus warmen Ofengerichten, Salaten, Dips und Fladenbrot macht den Pleitegeier auch für Gäste attraktiv, die nicht zwingend Pizza essen möchten, aber dennoch Lust auf herzhafte, mediterran angehauchte Küche in lockerer Kneipen-Atmosphäre haben.

Auf der Getränkeseite stehen Cocktails, Longdrinks und Klassiker einer Kneipe im Vordergrund; mehrere Gäste loben die Qualität und Ausführung der Cocktails ausdrücklich. Die Auswahl an Bier wird dagegen ambivalent wahrgenommen: Während es für viele Besucher völlig ausreichend ist, bemerken Kenner der fränkischen Bierlandschaft, dass die Biervielfalt im Vergleich zum regionalen Angebot eher begrenzt ist und man hier eher „Industrie-Biere“ statt ausgefallener Spezialitäten findet. Wer also gezielt eine große Craft-Beer-Auswahl sucht, wird hier eher weniger fündig, während Fans von Cocktails und Mischgetränken auf ihre Kosten kommen.

Ein klarer Pluspunkt ist der große, überdachte Biergarten im Innenhof, der den Pleitegeier gerade in der warmen Jahreszeit zu einem beliebten Treff macht. Dort lässt sich ein Abend mit Pizza, Flammkuchen, Salaten und Getränken in einer entspannten Atmosphäre verbringen, die stark an klassische Studentenkultur erinnert, ohne sich ausschließlich an jüngere Gäste zu richten. Viele Besucher schätzen, dass hier Menschen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds zusammenkommen, was dem Lokal einen lebendigen, aber meist unprätentiösen Charakter verleiht.

In Bezug auf den Service überwiegen die positiven Rückmeldungen: Der Umgang wird meist als freundlich, aufmerksam und locker beschrieben, passend zum Kneipencharakter. Einzelne Berichte verweisen jedoch auf Situationen, in denen der Service bei starkem Andrang etwas überfordert wirkt oder Kritik an der Küche nicht optimal aufgefangen wurde. Für Gäste bedeutet das: An vollen Abenden sollte man mit etwas längeren Wartezeiten und einem gewissen Trubel rechnen, bekommt dafür aber auch die typische, dichte Kneipenstimmung.

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis gehen die Meinungen auseinander. Während viele Gäste die Preise angesichts der kreativen Beläge, der besonderen Pfannenpizzen und der Lage für angemessen halten, kritisieren andere, dass die Portionen – insbesondere die Pizzen – kleiner geworden seien, während die Preise deutlich gestiegen sind. Besonders bei Getränken wird von einigen Besuchern das Gefühl geäußert, dass das Preisniveau „an der Grenze“ angekommen sei, auch wenn die Qualität der Speisen nach wie vor als hoch eingeschätzt wird.

Auch die Konstanz der Küche wird unterschiedlich bewertet: Viele Stammgäste berichten von über Jahre hinweg gleichbleibend guten Erfahrungen und schwärmen von Lieblingspizzen, für die sie teilweise weite Wege auf sich nehmen. Andere Gäste schildern einzelne Besuche, bei denen Gerichte angebrannt oder geschmacklich enttäuschend gewesen seien und kritisieren, dass sich das Lokal nicht für wahrgenommene Fehlleistungen entschuldigt habe. Solche Bewertungen zeigen, dass der Pleitegeier insgesamt ein hohes Stammgast-Potenzial hat, aber nicht jeder Besuch zwangsläufig auf dem gleichen Niveau erlebt wird.

Die Atmosphäre ist einer der stärksten Gründe, warum viele Besucher wiederkommen: Die Einrichtung im älteren Stil wird von zahlreichen Gästen als authentisch beschrieben und soll möglichst unverändert bleiben, weil sie den speziellen Charakter des Hauses ausmacht. Gerade für gesellige Runden, Kartenspielabende, Geburtstagsfeiern oder ein zwangloses Treffen mit Freunden eignet sich der Pleitegeier, weil man hier lange sitzen, reden, essen und trinken kann, ohne sich an formale Abläufe eines klassischen Restaurants halten zu müssen.

Für potenzielle Gäste bedeutet das: Wer auf der Suche nach einer klassischen italienischen Pizzeria mit hauchdünnem Boden, riesiger Auswahl an Weinen und dezenter Hintergrundmusik ist, wird hier möglicherweise nicht das finden, was er erwartet. Wer jedoch eine eigenwillige, bodenständige Kneipe mit kreativen Pfannenpizzen, Flammkuchen, griechisch inspirierten Gerichten, Cocktails und lebendiger Stimmung sucht, dürfte im Pleitegeier sehr gut aufgehoben sein – vorausgesetzt, man bringt eine gewisse Toleranz für Trubel, Wartezeiten an vollen Abenden und ein Preisniveau mit, das nicht mehr ganz im klassischen Studentenschnäppchen-Bereich liegt.

Positiv hervorzuheben ist auch, dass es vegetarische Optionen gibt, etwa verschiedene Käsepizzen, Halloumi-Salat oder Flammkuchen mit Gemüse und Schafskäse, sodass auch Gäste ohne Fleisch eine ordentliche Auswahl haben. Dazu kommen Take-away-Möglichkeiten, mit denen man die speziellen Pfannenpizzen oder andere Gerichte mit nach Hause nehmen kann, was besonders für Stammkunden interessant ist, die nicht jedes Mal vor Ort sitzen möchten.

Insgesamt präsentiert sich Zum Pleitegeier als charakterstarke Mischung aus Studentenkneipe, Bar und Restaurant, die mit kreativen Pfannenpizzen, Flammkuchen, griechisch inspirierten Speisen und einer eigenen Atmosphäre punktet. Die Stärken liegen in Originalität, Stimmung und der besonderen Art der Pizza, während Kritikpunkte vor allem beim Preis-Leistungs-Empfinden, der teils überschaubaren Bierauswahl und gelegentlichen qualitativen Schwankungen des Essens zu finden sind. Wer diese Aspekte im Hinterkopf behält, kann hier einen geselligen Abend mit Freunden, Familie oder Kolleginnen und Kollegen verbringen – in einem Lokal, das seit vielen Jahren fester Bestandteil der Erlanger Gastronomieszene ist und seine treue Fangemeinde aufgebaut hat.

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