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Zur Harzquerbahn

Zur Harzquerbahn

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Bahnhof, 38875 Wernigerode, Deutschland
Restaurant
7.8 (161 Bewertungen)

Zur Harzquerbahn ist ein kleines, schlichtes Lokal direkt am Bahnhof in Drei Annen Hohne und richtet sich vor allem an Ausflügler, Wanderer und Eisenbahnfans, die vor oder nach ihrer Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn eine Pause einlegen möchten.

Der erste Eindruck ist bewusst bodenständig: Statt moderner Designmöbel erwartet Gäste eine einfache, teilweise nostalgisch anmutende Einrichtung, die an klassische Bahnhofsgaststätten erinnert. Wer ein stylisches Bistro sucht, wird hier eher nicht fündig, doch viele Besucher schätzen gerade diese Authentizität und das unverstellte Ambiente. Für Eisenbahnfreunde ist die Lage direkt am Gleis ein großer Pluspunkt, denn sie können bequem auf dem Bahnsteig sitzen, Züge beobachten und dabei einen Kaffee oder ein Bier genießen.

Der kulinarische Schwerpunkt liegt weniger auf einer großen Auswahl, sondern auf wenigen, hausgemachten Speisen. Immer wieder heben Gäste die Suppen hervor, insbesondere die Soljanka und die Kartoffelsuppe, die als kräftig, aromatisch und sehr sättigend beschrieben werden. Wer einfache, deftige Küche mag, findet hier genau das, was er erwartet: ehrliche Gerichte ohne Schnickschnack. Neben den Suppen werden Kuchen und Torten häufig lobend erwähnt – viele Besucher sprechen von „leckerem Kuchen“ und betonen, dass er ideal zu einer Tasse Kaffee am Bahnsteig passt.

Im Vergleich zu einem großzügigen Speiselokal ist die Speisekarte eher überschaubar. Das kann für manche Gäste, die eine breite Auswahl an warmen Gerichten erwarten, enttäuschend sein. Positiv fällt jedoch auf, dass die Preise von vielen als fair und „human“ wahrgenommen werden. Wer nach einer Wanderung oder einer Zugfahrt nur eine Stärkung und kein mehrgängiges Menü sucht, bekommt hier ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geboten.

Die Gästeerlebnisse beim Service sind unterschiedlich und sollten bei einer realistischen Einschätzung des Lokals berücksichtigt werden. Viele Besucher betonen die freundliche, direkte und humorvolle Art der Betreiberin, die von einigen liebevoll als „Urgestein“ beschrieben wird und oft allein hinter Tresen und im Service arbeitet. Besonders bei Stammgästen oder wiederkehrenden Urlaubern scheint sich eine persönliche, fast familiäre Atmosphäre zu entwickeln – einige berichten, dass sie sogar ein zweites Mal im Urlaub zurückgekehrt sind, nur um noch einmal die Suppe zu essen.

Auf der anderen Seite gibt es Stimmen, die den Umgangston als ruppig oder unfreundlich empfinden. Kritisiert wird gelegentlich, dass Gäste wegen kleiner Dinge angesprochen werden, etwa wenn ein Rucksack auf einer Bank abgestellt wird. Für Besucher, die einen sehr zurückhaltenden, durchgehend höflich-distanzierten Service erwarten, kann dieser direkte Stil irritierend sein. Gerade in Stoßzeiten, wenn der Andrang groß ist und die Betreiberin allein arbeitet, kommt es außerdem zu Wartezeiten, was sich in einigen Bewertungen niederschlägt.

Das gastronomische Konzept von Zur Harzquerbahn ist bewusst einfach gehalten und unterscheidet sich deutlich von einem klassischen, vollausgestatteten Restaurant mit großer Speisekarte und durchstrukturiertem Serviceablauf. Vielmehr handelt es sich um eine Mischung aus Bahnhofsgaststätte, Imbiss und Café, mit starkem Fokus auf hausgemachten Suppen, Kuchen und Getränken. Wer unter dem Begriff Gasthaus eine umfangreiche Küche mit vielen Hauptgerichten versteht, sollte seine Erwartungen anpassen. Dagegen kommen Gäste, die eine unkomplizierte Einkehr mit Blick auf die Züge und ein kleines, selbstgekochtes Gericht suchen, hier meist gut auf ihre Kosten.

Die Lage direkt am Bahnhof Drei Annen Hohne macht das Lokal besonders interessant für Tagesgäste, Familien und Wandergruppen, die mit der Harzer Schmalspurbahn unterwegs sind. Im Vergleich zu vielen städtischen Cafés geht es hier weniger um urbane Atmosphäre oder ausgefallene Kaffeekreationen, sondern um eine praktische, bodenständige Pause mit Blick auf das Bahngeschehen. Gerade Eisenbahnliebhaber schätzen die Möglichkeit, im Außenbereich zu sitzen, Züge zu fotografieren und sich dabei mit Kaffee, Tee, Limonade oder einem Glas Bier zu stärken.

Das Getränkeangebot umfasst neben Kaffee und Tee auch alkoholfreie Erfrischungen sowie Bier und Wein. Der Schwerpunkt liegt auf klassischen Optionen, nicht auf trendigen Cocktails oder Spezialitäten. Für viele Ausflügler ist das völlig ausreichend, zumal im Fokus eher der Aufenthalt zwischen zwei Bahnfahrten oder nach einer Wanderung steht. Wer ein umfangreiches Wein- oder Craft-Beer-Sortiment erwartet, wird hier eher nicht fündig, aber für einen unkomplizierten Zwischenstopp passt das Angebot gut zum Charakter des Hauses.

In Bezug auf besondere Ernährungsformen sollte man wissen, dass das Lokal nicht auf vegetarische oder vegane Küche spezialisiert ist. Zwar lassen sich einzelne Optionen wie Suppen oder Kuchen häufig auch ohne Fleisch genießen, doch eine gezielte Auswahl an vegetarischen oder veganen Hauptgerichten ist nicht hervorstechend. Für Gäste mit speziellen Ernährungswünschen ist es daher sinnvoll, vor Ort nachzufragen, ob sich passende Varianten anbieten lassen oder ob kurzfristig etwas angepasst werden kann.

Die Räumlichkeiten selbst werden oft als einfach, teilweise altmodisch beschrieben, was je nach Erwartungshaltung positiv nostalgisch oder negativ als „altbacken“ wahrgenommen wird. Wer Wert auf ein modernes, stylisches Restaurant-Interieur legt, wird hier eher überrascht sein, während Reisende mit Freude an historisch angehauchten Bahnhofsgaststätten den Charme zu schätzen wissen. Die vorhandene Toilette wird ausdrücklich erwähnt, was für ein Ausflugslokal mit vielen Tagesgästen ein praktischer Vorteil ist.

Ein weiterer Punkt, der in Bewertungen immer wieder auftaucht, ist die Stimmung im Lokal, die stark von der Betreiberin geprägt wird. Ihre direkte Art wirkt auf manche Gäste herzlich und authentisch, auf andere hingegen zu schroff. Für potenzielle Besucher ist es hilfreich, dies im Hinterkopf zu behalten: Zur Harzquerbahn ist kein anonymes Kettenlokal mit standardisiertem Service, sondern ein sehr persönlich geführter Betrieb. Wer diese Individualität mag, fühlt sich meist wohl, während Gäste, die eine neutralere Bedienung bevorzugen, mit gemischten Eindrücken rechnen sollten.

Insgesamt zeigt sich Zur Harzquerbahn als unkomplizierte, kleine Gastronomie mit klaren Stärken und erkennbaren Schwächen. Zu den Stärken zählen die hausgemachten Suppen, der gute, einfache Kuchen, die fairen Preise und die außergewöhnliche Lage direkt an den Gleisen. Kritisch zu sehen sind die begrenzte Speisekarte, das eher einfache Ambiente und die Tatsache, dass Service und Wartezeiten je nach Andrang stark variieren können. Für viele Ausflügler ist das Lokal trotzdem eine willkommene Adresse, um vor oder nach der Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn eine Pause einzulegen, etwas Warmes zu essen und die besondere Atmosphäre des Bahnhofs zu genießen.

Wer also eine authentische, einfache Einkehrstelle sucht, um bei Suppe, Kaffee und Kuchen mitten im Bahnverkehr der Harzquerbahn zu sitzen, findet hier einen passenden Ort. Für Gäste, die großen Wert auf moderne Einrichtung, umfangreiche Speisekarte oder besonders höflich-distanzierten Service legen, empfiehlt es sich hingegen, die eigenen Erwartungen vorab realistisch einzuordnen. So kann Zur Harzquerbahn für die richtige Zielgruppe zu einem angenehmen Bestandteil eines Ausflugstages werden – mit persönlicher Note, viel Nähe zur Bahn und ehrlicher, hausgemachter Küche.

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